Die Sensation: Aufsteiger Lüner SV siegt bei Bundesliga-Absteiger RW Essen 2:1

"Awo" Reismann
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Lünen. Fast 50 Jahre ist es her, da waren in der Fußball-Regionalliga West der Lüner SV und Rot-Weiss Essen Rivalen (fast) auf Augenhöhe.
Zuschauerrekorde an der Hafenstraße und im Lüner Stadion Kampfbahn Schwansbell sowie eine Sensation gehörten dazu.
Eine klare Sache für Essen waren die beiden ersten Spiele im für beide ersten Jahr in der frisch gegründeten Regionalliga der Saison 1963/64. Vor 5000 an der Hafenstraße ging der LSV 0:4 unter, in Schwansbell gab es vor 2500 ein 0:3.
Die Sensation folgte in der Serie 1967/68. Essen war aus der 1. Bundesliga abgestiegen, Lünen hatte zum zweiten Mal den Aufstieg in die 2. Liga, die alte Regionalliga West, geschafft.
Vor 20.000 Fans in Essen sorgten Manfred „Alex“ Rüsing und Bernd Gerstner mit ihren Toren zum 2:1.Sieg für die Sensation. Die Sportschau berichtete, Lünen war in aller Munde. Mit dem gleichen Ergebnis, aber dieses Mal für Essen, endete vor 10.000 das Rückspiel in Schwansbell.
Wieder erzielte der Lüner Junge Rüsing ein Tor. Rüsing setzte seine Kariere in der Bundesliga beim VfL Bochum und in der 2. Liga beim FC Nürnberg fort. Gerstner spielte vor seiner LSV-Zeit beim SC Preußen Münster, danach in der Bundesliga bei 1860 München und für Hessen Kassel in der Regionalliga.
4500 Fans in Lünen und 6000 in Essen verfolgten in der Serie 68/69 das 3:0 der Lüner und die 1:3 Niederlage in Essen. Kapitän Adolf „Awo“ Reismann traf zweimal, Albert Dapprich einmal.
„Awo“ stammte vom Lüner SV, Er bestritt 185 Spiele zwischen 1963 und 1972 für seine Rot-Weißen, spielte anschließend in Wiescherhöfen, war dann Trainer beim LSV, bei Viktoria Derne, VfL Kemminghausen und SV Preußen.
Dapprich spielte in den Regionalligen für den VfL Bochum, VfR Frankenthals und Phönix Ludwigshafen.
Das Tor in Essen für den LSV erzielte Hans-Georg Liebern. Dieser wurde damals perfekt beim VfB 08 Lünen ausgebildet, spielte mit der Deutschen Schüler-Nationalmannschaft vor 95.000 im Londoner Wembley-Stadion. Ein schwerer Verkehrsunfall in Lünen auf dem Weg zum Platz stoppte ihn. Doch er kämpfte sich zurück, lief 128 Mal für den LSV in der Regionalliga auf. Anschließend machte er beim klassengleichen damals RW Lüdenscheid weiter, war auch beim BV Brambauer und bis zum Karriere-Ende 1984 als Trainer des Soester SV aktiv.
1971/72 sahen 3500 Zuschauer in Schwansbell bei 2:2 durch Tore von Seipelt und Helmut Reiners den letzten Punktgewinn des LSV gegen RWE. 14.000 sahen in Essen ein 1:3, bei dem Guido Kuhnert den Ehrentreffer erzielte.
Im letzten gemeinsamen Jahr, der Saison 1972/73, siegte Essen in Lünen vor 8000 mit 1:0. Beim 2:4 in Essen schossen vor 6000 Fans Rolf Urban und Reiners die Tore.
Urban stammte vom VfL Witten, Kuhnert vom BV Brambauer, Seipelt vom SC Preußen Münster. Reiners kam von Eintracht Hessen und bestritt in der 2. Bundesliga insgesamt 185 Spiele für die Sportfreunde Siegen, RW Lüdenscheid und SG Wattenscheid.
Fünf gemeinsame Jahre mit zehn Spielen, darunter zwei Lüner Siegen und einem Unentschieden, waren vorbei. Essen blickt zur 3. Liga, Lünen möchte es gern jetzt in die Oberliga schaffen. Beiden viel Glück!

Die Bilder zeigen zweimal "Awo" Reismann, drei Spielberichte Lünen gegen Essen, Rolf Urban, Bernd Gerstner und Hans-Georg Liebern. ©textfotojanning

Autor:

Lüner SV Fußball e.V. aus Lünen

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