LINKE-Ratsherr Kruse: Kulturausschuss killt Kommunales Kino!

Die veraltete Analog-Technik hat auch im "Kommunalen Kino Gladbeck" bald ausgedient. Sehr zum Ärger des LINKEN-Ratsherrn Kruse hat der Kulturausschuss nun aber nicht den Kauf moderner Digitaltechnik beschlossen, sondern sich lediglich für Blue-Ray-Technik. Damit sei das Ende des "KoKi" eingeläutet, so Franz Kruse.
  • Die veraltete Analog-Technik hat auch im "Kommunalen Kino Gladbeck" bald ausgedient. Sehr zum Ärger des LINKEN-Ratsherrn Kruse hat der Kulturausschuss nun aber nicht den Kauf moderner Digitaltechnik beschlossen, sondern sich lediglich für Blue-Ray-Technik. Damit sei das Ende des "KoKi" eingeläutet, so Franz Kruse.
  • Foto: Rainer Sturm/pixelio.de
  • hochgeladen von Uwe Rath

Gladbeck. LINKE-Ratsherr Franz Kruse ist stocksauer - stocksauer auf die Mehrheit der Mitglieder des städtischen Kulturausschusses. Grund hierfür ist die Entscheidung, für das "Kommunale Kino" (KoKi) der Volkshochschule lediglich eine Modernisierung in Form von "Blue-Ray-Technik" ermöglichen zu wollen. "Nach den völlig verfehlten Beschlüssen des Kulturausschusses zum Denkmalschutz der Elisabeth-Kirche hat der Aussuschuss nun erneut voll daneben gegriffen," ereifert sich Kruse in einer Pressemitteilung. "Die Kulturbanausen aus dem Ausschuss machen damit ihrem ramponierten Ruf alle Ehre!"

Grund für die Kruse-Schelte ist die Tatsache, dass die analogen Filmrollen für die alten KoKi-Projektoren ausgedient haben. Ab dem Jahr 2015 liefern die Filmverleiher die Filme nur noch in digitaler Form. Also Bits und Bytes auf Festplatten, die gegen Gebühr ausgeliehen werden können. Um aber künftig auch aktuelle Filme im KoKi zeigen zu können, hätte man nach Meinung von LINKE-Ratsherr Kruse hochwertige Digitaltechnik installieren müssen, die, das gibt Kruse unumwunden zu, recht teuer sei.

"Mit der bewilligten einfach Blue-Ray-Technik kann das KoKi Filme erst dann zeigen, wenn sie überall schon gelaufen sind und danach für den Einsatz im heimischen Wohnzimmer im Handel als Blue-Ray-Disc oder DVD zu kaufen sind. Wer will das denn dann noch im KoKi sehen?" ereifert sich Kruse.

Nicht die Rettung, sondern das Ende

Nach der Meinung von Kruse stelle die Bejubelung des Kulturausschusses die Verhältnisse regelrecht auf den Kopf. Denn die Investition von 3.000 Euro zur Anschaffung von Blue-Ray-Technik bedeute nicht die Rettung des KoKi auf lange Sicht, sondern über Kurz oder Lang das Ende. Daher habe DIE LINKE ja auch beantragt, die hochwertigere Lösung für einen Preis um die 45.000 Euro zu beschließen. "Damit könnten künftig aktuelle digitale Festplattenfilme so schnell wie möglich gezeigt werden, anstatt erst dann, wenn sie im Supermarkt als Blue-Ray oder DVD verramscht werden," begründet Kruse den Antrag seiner Partei.

Aber eben diese Antrag hätten alle anderen Kulturausschussmitglieder abgelehnt und so praktisch das Ende des Kommunalen Kinos beschlossen, zeigt sich Kruse enttäuscht. "Aber vielleicht ist ja genau das gewollt, der erste Versuch wäre es nicht," orakelt der LINKE-Politiker abschließend.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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