Hausbesitzer an der Schalker Meile tragen zur Legendenbildung bei
Gehweg der Legenden von Schalke 04

Fallrückzieher-Legende Klaus Fischer (l.) und Klaus Täuber vor ihren Portraits. Fotos: Gerd Kaemper
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  • Fallrückzieher-Legende Klaus Fischer (l.) und Klaus Täuber vor ihren Portraits. Fotos: Gerd Kaemper
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Asamoah, Libuda, Abramczik - wer kennt sie nicht, die Schalker Legenden. Zum Andenken all derer, die von Kopf bis Fuß auf FC Schalke eingestellt sind, werden regelmäßig so genannte Legendenplatten auf der Schalker Meile installiert. Nun kamen etliche dazu.

Genau genommen sind es 16 weitere von insgesamt 25 "Platten", die den "Gehweg der Legenden" schmücken. Auf der Schalker Meile sind nun auch die Fotos von Berni Klodt, Adolf Urban zu bewundern, von Klaus Täuber und Klaus Fischer, von Klaus Fichtel und Hermann Eppendorf. Auch Herbert Burdenski und Gerd Rehberg sind nun mit dabei und Manni Kreuz, Norbert Nigbur und Ebbe Sand. Nicht vergessen werden sollen Huub Stevens, Jiri Nemec und Aki Lütkebohmert. Die Erinnerungen an Ernst Kuzorra und Ötte Tibulski wurden extra, wie Mitinitiator Olivier Kruschinski erklärt, am Vereinsheim Bosch angebracht, weil das damals Treffpunkt beider war. Ernst Kuzorra ging dort gerne in die Kneipe, die einst Tibulski als Wirt erster Stunde gehörte. "Das ist dann auch Storytelling, das wir damit verbinden", so Olivier Kruschinski. Das Portrait von Berni Klodt sei am Schalker Markt 7, am Standort seiner früheren Stammkneipe, angebracht.
Doch nicht immer könne man sich die Plätze an den Fassaden aussuchen, führt Kruschinski aus, hängt es doch immer von Hausbesitzern ab, die ihre Fassade für diese Form der Fankultur zur Verfügung stellen. Und die seien teilweise gar nicht mehr so leicht aufzufinden, auch wenn man versucht habe, jeden einzelnen anzusprechen.
Genügend Erinnerungsplatten habe das Projekt Schalker Meile des Supporters Clubs bereits in der Warteschlange. Was fehlt sind die Fassadenplätze. Behängt worden seien bereits zehn verschiedene Objekte.
Angefangen hat die Aktion im Frühjahr 2016. Die ersten Portraits waren jene von Asamoah, Libuda, Abramczik, vor elf Monaten reihten sich Bernd Matzkowski, Willi Koslowski, Rudi Assauer, Martin Max, Rolf Rüssmann und Heiner Kördell ein.

Freie Fassaden werden immer gesucht

Von der Idee her habe das Projekt allerdings schon gut anderthalb Jahre früher begonnen, erinnert sich Kruschinski. Damals ließ man probeweise eine Betonplatte mit dem Konterfei von Rudi Assauer im Boden ein. Doch im Nachhinein hätte sich das als zu kompliziert herausgestellt, auch weil man zu viele Genehmigungen brauchte. Daher sei das Projekt variiert worden.
Die offizielle Einweihung erfolgt im Quartiersbüro, dazu werden dann entweder die Legenden selbst, so sie denn leben, oder vielleicht deren Nachkommen eingeladen und natürlich ehrenhalber auch die Hausbesitzer, denen man dadurch danken möchte. Kruschinski erhofft sich, dass, je bekannter der "Gehweg der Legenden" wird, mehr Hausbesitzer von sich aus auf das Schalker Projekt zugehen.
Der Kontakt: oli4@mythos1904.de
Das bürgerschaftliche Projekt steht im Übrigen jedem offen, der sich einbringen möchte.

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