Großbrand in Bönen: Landrat dankt den Einsatzkräften

Großeinsatz der Feuerwehren aus dem Kreis Unna in Bönen. Fotos: Jörg Prochnow
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  • Großeinsatz der Feuerwehren aus dem Kreis Unna in Bönen. Fotos: Jörg Prochnow
  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Um 9.15 Uhr am Samstagmorgen gingen die Sirenen der Feuerwehr in Bönen. Schon kurz darauf waren Wehren aus dem ganzen Kreis Unna mit fast 200 Helfern im Einsatz: Der Großbrand auf dem Recyclinghof der GWA in der Industriestraße erwies sich als ein langer Kampf über zwei Tage.

Zunächst wurde die Bevölkerung rund um das Einsatzgebiet angehalten, Fenster und Türen zu schließen, um sich vor den dichten Rauchwolken zu schützen, die von Bönen, nach Unna und sogar bis nach Kamen zogen. Am Samstagnachmittag wurden sogar Luftmessungen in Castrop Rauxel durchgeführt.
Die Flammen hatten auf dem Wertstoffgelände der GWA fünf Lagerhallen komplett vernichtet. Auch eine angrenzende Firma lief Gefahr, vom Feuer gefangen zu werden.

Der aufkommende Ostwind begünstigte Entwicklung der Flammen 

Ausgelöst wurde der Brand wohl durch leicht entzündbares Material, das durch Sonneneinstrahlung entflammen konnte.
Für die Wehren aus ganz Westfalen wurde es ein Dauereinsatz über zwei Tage. Mit rund 10.000 Liter Löschwasser pro Minute musste der Brand zum Schluss in Schach gehalten werden, bis er endlich am Sonntagmittag größtenteils bezwungen  war. Zehn Feuerwehrleute sollen sich während ihres Einsatzes leicht verletzt haben.
Und da sich der Unglücksort in Nähe der Autobahn befand, mussten Teile der A2 (zwischen Kamener Kreuz und Bönen, in beiden Richtungen) aufgrund der starken Rauchwolken gesperrt werden (siehe Beitrag hier).
Landrat Michael Makiolla versicherte, dass es sich bei der Autobahnsperrung um eine reine Sicherheitsmaßnahme gehandelt habe. Er hatte aufgrund der aktuellen Lage kurzfristig eine Pressekonferenz einberufen. Dort verkündete er, dass es sich bei diesem Brand um den schwersten seit Jahren handeln würde. Den Einsatzkräften gilt sein besonderer Dank. 
Samstagnachmittag gegen 17 Uhr konnte die Feuerwehr Entwarnung bezüglich der Rauchwolke geben. Von ihr ging keine Gesundheitsgefährdung aus. 
Der Einsatz dauerte trotzdem die ganze Nacht über an. Es kam Hilfe der Wehren aus den benachbarten Kreisen, um die Kollegen abzulösen. Bis Sonntagmittag war die Feuerwehr mit den Löscharbeiten beschäftigt. Die Abschlussmeldung erfolgte am Montag gegen 17 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt waren auch die letzten Brandherde endlich gelöscht.
Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro beziffert. Näheres müssen Gutachter in dieser Woche bestimmen. Die Mitarbeiter der Wertstoffaufbereitungsanlage haben jetzt gezwungenermaßen erst mal frei, bis der Hof wieder aufgebaut ist.

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