Tricksereien mit Arbeitsmarktdaten – Jobwunder ist nur Teilzeitwunder

Am 16.09.2016 veröffentlichte die Saarbrücker Zeitung einen Beitrag zur Arbeitsmarktentwicklung.

Unter dem Titel „Jobwunder ist nur Teilzeitwunder - 4,7 Millionen Vollzeitstellen weniger als vor 25 Jahren“ reflektierte Stefan Vetter Resultate einer Nachfrage der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Linken, Sabine Zimmermann.

Rückfragen auf Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hatten gezeigt, dass in den Jahren 1991-2016 etwa 4,7 Millionen Vollzeitstellen abgebaut wurden. Die Zahl der Teilzeit/Minijobs dagegen stieg im gleichen Zeitraum drastisch von 6,3 auf gut 15 Millionen.

Während also das Arbeitsministerium von A.Nahles einen anhaltenden Beschäftigungsboom suggeriert, stellt Sabine Zimmermann sachlich fest: „Teilzeitstellen reichen meist nicht zum Leben. Wer heute nur in Teilzeit arbeitet muss morgen Altersarmut fürchten“.

Diese Erkenntnis hat in den letzten Wochen auch viele Mitarbeiter der Deutschen Bank, bei VW, der Telekom und Kaisers/Tengelmann - um nur einige zu nennen - erreicht.

„Parallel dazu ist das Arbeitsvolumen, also die Gesamtsumme der von den Voll- und Teilzeitbeschäftigten geleisteten Arbeitsstunden zwischen 1991 und 2015 von 51,8 Milliarden auf 49,7 Stunden zurückgegangen.“

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