Sahra und Jörg Schönfeld auf gemeinsamer Dan-Prüfung

Die Prüflinge Sahra (2.v.l.) und Jörg (2.v.r.) Schönfeld mit ihren Partnern Mirko Püntmann (l.) und Axel Hadac (r.)
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  • hochgeladen von Lena Langenkämper

Wahrscheinlich kommt es nicht oft vor, dass Vater und Tochter gemeinsam auf einer Dan-Prüfung antreten. Diesen besonderen Tag erlebte Jörg Schönfeld mit Tochter Sahra in Hagen. Während Jörg den dritten Dan anstrebte, trat Sahra zum ersten Meistergrad an. Beide Judoka des Lüner SV bestanden erfolgreich.

Mit ihrem Partner Mirko Püntmann hatte Sahra sich auf den großen Tag vorbereitet. Besonders die Kata, eine festgelegte Abfolge verschiedener Wurfgruppen, u.a. Hand-, Hüft- oder Selbstfalltechniken, wurde intensiv trainiert, um dann auf der Prüfung überzeugend abzuliefern. Auch in den übrigen Prüfungsteilen, in welchen Sahra Wurftechniken, Halte-, Hebel- und Würgegriffe zeigte, oder ihren Spezialwurf in allen Einzelheiten erklärte, gab sie alles. Zur Prüfung des ersten Dans gehört es eben nicht nur, die Techniken praktisch zu beherrschen, sondern auch die Theorie zu verstehen und verständlich darzulegen. Sahra meisterte alle Teile mit Bravour und darf nun zu Recht den schwarzen Gürtel tragen. Mit ihren 16 Jahren ist sie die jüngste Danträgerin, die der Verein bisher hervorgebracht hat.

Als Krönung für die sehr gute Leistung in der Kata wurde Sahra zudem nahegelegt, mit Mirko im nächsten Jahr auf den Westdeutschen Kata-Meisterschaften anzutreten. Chancen haben die beiden allemal, sodass es nun heißt, das Training dafür zu intensivieren.

Auch Jörg erwischte in Hagen einen guten Tag. Unterstützt wurde er von seinem langjährigen Partner Axel Hadac. Zur Prüfung des dritten Dans musste zunächst eine Kata aus Kontertechniken demonstriert werden. Ebenso waren Gegenwürfe, Einrolltechniken oder Verkettungen gefordert. Der Großteil des Prüfungsprogramms bestand jedoch aus einem Theorieteil, denn als Anwärter zum dritten Dan sollte die Praxis soweit beherrscht werden, dass sie beim Training an Schützlinge weitergegeben werden kann. Lehrmethoden, die Judowerte oder das Verhältnis zwischen Angreifer (Tori) und Verteidiger (Uke) sind also Prinzipien, die abgefragt wurden. Ab sofort ist Jörg berechtigt, drei Streifen auf seinem schwarzen Gürtel zu tragen.

An dieser Stelle gebührt natürlich auch den beiden Partnern Mirko und Axel Dank und Anerkennung, die sicher das eine oder andere Mal die Zähne zusammenbeißen mussten, um wieder und wieder von den beiden Prüflingen geworfen zu werden.

Autor:

Lena Langenkämper aus Lünen

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