Heinzelmännchen in Lünen an der Baustelle Persiluhr

Bürger Kolumne Stadt Lünen
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Heinzelmännchen waren der Sage nach Kölner Hausgeister.
Ab und zu nehmen sie anscheinend auch Außendienste an.

So geschehen in Lünen, man kann es fast nicht glauben.

Die leidige Geschichte der Pflasterarbeiten an den Ochsen in der Baustelle an der Persiluhr hat ein Ende!

Monatelang wurden immer wieder neue Widrigkeiten bei der Herstellung des Pflasters bekannt.

Erst war die Witterung ein Manko. Mal war es zu warm, mal wurde berichtet, dass die Arbeiten bei kühlerer Temperatur und Regen nicht durchführbar seien (Bildergalerie 1 und 2).

Zu guter Letzt ist offensichtlich das ausführende Unternehmen in die Insolvenz gegangen.
Tenor der Stadtverwaltung: Eine neue Ausschreibung der Restarbeiten wird wohl notwendig. Und das bei gefühlt gerade noch 2 qm offener Restfläche (Bilder 3 und 4).
Allerdings bemühte sich auch niemand, die Baustelle gegen die vorher doch so vehement als Hindernisgrund für eine zügige Erledigung der Arbeiten angeführten bedrohlichen Wintereinflüsse durch eine Abdeckung der offenen Flächen zu sichern.

Nun ging es plötzlich ganz schnell!

Die Heinzelmännchen haben sich ob des nahenden Kinofestes und der im Hotel "An der Persiluhr" gastierenden prominenten Besucher und der nahenden Weihnachtsmarkteröffnung ein Herz genommen und tatsächlich die Restflächen gepflastert!
Die tapferen Gesellen trotzten dabei am Freitag Wind und Regen und vertrauten ihren Fähigkeiten auch unter schwierigen Wetterbedingungen ein haltbares Pflaster anzulegen. Sogar verfugt wurden die Steine direkt! (Bilder 5 und 6).

Jetzt müssen Montag nur noch die Baumscheiben verfüllt und die restlichen Absperrungen entfernt werden, dann können die Feierlichkeiten barrierefrei beginnen und die Ochsen sind befreit von den restlichen Absperrgittern (Bild 7).

Das wird auch die anliegenden Geschäftsinhaber und deren Gäste freuen, die im Sommer monatelang einen "herrlichen" Ausblick auf die Dauerbaustelle bei ihrem Eisverzehr genießen durften.

Den Bürger interessieren aber nun die "wirklichen" Hintergründe der monatelangen Bauarbeiten und des nun plötzlich doch so "einfachen" Endes.
Warum hat die Stadtverwaltung nicht früher die Reißleine gezogen, als bereits ersichtlich wurde, dass das ausführende Unternehmen offensichtlich mit den Arbeiten überfordert war?

Oder ist etwas daran, wie es technisch versierte Mitbürger vermuten, dass gar die gesamte Bauplanung mit einer Pflasterung des verwendeten speziellen Klinkersteines für die dort in 3 Ebenen divergierende Oberfläche schlichtweg für eine zügige Verlegung falsch ausgerichtet war?

Um Kenntnis über die tatsächlichen Hintergründe der bei solchen Bauprojekten eingetretenen Schieflagen zu erlangen, erscheinen konkrete Nachfragen aus der Politik, im Sinne einer Ausschussaufarbeitung durchaus angebracht und hier offensichtlich auch notwendig.

Das Desaster mit der neuen Lippebrücke (inzwischen Salford-Brücke genannt) wartet auch immer noch auf einen entsprechenden zusammengefassten Abschlussbericht und auf eine Bekanntgabe der Abrechnung über die entstandenen Gesamtkosten.

Die politischen Vertreter der Bürgerschaft tun gut daran, Klärung in diese Sachverhalte zu bringen.
Die Bürgerschaft hat ein Recht darauf Information zu bekommen, wie mit ihren Steuergeldern umgegangen wird!

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