Windkraft soll auch Gladbeck "beflügeln"

In Billerbeck informierte sich die Gladbecker SPD-Ratsfraktion über die derzeit modernsten Windkraftanlagen. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass eine Anlage dieser Art wohl schon bald bei Ellinghorst errichtet wird.        Fotos: Braczko
  • In Billerbeck informierte sich die Gladbecker SPD-Ratsfraktion über die derzeit modernsten Windkraftanlagen. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass eine Anlage dieser Art wohl schon bald bei Ellinghorst errichtet wird. Fotos: Braczko
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Gladbeck. Bei einer auswärtigen Fraktionssitzung in Billerbeck informierte sich die Gladbecker SPD-Ratsfraktion jetzt über die moderne und größere Windenergieanlage (WEA) vom Typ Enercon, die im nächsten Jahr die bisher einzige Gladbecker WEA in Ellinghorst (Standort Bottroper-/Hornstraße) ersetzen soll.

„Die alte Windenergieanlage hat mittlerweile 15 Jahre gute Dienste geleistet. Die neue WEA ist von der Technik zwar ähnlich aber doch anders und bietet viele Vorteile“, so der Gladbecker Klaus Schulze-Langenhorst von der Firma „SL-Windenergie GmbH“, die in Billerbeck bereits eine Anlage gleichen Typs betreibt. Schulze-Langenhorst weiter: „Die größere und modernere WEA soll etwa 350 Meter weiter nördlich im freien Feld mit einer deutlich höheren Entfernung zur Wohnbebauung in Ellinghorst errichtet werden. Das bringt den Vorteil, dass die „Schallbelastung“ durch die neue WEA, soweit man sie in diesem durch die Autobahn stark vorbelasteten Gebiet überhaupt wahrnimmt, deutlich sinkt. Auch ein etwaiger Schattenwurf  entfällt komplett bzw. wir stark reduziert.“

„Könnt ihr etwas hören? so der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion und Landtagsabgeordnete Michael Hübner zu seinen Fraktionskollegen. Die einhellige Antwort: „Nein!“ Dass diese moderne Anlage nicht beziehungsweise kaum hörbar ist, davon konnte sich die SPD- Ratsfraktion in Billerbeck überzeugen. Michael Hübner weiter: „Das so erfolgreiche Gladbecker Bürgerenergieprojekt (Solar) von Sparkasse und SL Bürgerenergie zeigt, dass die erneuerbaren Energien in der Gladbecker Bevölkerung eine hohe Akzeptanz genießen und auch regionalwirtschaftlich für Gladbecks Zukunft von großer Bedeutung sein werden.“

Ebenso sprach sich die SPD-Ratsfraktion einhellig für eine Fortsetzung dieses erfolgreichen Bürgerbeteiligungsmodells für die Windenergienutzung aus. Klaus Schulze-Langenhorst machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass genau dies die Zielrichtung ist: „Auch die Nutzung der Windkraft mittels der neu zu errichtenden Anlage wird in das Bürgerenergieprojekt Gladbeck eingebracht!“  
Im Kampf gegen den Klimawandel hat sich die rot-grüne Landesregierung, beflügelt durch die Jahrzehnte lang erkämpfte, und die durch das verehrende Erdbeben in Japan herbeigeführte  Energiewende, das Ziel gesetzt, den Einsatz von erneuerbaren Energien zu fördern. Sie will den CO2-Ausstoß in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahre 2020 um 25 Prozent reduzieren. Dabei kommt der Windenergie zentrale Bedeutung zu.

Da Nordrhein-Westfalen als „guter Windenergiestandort“ eingestuft wird, soll der Anteil der Windenergie landesweit von heute 3 Prozent an der Stromerzeugung auf mindestens 15 Prozent im Jahre 2020 ausgebaut werden.
Beim Blick auf diese Ziele kann sich Michael Hübner einen „Seitenhieb“ in Richtung der politischen Gegner nicht verkneifen: „Die abgewählte schwarz-gelbe Landesregierung hat in ihrer Amtszeit alles versucht, um den weiteren Ausbau der Windenergie zu behindern. Eine ihrer ersten Amtshandlungen war der Windkrafterlass vom Oktober 2005. Die Ergebnisse sind eindeutig: Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Jahren seine Spitzenstellung unter den Binnenländern in Deutschland verloren. Nordrhein-Westfalen liegt nun bei der Nennleistung der Anlagen unterhalb des Bundesdurchschnitts. Doch auch für Gladbeck gilt: Re-Powering - Weniger Anlagen - Höhere Leistungen“.

Und Hübner weist auf den neuen Windkrafterlass hin, den das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen vorgelegt hat. „Damit soll der Ausbau der Windenergie gefördert und eine gesellschaftlich verträgliche Anwendung bewirkt werden,“ so Michael Hübner. „Die wesentlichen Punkte sind: die pauschalen Abstands- und Höhenbegrenzungen für neue Windräder entfallen, dadurch sollen alte Anlagen durch neue und leistungsfähigere ersetzt werden.“

Und eben auch die neue Anlage in Ellinghorst gehört auch zu diesem REPOWERING- Programm.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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