Fotoausstellung in der Gladbecker Stadtbücherei bis zum 23. Februar
"Ich kann in meiner Kunst verschwinden!"

Die Ergebnisse des Fotoprojektes "Ich kann in meiner Kunst verschwinden" können noch bis zum 23. Februar in der Stadtbücherei besichtigt werden. Unser Foto zeigt die an dem Projekt beteiligten Mädchen gemeinsam (2. Reihe von links nach rechts) Lina Matzoll (Mädchenzentrum Gladbeck), Stephanie Assmann (LAG Kunst und Medien), Iris Wolf (Fotografin) sowie den beiden Mädchenzentrum-Mitarbeiterinnen Selin Metin und Elitsa Stoewa (Praktikantin im Mädchenzentrum).
  • Die Ergebnisse des Fotoprojektes "Ich kann in meiner Kunst verschwinden" können noch bis zum 23. Februar in der Stadtbücherei besichtigt werden. Unser Foto zeigt die an dem Projekt beteiligten Mädchen gemeinsam (2. Reihe von links nach rechts) Lina Matzoll (Mädchenzentrum Gladbeck), Stephanie Assmann (LAG Kunst und Medien), Iris Wolf (Fotografin) sowie den beiden Mädchenzentrum-Mitarbeiterinnen Selin Metin und Elitsa Stoewa (Praktikantin im Mädchenzentrum).
  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Uwe Rath

Gladbeck. "Ich kann in meiner Kunst verschwinden" lautete der Titel des Fotoprojektes, das im "Internationalen Mädchenzentrum Gladbeck" an der Boystraße in Brauck in Zusammenarbeit mit der "LAG Kunst und Medien" durchgeführt wurde.

Dank einer Sonderförderung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalens konnten die jungen Teilnehmerinnen gemeinsam mit der Fotografin Iris Wolf von "selfiegrafen.de" in die Welt der Fotografie eintauchen.

Die Gladbeckerinnen lernten in wöchentlichen Workshops internationale Künstlerinnen mit ihren Arbeiten und unterschiedlichen Lebensentwürfen kennen. An einem der Termine wurde auch ein gemeinsamer Ausflug in die "Galerie m" nach Bochum unternommen, in der die Mädchen die finnische Künstlerin Aino Kannisto kennenlernten und sich von deren inszenierten Bildern inspirieren lassen konnten. Schnell fiel den Mädchen auf, dass beim Betrachten der Bilder verschiedene Gefühle und Assoziationen in ihnen auftauchten. „So fühle ich mich wenn ich von der Schule nach Hause komme!" sagte die zehnjährige Layla spontan beim Betrachten eines der Bilder. Und ebenso spontan hatte sie auch eine Idee, wie sie dieses Gefühl in ihr eigenes inszeniertes Bild umsetzen kann.

Gemeinsam mit der Fotografin und der Projektmitarbeiterin des Internationalen Mädchenzentrums, Lina Matzoll, wurden die Themen und Ideen der Mädchen gesammelt, die in Bilder umgesetzt werden sollten. Die Mädchen arbeiteten an inszenierten Bildern, Polaroids und Collagen, standen vor und hinter der Kamera und entschieden gemeinsam, welche Bilder und Fotostories in der Ausstellung gezeigt werden sollten.

Am Projekt teilgenommen haben Mädchen ab zehn Jahren mit und ohne Fluchtgeschichte und unterschiedlichen Sprachkenntnissen. In dem genannten Alter spielen Identitätsentwicklung und Selbstfindung eine große Rolle. Selbstbestimmt und spielerisch konnten die Mädchen sich in Bildern mit diesen Fragen auseinandersetzen.

Sichtbar geworden sind vielfältige Lebenswelten, Interessen und Gefühle. Denn es gibt viele gesellschaftliche Bilder, denen junge Mädchen ausgesetzt sind. Insbesondere Mädchen mit einer Fluchtgeschichte sind auf der einen Seite mit vielen Zuschreibungen konfrontiert, finden auf der anderen Seite in der Öffentlichkeit wenig Repräsentanz und Vorbilder.

Dazu bot dieses Projekt ein Gegenbeispiel. Entstanden sind zweifelsohne viele bewegende und beeindruckende Bilder, auf die die jungen Künstlerinnen ebenso stolz sind wie die Projektmitarbeiterinnen.

Die Fotoausstellung kann noch bis zum 23. Februar während der üblichen Öffnungszeiten der Stadtbücherei an der Friedrich-Ebert-Straße besichtigt werden.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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