Das katholische Berufskolleg der Johannes-Kessels-Akademie in Werden
Großes Interesse

Zu einer „Infoveranstaltung für Kurzentschlossene“ begrüßte Schulleiter Georg Hengst im Berufskolleg der Johannes-Kessels-Akademie.
Foto: Bangert
  • Zu einer „Infoveranstaltung für Kurzentschlossene“ begrüßte Schulleiter Georg Hengst im Berufskolleg der Johannes-Kessels-Akademie.
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Der Saal füllt sich und es wird erwartungsvoll getuschelt. Zehntklässler aller Schulformen und Abiturienten nutzen die Möglichkeit, die Räumlichkeiten und Unterrichtsangebote des Berufskollegs der Johannes-Kessels-Akademie in Werden kennenzulernen.

Zu einer „Infoveranstaltung für Kurzentschlossene“ begrüßt Schulleiter Georg Hengst: „Es gibt ein breites Spektrum, in dem unsere Absolventen tätig werden können. Auch herrscht ungeheurer Fachkräftemangel. Daher machen die Verbände extrem Werbung, zum Beispiel der Kita-Zweckverband des Bistums Essen.“

Gott und die Welt

Das Katholische Berufskolleg in der Trägerschaft der Johannes-Kessels-Akademie ist dem Diözesancaritasverband des Bistums Essen angeschlossen. Also beantwortet Hengst die wohl brennendste Frage: „Muss man katholisch sein? Nein“.
Dennoch kommt hier niemand am Fach „Katholische Religionslehre“ vorbei. Hengst erklärt das so: „Bei einem Tennisverein kann man auch nicht einfach so auf den Platz gehen und spielen. Wenn man Katholisch als allumfassend definiert, haben wir da unseren Auftrag.“ Katholisch bedeutet hier aber bestimmt nicht verbiestert. Dafür steht schon Pastoralreferent Stephan Schrader, der launig einwirft: „Man muss keine Sorgen haben, dass man vor lauter Beten Schwielen an den Knien bekommt.“ Es gibt Fahrten nach Assisi, Exkursionen, auch schon mal den Besuch einer Moschee. Dreimal die Woche bietet Schrader das Reli-Café an, wo beim gemeinsamen Frühstück über Gott und die Welt geredet werden kann. Der Förderverein JKANN e.V. hilft Auszubildenden in Notlagen: „Das BAFÖG zahlt noch nicht, Schüler bleiben monatelang ohne Bezüge. Da können wir helfen. Da sind manchmal Nöte, das glaubt man nicht.“

Klein und familiär

Vier Bildungsgänge werden angeboten. Auf der Berufsfachschule werden staatlich geprüfte Sozialassistenten ausgebildet, die Fachoberschule bietet den Zugang zu Ausbildungen als Erzieher oder im Gesundheitswesen, sogar zum Studium an einer Fachhochschule. Das berufliche Gymnasium bildet staatlich anerkannte Erzieher aus und ermöglicht den Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife. Schließlich bildet die Fachschule für Sozialpädagogik staatlich anerkannte Erzieher aus. Die knapp 400 Schüler und Studierenden werden von 26 Lehrern unterrichtet. Einer von ihnen ist Georg Hengst, der die Fächer Englisch und Musik gibt und seit 2014 die Einrichtung leitet. Wie würde er sein Berufskolleg beschreiben? „Dadurch, dass wir so klein sind, würde ich uns als sehr familiär beschreiben. Wobei wir als durchaus streng gelten. Ich würde eher sagen, dass wir uns um unsere Leute kümmern.“ Gibt es eigentlich einen Frauenüberhang? „Da sind wir leider noch im Gender-Rollenverhalten gefangen, nur 30 Prozent der Bewerber sind männlich. Was schade ist, da gerade in der offenen Jugendarbeit händeringend männliche Erzieher gesucht werden.“

Bewerbungen weiter möglich

Von der Veranstaltung ist Hengst positiv überrascht: „Leider konnten in diesem Jahr die Informationsveranstaltungen für die Abschlussjahrgänge an Gesamt- und Realschulen nicht stattfinden. Gleichzeitig häuften sich bei der Arbeitsagentur die Anfragen, da viele Betriebe zurzeit aufgrund von Corona nicht ausbilden. Daher ist das Interesse so groß, es kommen auch weiterhin Anrufe.“ Weiterhin kann man sich für das kommende Schuljahr bewerben, welches am 12. August startet. Eine Bewerbungsfrist gibt es nicht. Auch in den Ferien ist die Schule dienstags und donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter 0201-49859 erreichbar. Weitere Informationen sind auf der Homepage www.jka-essen.de zu erhalten.

Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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