Elfi Kaminski: Krebs-OP gut überstanden

Geht weiterhin ihren Weg: Elfi Kaminski nimmt nun die Chemotherapie in Angriff.
  • Geht weiterhin ihren Weg: Elfi Kaminski nimmt nun die Chemotherapie in Angriff.
  • hochgeladen von Annette Robenek

„Im Moment fühle ich mich gut.“ Zwei Wochen nach ihrer Krebs-Operation, bei der Elfi Kaminski die rechte Brust abgenommen wurde, ist die Gladbeckerin wieder zu uns in die STADTSPIEGEL-Redaktion gekommen, um über die Entwicklung ihrer Krankheit zu berichten.

„Meine Operation ist gut verlaufen, fünf Tage war ich danach noch im Krankenhaus. Der Tumor wurde vollständig entfernt, das Kranke ist weg, jetzt bin ich frei“, lächelt sie. Auch ihre Ärzte im ev. Krankenhaus in Gelsenkirchen sind zufrieden, bescheinigen Elfi Kaminski 80-prozentige Heilungschancen. Und das ist eine gute Nachricht, denn der Tumor war zwar klein, aber höchst aggressiv. Und vor allem an derselben Stelle aufgetreten, an der sie vor 23 Jahren schon einmal erkrankt war.

Der erste Blick

Tapfer ist Elfi Kaminski weiterhin, denn den ersten Schritt auf ihrem Weg zur Gesundung ist sie bereits gegangen. Und das war ein schwerer, denn „der erste Blick nach der Operation in den Spiegel war absoluter Horror. Das war schon sehr schlimm, da sind viele Tränen geflossen“, gibt sie zu. Und natürlich schmerzt auch die 20 Zentimeter lange Narbe.

Doch Elfi Kaminski wäre nicht die Frau, die sie ist, wenn sie sich nicht aus diesem Tief wieder herausgeholt hätte. „Ich habe mich als Mensch nicht verändert, nur mein Körper - da stehe ich drüber.“

Chemotherapie

Aber auch vor der anstehenden Chemotherapie hat sie gewaltigen Respekt. „16 Behandlungen über ein halbes Jahr stehen mir jetzt bevor. In der nächsten Woche wird ein Port gelegt, ein paar Tage danach geht die Chemo los.“ Die zu erwartenden Nebenwirkungen machen ihr schon sehr zu schaffen - der Haarausfall, die Übelkeit und die Schwindelgefühle.

Friseurtermin

Aber auch diesen Schwierigkeiten wird sie sich in gewohnter Manier stellen. „Ich hatte schon einen Termin beim Friseur wegen meiner Perücke. Denn wenn mir die ersten Haare ausfallen, lasse ich mir den Kopf rasieren“, hat sie sich bereits entschlossen.

Hat sie das nächste halbe Jahr gut überstanden, steht eine Reha an. Und auch eine neue Brust, wobei der Aufbau schwieriger ist, als von ihr im Vorfeld angenommen.

„Die Kobaltbestrahlungen meiner ersten Krebsbehandlung haben die Hautzellen zerstört, somit kommt kein Silikonersatz in Frage. Es muss eine Behandlung mit Eigenfett erfolgen, was weitaus schwieriger ist und insgesamt wohl drei Operationen nötig macht.“

Aber auch diese Schwierigkeiten ist sie bereit zu meistern, denn „wenn ich völlig gesund bin, dann kommt auch die Eitelkeit wieder.“

Ein dickes Dankeschön

Sehr gefreut hat sie sich über die vielen positiven Rückmeldungen auf unseren ersten Artikel. Und auch über die Hilfe, die ihr von vielen Menschen angeboten wird. „Ein ganz dickes Dankeschön dafür!‘

Ein Dank geht auch an die Ärzte und das Personal im ev. Krankenhaus, die sie in ihrer schweren Zeit begleiten. „Ich fühle mich dort sehr wohl, kann jederzeit anrufen, wenn etwas ist.“ Auch die Angebote für die betroffenen Frauen - Gesprächsrunden, Schminktipps oder gemeinsames Frühstück - weiß sie zu schätzen.

In einigen Wochen will sich die mutige Frau wieder bei uns melden und uns wieder an ihrem Leben teilhaben lassen. Bis dahin wünschen wir Elfi Kaminksi weiterhin alles Gute, vor allem für die nicht leichte Zeit der Chemotherapie.

Autor:

Annette Robenek aus Gladbeck

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