Neuerliche Graffiti-Aktion in der Gladbecker Innenstadt
"Mütter des Grundgesetzes" dienen als Graffiti-Motiv

Müzeyyen Dreessen, Dietmar Drosdzol, Bärbel Neumann und Kathrin Wischnewski (von links nach rechts) freuen sich über das neue Stromkasten-Graffiti am Stromkasten vor dem Haus Horster Straße 18. Für die künstlerische Gestaltung war auch dieses Mal wieder der heimische Graffiti-Künstler Maurizio Bet (2. von links) zuständig.
  • Müzeyyen Dreessen, Dietmar Drosdzol, Bärbel Neumann und Kathrin Wischnewski (von links nach rechts) freuen sich über das neue Stromkasten-Graffiti am Stromkasten vor dem Haus Horster Straße 18. Für die künstlerische Gestaltung war auch dieses Mal wieder der heimische Graffiti-Künstler Maurizio Bet (2. von links) zuständig.
  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Uwe Rath

In die nächste Runde ging jetzt die künstlerische Gestaltung von Stromkästen im Bereich der Gladbecker Innenstadt und dieses Mal war es die "Frauen Union" (FU) der CDU, die die jüngste Aktion sponserte.

Eigentlch sollte die Aktion bereits Bestandteil der Aktivitäten zum "Internationalen Frauentag 2020" sein, doch aufgrund der Corona-Krise wurde eine Verschiebung erforderlich. Und Corona sorgte auch dafür, dass jetzt eine Reihe von Auflagen erfüllt werden mussten. So war die Anwesenheit vieler Personen nicht erlaubt, es gab keinen Info-Tisch und den Passanten durften - wie sonst üblich - auch weder Kaffee noch Gebäck angeboten werden.

So war es Bärbel Neumann, Müzeyyen Dreessen und Kathrin Wischnewski als Vertreterinnen der "FU" vorbehalten, die Aktion, natürlich aus gebotener Distanz, zu begleiten. Aber auch der Bürgermeisterkandidat und Parteivorsitzender Dietmar Drosdzol schaute kurz vorbei.

Auf der Horster Straße ('Höhe Nummer 18) wurden nun gleich mehrere Stromkästen mit den „Müttern des Grundgesetzes“ als Motiv geziert. In Szene gesetzt vom heimischen Graffiti Künstler Maurizio Bet und dessen Freundin. Denn am 23. Mai 1949, vor 71 Jahren, stimmte die Mehrheit des Parlamentarischen Rates in Deutschland dem Entwurf des Grundgesetzes zu. Unter den 65 Abgeordneten, die an der Verfassung arbeiteten, waren vier Frauen. Die vier Politikerinnen Friederike Nadig und Elisabeth Selbert (beide SPD), Helene Weber (CDU) sowie Helene Wessel (Zentrums-Partei) pochten vor über 70 Jahren aber mit Nachdruck darauf, den Passus „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ in den Verfassungsentwurf für die Bundesrepublik Deutschland aufzunehmen. Unter dem Druck der Öffentlichkeit – zehntausende Deutsche hatten entsprechende Petitionen für die Gleichberechtigung unterschrieben – beugten sich die „Väter“ des Grundgesetzes der Forderung. So kam es, dass die Formulierung in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes verankert wurde. Damit gehört die Gleichberechtigung von Mann und Frau bis heute zu den wesentlichen Grundsätzen der Bundesrepublik Deutschland. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen von zwei Weltkriegen und zwölf Jahren Nationalsozialismus setzten sich die Väter und Mütter des Grundgesetzes zum Ziel, der neuen Bundesrepublik eine Verfassung zu geben, deren Dreh- und Angelpunkt die Würde jedes Einzelnen ist.

„Nach wie vor gilt es, sich für diese demokratischen Werte des Grundgesetzes einzusetzen und sie zu verteidigen, aber wir möchten mit der Gestaltung der Kästen mit den Konterfei der Mütter des Grundgesetzes auch hervorheben, wie wichtig Frauen in der Politik sind,“ so die Damen der "Frauen Union Gladbeck".

Auch die zweite Seite der Stromkästen wurden mit einem Motiv bedacht. Zu sehen ist hier das Parlamentsgebäude in der Bundeshauptstadt Berlin.

Werner Hülsermann von der Siedlergemeinschaft Rentfort und Müzeyyen Dreessen haben auch diese neuerliche Graffiti-Aktion initiiert. Das Duo hat sich vorgenommen, möglichst alle Stromkästen in der Innenstadt künstlerisch gestalten zu lassen. Dafür befinden man sich stets auf der Suche nach Sponsoren, was im jüngsten Fall also wieder nachweislich gelungen ist. Und es gibt bereits konkrete Pläne für die künstlerische Gestaltung weierer Stromkästen.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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