Baustelle vor der Haustür macht Borbecker Bestatter das Leben schwer

Seit Mitte Oktober wird in Borbeck-Mitte gearbeitet. Eine zentrale Einrichtung der Großbaustelle befindet sich direkt vor der Eingangstür zu den Geschäftsräumen des Borbecker Bestattungsinstitutes an der Gerichtsstraße.
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  • Seit Mitte Oktober wird in Borbeck-Mitte gearbeitet. Eine zentrale Einrichtung der Großbaustelle befindet sich direkt vor der Eingangstür zu den Geschäftsräumen des Borbecker Bestattungsinstitutes an der Gerichtsstraße.
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Seit Oktober laufen die Vorarbeiten, im Dezember ging es dann richtig los mit der Baustelle in der Borbecker Fußgängerzone. Vor dem Bestattungsinstitut an der Gerichtsstraße 44 laufen die Fäden quasi zusammen. Von dort aus werden die neuen Kanäle in die Straßen verlegt. Rund 20 Meter haben die Stadtwerke Essen dort inzwischen geschafft, bis Mai sollen die restlichen 110 Meter Kanalrohre verlegt und die umfangreiche Baumaßnahme abgeschlossen sein. Bis jetzt liegt man nach Angaben des Unternehmens gut im Zeitplan.

Aber für den Borbecker Unternehmer Reinhold Lohmann werden die Arbeiten inzwischen zu einer echten Geduldsprobe.
Zwar wird ausschließlich in der Fußgängerzone gearbeitet, für den Durchgangsverkehr ergeben sich keine Einschränkungen, doch gilt die Zusage der Stadtwerke "Zulieferer der ansässigen Geschäfte können jeweils bis zum Baufeld heranfahren", für Reinhold Lohmann und seine Mitarbeiter nur bedingt. Für sie ist derzeit nämlich in der Marktstraße kurz hinter der Einmündung Weidkamp Schluss. So weit erstreckt sich das Baufeld. Und von dort aus müssten leere Särge und Urnen mit einem Transportwagen ins oder aus den Geschäftsräumen zum Auto transportiert werden.

Transport-Sarg immer im Auto

"Das geht doch nicht. Wenn wir nachts zu einem Todesfall gerufen werden, kann ich nicht mit dem leeren Sarg erst knapp 80 Meter durch die Fußgängerzone. Zumal das ja immer auch mit einer gewissen Geräuschentwicklung verbunden ist. Ganz abgesehen von der Vorstellung, ein Bürger begegnet uns auf seinem nächtlichen Heimweg."
Rund 80 Meter dürfte die Strecke lang sein, die die Bestatter zwischen Geschäftsräumen und dem nächstmöglichen Halt in der Fußgängerzone zurücklegen müssen. Reinhold Lohmann hat bereits umdisponiert. Seit Wochen hat er stets einen Transportsarg im Auto. "Für den Fall, dass wir nachts gerufen werden."

Stadtwerke versprechen zeitnahe Gespräche

Dirk Pomplun, Pressesprecher der Stadtwerke, hatte bis dato keine Ahnung von den Problemen des Bestattungshauses. "Es wird aber zeitnah Gespräche geben, wie wir gemeinsam eine Lösung finden können bis zum Ende der Arbeiten. Auch die zuständige Baufirma ist mit im Boot", verspricht er.
Bis Mai werden die Arbeiten wohl andauern. Ob der Zeitrahmen eingehalten werden kann, werden nach Auskunft des Pressesprechers die nächsten Wochen zeigen. 

Seit Mitte Oktober wird in Borbeck-Mitte gearbeitet. Eine zentrale Einrichtung der Großbaustelle befindet sich direkt vor der Eingangstür zu den Geschäftsräumen des Borbecker Bestattungsinstitutes an der Gerichtsstraße.
Reinhold Lohmann bedauert, dass auch die drei Sumpfeichen, die vor vier Jahrzehnten über dem Kanal gepflanzt wurden, der Baumaßnahme zum Opfer gefallen sind. "Samt unserer schönen Rundbank."
Autor:

Christa Herlinger aus Essen-Borbeck

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