Mala zaubert ein Lächeln auf Kindergesichter

Labrador "Mala" wurde auf Herz und Nieren geprüft.
  • Labrador "Mala" wurde auf Herz und Nieren geprüft.
  • Foto: FZ Morgenstern
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Das Familienzentrum Morgenstern geht in der pädagogischen Arbeit neue Wege: Die etwa zwei Jahre alte Labradorhündin Mala kommt seit der elften Woche täglich gemeinsam mit ihrem Frauchen Sabrina Tripp in das Familienzentrum Morgenstern auf der Rolandstraße 33, 47533 Kleve. Mala hat ihre Ausbildung als Therapiehündin, die einen theoretischen, praktischen Teil und einen Wesenstest beinhaltet, erfolgreich abgeschlossen. Inzwischen ist sie zu einem festen Bestandteil für das Team der Einrichtung geworden und die Erzieherinnen und Erzieher der Einrichtung können von vielen positiven Effekten ihrer Arbeit mit Mala berichten. Die Hündin hat besondere Fähigkeiten, für die sie so mancher Zweibeiner beneidet: Dort wo Mala ist, sind die Kinder konzentriert und fokussiert. Mala kann gut mit Kindern und die Kinder des Familienzentrums Morgenstern lieben sie. Egal ob die Kinder unruhig sind oder Sprachschwierigkeiten haben, Mala hat keine Vorurteile und nimmt jedes Kind an so wie es ist. „Unser erstes Ziel ist es, Kindern ihre Ängste bei dem Umgang mit Tieren zu nehmen, sie zu motivieren und ihr Selbstvertrauen zu stärken.“ so Tripp „Mala zaubert auf ganz magische Weise ein Lächeln in das Gesicht der Kinder. Sie dient als Kopfkissen zum Kuscheln, fördert die Wahrnehmung, hilft zu motivieren und vieles mehr.“
Die tiergestützte Pädagogik fördert bei vielen Kindern nicht nur die soziale Entwicklung, sondern auch die sprachliche und feinmotorische. Die Kinder lernen durch das Sprechen und Spielen mit dem Tier. Kinder, die Probleme haben sich jemandem zu öffnen, auf jemanden zuzugehen, öffnen sich aber gegenüber einem Vierbeiner.
Beim Morgenkreis ist Mala stets dabei - mal in der Mitte - mal am Rand. Die Kinder üben sich in Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“. Dabei ist es wichtig, deutlich zu sprechen. Sonst versteht Mala den Befehl nicht. Auch müssen die Kinder sich absprechen und geduldig warten bis sie an der Reihe sind. Das fördert die Konzentration und die sozialen Kompetenzen in der Gruppe.Wichtig ist außerdem, dass die Kinder die Signale und Sprache des Hundes zu verstehen lernen. Sie lernen, wenn Mala sich in ihr Körbchen zurückziehen möchte, um sich auszuruhen. Dort darf sie keiner stören. Wie zeigt Mala es, wenn sie fröhlich ist, wie macht sie sich bemerkbar, wenn es Zeit wird zum Gassi gehen? Wann möchte sie spielen? Wie zeigt sie es, wenn sie Angst hat?

Kinder, die zunächst Angst vor dem Hund haben, können in der Gruppe nach und nach an das Tier herangeführt werden. Nach einer gewissen Zeit und viel Beobachtung fällt es ihnen leichter, Mala zu streicheln oder sich ein Leckerli aus der Hand fressen zu lassen. "Selbstverständlich respektiven wir, dass Kinder und auch Eltern, denen es ein Unbehagen bereitet, nicht mit der Hündin in Berührung kommen wollen und setzen dies in unserer Arbeit um" so Renate Heeks, Leiterin des Familienzentrums Morgenstern, "bisher hat die liebevolle und ruhigen Art der Hündin allerdings alle Eltern überzeugt." ergänzt sie weiter.
So kann sie berichten, dass schon manch eine Mutter über ihren Schatten gesprungen ist und Mala – trotz großem Respekt – gestreichelt hat.
"Wichtige Grundvoraussetzung war für uns das Wesen des Hundes" sagt Jan Traeder vom Fachbereich Jugend und Familie der Stadt Kleve. "Labradore gelten als freundlich, kinderlieb, geduldig und anpassungsfähig. Während der Ausbildung wurde die Hündin Mala auf Herz und Nieren geprüft und hat die entsprechenden Wesenstests bestanden. So konnten wir grünes Licht für den Einsatz geben."
Derzeit befindet sich das Konzept der tiergestützten Pädagogik in einer Pilotphase. "Sollte es sich bewähren, werden wir über die langfristige Perspektive beraten" stellt Traeder in Aussicht.Ein Monatsgehalt bekommt Mala für ihren Einsatz übrigens nicht, dafür aber andere Belohnungen und viele Kinder, die sie von Herzen lieben.

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