Wirtschaft vor Ort: In Hattingen läuft es prima

Martin Serres von der Wirtschaftsförderung blickt optimistisch in das neue Jahr. Auch im Jahr 2012 sei Hattingen gut aufgestellt gewesen. Foto:Pielorz
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Hattingen ist gut aufgestellt. Diese Überzeugung vertritt Hattingens Wirtschaftsförderer Martin Serres. Und beim Blick in die Geschichte bestätigt sich das eindrucksvoll.

Gewerbe, Einzelhandel, Wohnen – in Hattingen verbindet sich das zu einem überzeugenden Ganzen. „Die Stadt bietet in allen Bereichen Potenzial. Hier heißt es nicht entweder-oder, hier heißt es: Ohne wenn und aber“, sagt Martin Serres. Und führt gleich Beispiele an, wie positiv sich Hattingen entwickelt hat. „1987 hat der Vorstand der Thyssen AG das Ausblasen der Hochöfen angekündigt und damit den Abbau von 3000 Arbeitsplätzen auf der Hütte verbunden. Im Frühjahr 1988 lag die Arbeitslosenquote bei 16.8 Prozent. Heute liegt sie bei 7,8 Prozent. Und von der sterbenden Stadt mit hoher Arbeitslosigkeit spricht niemand mehr.“
Allein in diesem Jahr sei es Stadt und Wirtschaftsförderung gelungen, 20.000 Quadratmeter Gewerbeflächen im Gewerbepark zu veräußern. Gut sei die Nachfrage für kleine und mittlere Unternehmen. So gut, dass man gar nicht alle Anfragen habe positiv bedienen können. „Der Strukturwandel läuft gut und wir tun viel dafür, dass das so bleibt. Allein auf dem Gelände der Henrichshütte und ihres Parkplatzes am Büchsenschütz beschäftigen heute mehr 120 Unternehmen annähernd 2500 Mitarbeiter. Seit Jahren weist Hattingen einen deutlich positiven Gründungssaldo auf. Mehr als 3200 Gewerbebetriebe sind in Hattingen gemeldet.“
Neben dem produzierenden Gewerbe hat sich Hattingen im Laufe der Jahre zum Dienstleistungsstandort mit Fertigungskompetenz entwickelt. 4000 abhängig Beschäftigte sind im Gesundheitsbereich beschäftigt, 2900 davon Vollzeit. Und die Selbständigen kommen noch dazu!
„Unter dem Label ‚med in hattingen‘ bündelt die Stadt ihre Kompetenzen im Bereich der Gesundheitsversorgung und -vorsorge. Mit spitzenmedizinischen Angeboten wie der Neurochirurgischen Rehabilitationsklinik Holthausen, der Abteilung für Naturheilkunde in der Klinik Blankenstein und der indischen und Ayurveda-Medizin im Krankenhaus Hattingen sowie einem überdurchschnittlichen Angebot an stationären und ambulanten Einrichtungen hat Hattingen viel zu bieten“. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Wirtschaftsförderung die maßvolle Entwicklung weiterer Gewerbeflächen verfolgt. Dabei geht es um ergänzende Flächen in Holthausen, aber auch um die Revitalisierung des ehemaligen Zentrallagers von Rewe an der Eickener Straße. Hier arbeitet man an mehr städtischem Einfluss, um das Projekt, immerhin 57.000 Quadratmeter, anzuschieben.
Auch in der Innenstadt gebe es noch Entwicklungsflächen: zum Beispiel das Areal des noch immer im Bundeseigentum stehenden Bunkers und des angrenzenden ehemaligen Busbahnhofes. „Unser Rahmenplan Innenstadt schlägt hier Dienstleistungs- oder Hotelnutzungen vor. Letzteres ist aber für Hattingen an dieser Stelle nicht realisierbar.“
In etwa drei Jahren, so schätzt Serres, sei die noch vorhandene Fläche im Gewerbe- und Landschaftpark verbraucht. Er setzt allerdings auf die Entwicklung eigener Flächen. „Interkommunale Flächenentwicklung für großflächige Unternehmen ergänzen die örtlichen Angebote, sie ersetzen sie nicht. Wir setzen hauptsächlich auf kleine und mittlere Unternehmen am Ort, um die Bereiche Arbeit, Wohnen, Einkaufen und Bildung miteinander in einer Stadt verbinden zu können.“
Für 2013 sieht Serres auch die Innenstadt bestens aufgestellt. „Durch die Eröffnung von Kaufland werden wir einen Schub bekommen und verfestigte Leerstände sind nicht zu verzeichnen. Für Hattingen ist einfach sehr positiv, dass das ehemalige Hertie-Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt werden kann und keine Brache wird wie in anderen Städten.“
Hattingen sei für 2013 und die folgenden Jahre bestens aufgestellt. „Hattingen kann sich nicht zukunftsfähig machen, in dem es Anderen nacheifert. Wir müssen uns der eigenen Potentiale besinnen und sie zielgerichtet weiter entwickeln. Ich sehe uns dort auf einem guten Weg.“

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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