RotKreuzBereitschaft hilft in der Not

Rotkreuzbereitschaft Essen Bochold. Foto: Winkler
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Sie leisten Sanitätsdienst vom Kleingarten bis zum Fußballstadion, versorgen Obdachlose, evakuieren Gebiete für Bombenentschärfungen und pumpen auch schon mal vollgelaufene Keller aus: Die RotKreuzBereitschaft Essen-Bochold ist stets Helfer in Not und Partner von Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt wie auch anderen Hilfsorganisationen.

Rund 30 Mitglieder bilden derzeit die jüngste Bereitschaft im Essener Kreisverband, gegründet Anfang 2010.
Immer mittwochs zwischen 19 und 21 Uhr tritt das Team zum Dienstabend an, bespricht Aufgaben und besondere Vorkommnisse zunächst in den Räumlichkeiten am Wolfsbankring 5a, rückt dann zu anfallenden Einsätzen aus. Und die können äußerst vielfältig sein, sowohl im Bereich der Sanitätsdienste als auch im Katastrophenschutz, und dies nicht nur in Essen sondern ebenso in der Nachbarstadt Oberhausen.
So widmeten sich die freiwilligen Helfer in den kalten Wintermonaten unter anderem auch jenen Bürgern, die keinen festen Wohnsitz haben. Dafür schoben sie tägliche Abend- und Nachtschichten, richteten Notunterkünfte ein, trugen Decken und Bekleidung für die frierenden Obdachlosen zusammen - auch mit Hilfe einer Vielzahl an Bürgerspenden, die durch Medienberichte auf die Dauerfrost-Aktion aufmerksam geworden waren.
Doch Hilfe leisten kann trotz großem Herz der Einsatzkräfte oft schwierig sein. Denn erst einmal nämlich müsse man die Betroffenen finden, weiß Bereitschaftsleiter Sascha Diekmann. „Tagsüber sieht man sie überall, nachts aber nicht mehr.“
So hieß es immer wieder, Stammplätze abfahren und eingehenden Hinweisen folgen. Vor Ort schenkten die Rotkreuzler dann heiße Getränke aus, verteilten Suppe, stärkten die Kältegeplagten mit Vitaminen und suchten ihnen wärmere Unterkünfte. „Aber viele wollen gar nicht mit“, so Diekmann. Freiheitsdrang, Drogenprobleme oder schlicht Haustiere können zum Beispiel Gründe dafür sein.
Inzwischen sind die Temperaturen längst wieder angestiegen und andere Aufgabengebiete beschäftigen die Bereitschaft. So sorgen sich die Ehrenamtler um die Gesundheit der Gäste kleiner wie größerer Veranstaltungen, vom Schulfest bis zum Rockkonzert. Kreislaufbeschwerden oder Schürfwunden - schnelle Hilfe hat oberste Priorität.
Sie unterstützen die Feuerwehr bei Wohnungsbränden und Bombenfunden, indem sie die davon betroffenen Bürger kurzfristig andersweitig unterbringen, mit Getränken versorgen oder einfach nur mal zu beruhigenden Gesprächen bereit stehen.
Die Technik- und Sicherheitsgruppe kümmert sich um Schäden infolge von Sturm oder starken Regenfällen, vollgelaufenen Kellern oder umgestürzten Bäumen.

Verstärkung benötigt:

Die DRK-Rotkreuzbereitschaft sucht ständig neue Mitglieder, vor allem nach dem Wegfall des Wehrersatzdienstes. Das Engagement ist von Herkunft, Religion, politischer Einstellung wie auch Geschlecht unabhängig, auch wenn die Gruppe noch vornehmlich aus Männern besteht. Das 16. Lebensjahr muss für den Anfang natürlich abgeschlossen sein, nach oben hin besteht jedoch keine Grenze.
„Wer hier mitarbeitet, muss aber gesund und körperlich fit sein“, betont der Leiter. Und auch technisches Geschick ist für viele Einsätze von Vorteil. Aber dafür werden die Helfer ja auch umfassend aus- und weitergebildet, theoretisch wie auch praktisch. Wieviel Zeit in die Aufgabe investiert wird, entscheidet jeder Helfer ganz individuell nach seinen Möglichkeiten. „500 Stunden pro Jahr sind momentan der Höchstwert“, verrät Diekmann.
So gibt es unterm Strich für den Start eigentlich nur ein absolutes Muss: Einfach gern für andere da sein zu wollen.
Wer sich dazu berufen fühlt, ist an jedem Mittwoch, 19 bis 21 Uhr, am Wolfsbankring 5a willkommender Gast.
Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite http://www.drk-essen.de , unter Email an die Adresse rkb-bochold@drk-essen.de sowie telefonisch unter der Telefonnummer 84 74 - 510.

Hintergrund:

In Essen existieren acht DRK-Bereitschaften, in Bochold, Borbeck, Rüttenscheid, Werden, Nord sowie Stadtmitte plus der Bereitschaften Rettungsdienst/Krankentransport und Information/Kommunikation. Sie alle übernehmen wichtige Aufgaben als nationale Hilfsgesellschaft sowie im Rahmen des ehrenamtlichen Sanitäts- und Rettungsdienstes bei Veranstaltungen. Dafür stehen modernstes technisches Gerät und Fahrzeuge zur Verfügung.

Die Bereitschaft Borbeck wurde 1924 gegründet und hat ihren Standort ebenfalls am Wolfsbankring 5a. Sie zählt rund 40 Mitglieder. Erreichbar ist sie unter Tel. 84 74 510 sowie per Email an rkb-borbeck@drk-essen.de. Die Dienstabende sind immer dienstags zwischen 19 und 21 Uhr.

Autor:

Sara Drees aus Dortmund

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