"Kleiner Waffenschein": Bürger im Kreis Kleve rüsten massiv auf

Und – könnten Sie unterscheiden, welche von den beiden abgebildeten Waffen „echt“ ist? Polizisten haben unter Umständen nur Bruchteile von Sekunden Zeit dafür. Die Lösung: Die aktuelle Dienstwaffe der Polizei befindet sich rechts im Bild, links ist eine „harmlose“ Softair-Waffe zu sehen. Rein äußerlich sind sie auf den ersten Blick und in Sekundenschnelle auch von Experten nicht zu unterscheiden.
  • Und – könnten Sie unterscheiden, welche von den beiden abgebildeten Waffen „echt“ ist? Polizisten haben unter Umständen nur Bruchteile von Sekunden Zeit dafür. Die Lösung: Die aktuelle Dienstwaffe der Polizei befindet sich rechts im Bild, links ist eine „harmlose“ Softair-Waffe zu sehen. Rein äußerlich sind sie auf den ersten Blick und in Sekundenschnelle auch von Experten nicht zu unterscheiden.
  • Foto: GdP
  • hochgeladen von Klaus Schürmanns

Immer mehr Bürger im Kreis Kleve wollen sich mit Schreckschuss- und Gaspistolen ausrüsten. Das geht aus der Statistik der Kreispolizeibehörde Kleve hervor.

Im Jahr 2016 haben so viele Bürger wie niemals zuvor den "Kleinen Waffenschein" beantragt. Im vergangenen Jahr (Stichtag 31. Dezember 2016) besaßen insgesamt 2205 Bürger die Erlaubnis zum Tragen der täuschend echt aussehenden Pistolen. Zum Vergleich: 2015 waren es 1039, im Jahr 2014 sogar nur 900.
Die Silvesternacht 2016 in Köln mit sexuellen Übergriffen auf Frauen vor dem Kölner Hauptbahnhof hat also möglicherweise auch im Kreis Kleve Spuren hinterlassen. Der "Kleine Waffenschein" erlaubt das verdeckte Führen von Schreckschusswaffen, Reizstoffwaffen oder Signalwaffen auch außerhalb der Wohnung. Dass sich die Bürger eine Waffe zulegen, um sich im Falle eines Angriffs selbst zu verteidigen, bereitet der Polizei Sorge. "In einer Notsituation kann es passieren, dass sich der Angreifer von der Waffe bedroht fühlt. Dann kann die Situation eskalieren", warnt Polizeisprecher Michael Ermers. Heißt: Schlimmstensfalls bringt sich der Angreifer selbst in den Besitz der Waffe und setzt diese gegen sein potentielles Opfer ein.
Auch die Polizei kann übrigens im Falle einer Kontrolle häufig nicht sofort erkennen, um was für eine Waffe es sich handelt. Und geht im Ernstfall sicherheitshalber von einer scharfen Schusswaffe aus.

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