DIE LINKE: XXL-Parkplätze auch in Gladbeck

Solche extrabreiten Parkplätze will DIE LINKE hinter dem Rathaus angelegt haben
  • Solche extrabreiten Parkplätze will DIE LINKE hinter dem Rathaus angelegt haben
  • hochgeladen von Ralf Michalowsky

Der Rat der Stadt Gladbeck hat vor einigen Monaten kostenloses Parken für umweltfreundliche PKW wie den Porsche Panamera Hybrid beschlossen, nun will DIE LINKE auch besonders breite Parkplätze für SUV in Gladbeck haben. Dazu hat die Ratsfraktion heute einen Antrag gestellt:

1. April 2014

Antrag nach §7 der Geschäftsordnung für den Rat der Stadt Gladbeck und seine Ausschüsse

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ulrich Roland,

ich bitte Sie, das Thema:

XXL-Parkplätze auch in Gladbeck
auf die Tagesordnung der nächsten Haupt- und Finanzausschusssitzung zu setzen.

Die PKW in Deutschland sind in den vergangenen Jahren immens gewachsen. Das macht sich nicht nur bei verengten Fahrstreifen in Baustellen, sondern vor allem beim Parken bemerkbar. Der durchschnittliche PKW wuchs zwischen 2000 und 2010 um 19 Zentimeter in der Länge, 15 Zentimeter in der Breite und 25 Zentimeter in die Höhe. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für Verkehrssystemtechnik der Westsächsischen Hochschule Zwickau und des Zentrums für Verkehr und Stadtbauwesen der Technischen Universität Braunschweig hervor. Der Untersuchung lagen die Maße der 2010 neu zugelassenen Fahrzeuge in Deutschland zugrunde. Als Ursache für das Wachstum der Autos haben die Forscher vornehmlich denn Trend zu SUV - Sport Utility Vehicle (Sport-Geräte Transporter) - ausgemacht. Aber auch Vans gibt es heute im Straßenbild mehr als vor zehn Jahren.

Das Größenwachstum hat Folgen. Zwar sind die Fahrbahnbreiten noch ausreichend, weil sie ohnehin für Lkw ausgelegt wurden. In Autobahnbaustellen sind die Fahrspuren aber oft so eng, dass viele moderne PKW gar nicht mehr überholen dürften. Auch die Parkplätze haben sich diesem Trend nicht angepasst, so dass die in den Parkplatz- und Garagenverordnungen angenommen Maße heute für viele Pkw zu klein sind. Immer öfter kommt es zu Ärger und Auseinandersetzungen auf Parkplätzen und in Parkhäusern und Tiefgaragen. Man hat nach langer Suche einen Parkplatz gefunden, bekommt aber die Tür nicht auf. Der Platz zwischen den seit Jahren immer breiteren Autos reicht nicht aus. Ein komfortables Parken ist heutzutage nur schwer möglich. Zerkratzte Türen und ramponierte Außenspiegel sind keine Seltenheit. Und wer sich wegen des fremden Eigentums in Acht nimmt, der verschmutzt im Zweifel an verstaubten Karossen seine eigene Garderobe. Die meisten SUV sind heute, selbst mit eingeklappten Außenspiegeln, über zwei Meter breit, mit ausgeklappten Außenspiegeln kommen noch einmal 15 bis 20 cm hinzu. Es ist also offensichtlich, dass die in NRW in der Verordnung über Bau und Betrieb von Sonderbauten geregelten Masse nicht mehr zeitgemäß sind.

Auch wenn in Parkhäusern und Tiefgaragen durch die tragende Konstruktion kaum Änderungen an der Parkraum-Aufteilung möglich sind, so lässt sich auf Parkflächen der Parkplatzzuschnitt einfacher ändern. So könnte der Parkraum hinter dem Rathaus geteilt werden. Eine Hälfte erhält eine bauliche Begrenzung der Zufahrt auf maximal 2 Meter Fahrzeugbreite, bleibt ansonsten aber unverändert. Die zweite Parkplatzhälfte wird in einen XXL-Parkplatz umgebaut, die Breite der Stellflächen soll mindestens 2,80 Meter betragen, damit auch aus 2,30 Metern breiten PKW ein komfortabler Ausstieg möglich ist. Die so geschaffenen XXL-Stellplätze sind natürlich für die SUV-Nutzer hochwertiger als herkömmliche Parkplätze. Neben dem höheren Komfort entfällt die Angst vor hässlichen Kratzern im heiligen Blech sowie die Wahrscheinlichkeit sich die Kleidung zu verschmutzen. Dieser Mehrwert sollte dann auch mit der doppelten Parkgebühr abgegolten werden. Eine unveröffentlichte Studie des ADAC zeigt auf, dass Käufer von SUV-Fahrzeugen nur über ein unterdurchschnittliches wirtschaftliches Verständnis verfügen, so dass der Großteil der SUV-Fahrer die größere Parkfläche zum doppelten Preis als ein gutes Angebot betrachten wird.

Auch für die sonst von der Parkgebühr befreiten, besonders effizienten großen Kisten, wie z. B. der Porsche Panamera Hybrid mit einem vom Hersteller angegebenen CO2-Ausstoß von 72 g/km (ca. 3 L/100km), gibt es eine Lösung für die kostenlose Parkplatznutzung. Besitzer von über 2 Meter breiten, besonders effizienten Fahrzeugen können zwei Plaketten erhalten, je eine für jede Fahrzeughälfte.

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt die Einrichtung eines XXL-Parkplatzes auf der Parkfläche hinter dem Rathaus zu prüfen.

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