Gemeinsamer Kampf für den Erhalt der Natur im Winkhauser Tal

Brigitte Erd, Stadtverordnete Mülheim, Wolfgang Sykorra von der Bürgerinitiative Schönebeck), Klaus Beisiegel, Bau- und Umweltdezernat Mülheim und Tim Giesbert, Fraktionssprecher Mülheim, bei der Bürgerversammlung.  | Foto: privat
  • Brigitte Erd, Stadtverordnete Mülheim, Wolfgang Sykorra von der Bürgerinitiative Schönebeck), Klaus Beisiegel, Bau- und Umweltdezernat Mülheim und Tim Giesbert, Fraktionssprecher Mülheim, bei der Bürgerversammlung.
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Kein Stuhl des 100 Personen fassenden Gemeindesaals der Evangelischen Markusgemeinde in Winkhausen unmittelbar an der Stadtgrenze zu Schönebeck blieb leer, als die Bürgerversammlung von Tim Giesbert, Fraktionssprecher der Grünen im Mülheimer Stadtrat, eröffnet wurde. Auch zahlreiche Borbecker, darunter Vertreter der verschiedenen Parteien sowie Repräsentanten aus Rat und Bezirksvertretung, hatten die Einladung der Grünen zu der interfraktionellen Podiumsdiskussion angenommen.

Hintergrund: das Wirtschaftsflächenkonzept der Stadt Mülheim. Dieses sieht unter anderem eine gewerblich-industrielle Nutzung des städteüberschreitenden Winkhauser Tals vor, und zwar in einer Größenordnung von 46 Hektar, die fast den gesamten Bereich des Mülheimer Talbereichs in Anspruch nehmen würden.
Die Mülheimer Grünen-Stadtverordnete Brigitte Erd forderte, im Rahmen eines Flächenrecyclings vorhandene, aber nicht genutzte Gewerbe – und Industrieflächen zu verwenden und warnte davor, den unnötigen Schritt in die Landschaft zu gehen.

"Alternativlosigkeit ist ein Märchen"

Ihren Ausführungen schloss sich Wolfgang Sykorra als Sprecher der Initiative „Rettet die Schönebecker Grünflächen“, die eng mit Mülheimer Umweltgruppen zusammenarbeitet, an. Er belegte an Beispielsprojekten der Vergangenheit, dass es immer Alternativen statt einer Nutzung von Naturflächen gegeben habe. Die behauptete Alternativlosigkeit umstrittener Vorhaben sei ein „Märchen“.

Auch Stadt Essen muss zustimmen

Klaus Beisiegel, Referatsleiter des Bau- und Umweltdezernates in Mülheim,
erläuterte die Planungsverfahren, die vom eingeleiteten Prüfverfahren zu rechtswirksamen Bebauungsplänen führen könnten. Um neues Planungsrecht für das Winkhauser Tal zu schaffen, würden sicherlich einige Jahre vergehen. Er wies auch darauf hin, dass die Stadt Essen zur Änderung des Regionalen Flächennutzungsplanes und damit zur Gewerbeansiedlung ihre Zustimmung geben müsste.

Natur im Winkhauser Tal erhalten

Die anschließenden Stellungnahmen der Versammlungsteilnehmer ergab ein eindeutiges Bild: „Wir wollen die Natur des Winkhauser Tals erhalten.“

Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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