Und Werden leuchtete…

Hoch schlugen die Flammen, die vielen Gäste hielten den Atem an.
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Die Neuauflage der traditionellen „Werdener Adventsfenster“ fand großen Anklang im Städtchen

Unter dem Motto „Werden leuchtet“ starteten die schon traditionellen Werdener Adventsfenster in diesem Jahr. Ein buntes vorweihnachtliches Programm mit Live-Musik, Singen, Theater, Back-Aktionen, Tanz, Basar, Vorlesen, Pantomime und vielem mehr.

Schon vielversprechend feierlich gelang die Eröffnung der Adventsfensteraktion. Auf dem Schulhof des Gymnasiums Werden sang vor großer Zuhörerschar der Schülerchor von der stillen Nacht. Die Bläser spielten von der Empore, dort begrüßte Schulleiterin Felicitas Schönau: „Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr die Ehre haben, das erste Fenster öffnen zu dürfen. Diese schöne Tradition der erleuchteten Fenster hilft uns, gerade abends in der Dunkelheit, zu Besinnung und Ruhe zu kommen.“ Bezirksbürgermeister Michael Bonmann dankte zunächst dem Ehepaar Büchler, welches über viele Jahre die Organisation dieser seit 1995 die Werdener Vorweihnachtszeit begleitenden Aktion inne hatte: „Wir sollten unsere Traditionen bewahren. Ein neues Team hat übernommen, hat neue Ideen eingebracht, den Adventskalender erweitert mit neuen Spielorten. Ich danke Alexandra Peiper und Ulrike Liebscher für ihr großes Engagement.“

Alt und Jung waren zugleich entzückt

In der Tat, den beiden Organisatorinnen gebührt Dank für ihr Bestreben, der Veranstaltung verstärkt kulturelles Leben einzuhauchen, ohne aber auf allzu viel Bewährtes verzichten zu müssen. Unterstützt vom Bürger- und Heimatverein, der Bezirksvertretung und dem Werbering, wurde ganz Werden eine Bühne, an den unterschiedlichsten Orten. Alle Veranstaltungen finanzierten sich aus Spenden, denn die „Adventsfenster“ sollten kostenfrei bleiben für ihre Besucher. In den Domstuben wirbelten die Compagnia Buffo mit Willi Lieverscheidt und die Nazanin Shamloo Band, das Dingerkus-Gartenhaus lockte mit Opernsänger Marcel Rosca, in der Hufergasse gab es Live-Musik mit „Jorge“. Besinnlich wurde es in der Basilika und am Christlichen Hospiz. Die Adventsfenster „trauten“ sich sogar über die Brücke, die Werdener Tore waren gleich dreimal Spielort. In den alten Werkshallen faszinierten der „Weihnachtszauber“ und die Ausstellung des Künstlers Eberhard Bitter. Flamenco-Kultfigur María del Mar bot mit Vural Dursun ihr erstes gemeinsames Stück „Interferencias“. Als Schauspielerin Charis Nass mit dem „Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften“ die Bühne von „kunstwerden“ eroberte, waren Alt und Jung zugleich entzückt. Überhaupt richteten sich viele Adventsfenster explizit an die jungen Gäste. Im JuBB gab es das Musical „Vom Zauber der Märchen“, da waren „Backen für Kinder“ und eine Cupcake-Werkstatt angesagt, auch gab es Weihnachtsgeschichten für die Kleinen. Auch die beteiligten Schulen und Kindergärten gestalteten ihr Programm vornehmlich für den Nachwuchs.

Kinderaugen leuchteten

Bevor das Bürgermeisterhaus mit einem Konzert der Flötistin Susanne Wohlmacher und des Gitarristen Carsten Linck als „Duo Ascolto“ Gastgeber der Abschlussveranstaltung war, ging es an der Ruhr noch einmal richtig rund. Wirt Mali Sirin von den „Werdener Wiesn“ hatte am Treidelplatz unter die Brücke eingeladen, wo man es sich auf Bänken und am Glühweinstand gemütlich machen konnte. Zunächst begeisterte der mazedonische Sänger Dame Zlatkov mit bekannten Hits, die Stimmung stieg. Vom Essener Weihnachtscircus kam der Feuerspucker zu Besuch. Passend zum Motto leuchteten die Kinderaugen mit dem Feuer um die Wette. Die faszinierten Kleinen wurden jedoch gebeten, unbedingt den Sicherheitsabstand einzuhalten, was ihnen auch ohne Murren gelang. Auf dem Campingplatz im Löwental unterhält der Zirkus noch bis zum 7. Januar, nur der Neujahrs- ist ein Ruhetag. Vorher startet an Silvester eine Gala mit Tanz, Büffet und großem Feuerwerk. Apropos: der Feuerkünstler ließ die Flammen hoch schlagen, die vielen Gäste hielten den Atem an. Organisatorin Alexandra Peiper genoss das bunte Treiben um sich herum, möchte im neuen Jahr mit den Veranstaltern ein Resümee ziehen. Vieles fiel noch schwer, an einigen Stellschrauben muss noch gedreht werden. Doch das so traditionsreiche und oft Innovationen gegenüber störrische Werden scheint willens, sich zu bewegen.

Hoch schlugen die Flammen, die vielen Gäste hielten den Atem an.
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Die Kinderaugen leuchteten mit dem Feuer um die Wette.
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Autor:

Daniel Henschke aus Essen-Werden

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