Ermittlung gegen neues Forschungszentrum

Ralf Damberg, Geschäftsführer des Forschungszentrums, am Mittag bei der Pressekonferenz.
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Leuchtturm-Projekt nannten die Festredner bei der Eröffnung im Februar das neue Forschungszentrum für Ladungssicherung zwischen Lünen und Selm. Gerüchte um angeblichen Subventionsbetrug verpassen der Strahlkraft nun aber einen Dämpfer. Geschäftsführer Ralf Damberg stellte sich am Montag in einer Pressekonferenz den Vorwürfen.

Die Staatsanwaltschaft Dortmund bestätigte auf Anfrage laufende Ermittlungen wegen des Verdachts des Subventionsbetruges gegen die Verantwortlichen des Forschungs- und Technologiezentrums Ladungssicherung Selm (F&T LaSiSe gGmbH), machte aber keine weiteren Angaben zu den Untersuchungen. Auslöser war ein anonymer Hinweis bei der Kartellbehörde des Landes Nordrhein-Westfalen im August des vergangenen Jahres. "Da die Anzeige strafrechtlich relevante Vorwürfe enthielt, unter anderem Verdacht auf Steuer- und Betrugsstraftaten, wurde der Vorgang an das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen mit der Bitte um Weiterleitung an die zuständige Staatsanwaltschaft übersandt", so eine Presseprecherin des Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk. Die Ermittlungen richten sich, das war dann bei der spontanen Pressekonferenz im Forschungszentrum in Selm am Mittag zu erfahren, gegen Ralf Damberg als aktuellen Geschäftsführer. Damberg wies die Vorwürfe zurück und auch Stefan Schreiber, Vorsitzender des Aufsichtsrates, erklärte: "Der Aufsichtsrat steht hinter der Geschäftsführung." Der Aufsichtsrat sei zuversichtlich, dass sich die Vorwürfe als nicht haltbar erweisen und habe bis zum heutigen Tage keine Informationen über Verfehlungen der Geschäftsführung.

Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Dortmund

"Gegenstimmen wollen das Leuchtturm-Projekt in Misskredit bringen", vermutet Ralf Damberg und betonte die Bereitschaft zur transparenten Kooperation mit den Behörden. "Wir haben der Staatsanwaltschaft das Angebot zur Einsicht in unsere Unterlagen gemacht, dieses Angebot wurde bisher aber nicht genutzt", erzählt der Geschäftsführer. Im Rahmen der Pressekonferenz gab es zudem Hinweise zu einem internen Konflikt unter den Gesellschaftern über die strategische Ausrichtung des Forschungszentrums. Gesellschafter forderten demnach wohl Schritte zur Gewinnmaximierung, laut Damberg bringe das aber die erhaltenen Fördermittel in Gefahr. "Wir tun alles, um die Förderungsvorgaben zu erfüllen", sagte der LaSiSe-Geschäftsführer. Juristen prüften zudem aktuell bei drei Gesellschaftern, ob sie überhaupt je Gesellschafter geworden seien, so Damberg, nannte aber mit Hinweis auf das laufende Verfahren keine Namen. Ist die Auseinandersetzung vielleicht auch der Ursprung der Anschuldigungen?

Minister Duin wusste bei Eröffnung nichts von Anzeige

Im Februar dieses Jahres feierte das Forschungs- und Technologiezentrum Ladungssicherung Selm nach Investitionen im Bereich um sechs Millionen auf dem ehemaligen Bundeswehr-Gelände mit vielen Gästen große Eröffnung. Festredner war auch Garrelt Duin, Wirtschaftsminister in Nordrhein-Westfalen. "Bei der Eröffnung des Forschungs-und Technologiezentrums Ladungssicherung Selm war der Minister nicht über den Eingang der Anzeige informiert", heißt es aus der Pressestelle des Ministeriums.

Mehr zum Thema:
>Forschungszentrum geht an den Start
>Spatenstich für neues Forschungszentrum

Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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