Tanzen für Anatuya

Marlene und Lorenz Hermsen werden in Kleve wieder Tango-Workshops geben. Damit unterstützt das Paar die „Aktion Anatuya“. | Foto: Werner Stalder
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Er war vier Mal in Argentinien - und wird im Herbst 2012 zum fünften Mal ins südamerikanische Land reisen. Land und Leute nehmen einen wichtigen Platz im Leben von Werner Stalder ein.
Seit vielen Jahren hilft er den Menschen im argentinischen Anatyua gemeinsam mit seiner Ehefrau Elisabeth - nicht nur das Brunnenbauprojekt der letzten Jahre wird von vielen Menschen im Kleverland tatkräftig unterstützt.
Immer wieder gibt es neue Ideen, immer wieder werden Aktionen umgesetzt. Das bringt Geld in die Kasse - und neue Brunnen nach Argentinien. Der Brunnenbau ist nötig, weil der Boden in der besagten Region um Anatyua von Natur aus Salpeter- und Arsen verseucht ist. „Wir wollen helfen, wissen, dass die Menschen dort kein sauberes Wasser haben“, so Werner Stalder.
Von dieser Aktion erfuhr auch das Ehepaar Marlene und Lorenz Hermsen. „Sie riefen an - und boten der Aktion Anatuya die Ausrichtung von Benefiz-Workshops an. Das Ehepaar tanzt Tango auf sehr hohem Niveau - die Freude am Tanz wollten sie den Workshop-Teilnehmern vermitteln“, sagt Werner Stalder.
Das Ehepaar Hermsen entdeckte schon 1984 das Tanzen für sich. „Ab 1989 gingen sie im Turniertanz aufs Parkett, tanzten Standardtänze und stiegen in die höchste Klasse auf“, weiß Stalder. Elf Jahre später, im Jahre 2000, kamen sie mit dem Tango Argentino in Berührung, lernten bei vielen in- und ausländischen Lehrern. Klar, dass Werner Stalder vom Workshop-Angebot des Ehepaares begeistert war und ist.
Er erzählt von der Tanztradition in Argentinien, die er selbst schon hautnah miterleben durfte. „Zur Gaudi der Kinder hab‘ ich versucht zu steppen“, lacht der Mann aus Nütterden. „Typisch für das Land sind der Fußball und das Tanzen.“ Während der Besuche in Argentinien sei er immer wieder überrascht worden - mit dem Chacarera, dem Volkstanz der Argentinier. Werner Stalder gibt einen Einblick in dessen Geschichte: Der Ursprung des Tanzes sei in der Provinz Santiago des Estero anzusiedeln, typisch seien die verschiedenen Elemente des Tanzes wie Fingerschnippen und Steppen des Mannes, während die Frauen ihre Röcke schwingen. Nein, er selbst habe bisher noch keine Gelegenheit gehabt, einen professionellen Tangosalon zu besuchen.
Ganz egal, ob Single oder Paare - zum Workshop ist jeder willkommen. Termine sind am Dienstag, 27. September, von 19 bis 21 Uhr, Wasserburg Rindern, und am Dienstag, 20. September, von 19 bis 21 Uhr im Kolpinghaus Kleve. Werner Stalder wird dann die Aktion Anatuya vorstellen und die Frage beantworten, warum der Brunnenbau so wichtig ist.
„Dann gibt es den Brückenschlag zum Tango Argentino, ich werde auch auf das Tangoverbot von Pius X. eingehen. Danach beginnt der Tanzworkshop“, freut sich Werner Stalder auf den kommenden Monat. Grundschritte und Bewegungsabläufe werden gezeigt und geübt. Zum Schluss werden zwei Tangos zum Zusehen präsentiert. Die Teilnehmerzahl ist pro Workshop auf 30 begrenzt. Anmeldungen werden unter 02821/73 21 724, Wasserburg Rindern, oder Tel. 02821/1 78 99, Kolpinghaus, entgegengenommen.

Marlene und Lorenz Hermsen werden in Kleve wieder Tango-Workshops geben. Damit unterstützt das Paar die „Aktion Anatuya“. | Foto: Werner Stalder
Chacarera - den argentinischen Volkstanz beherrschen schon die Kleinsten. | Foto: Werner Stalder
Autor:

Annette Henseler aus Kleve

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