Werkstatt für Menschen mit Behinderungen durch Brand zerstört, Marler Rettungskräfte mit im Einsatz

Sehr schnell war klar, dass ein großer Teil des Gebäudekomplexes nicht mehr zu retten war. Foto: Markus Terwellen
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Als der Notruf aus dem Stadtteil Wulfen in der Kreisleitstelle Recklinghausen gegen 12:40 Uhr einging, begann für die Einsatzkräfte zunächst ein dramatischer Großeinsatz, da von einer vermissten Person in einer brennenden Werkstatt für Menschen mit Behinderungen ausgegangen werden musste.

Als die ersten Kräfte die Einsatzstelle erreichten, waren die Mitarbeiter der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen bereits mit der Evakuierung des Gebäudes beschäftigt. Zum Glück stellte sich schnell heraus, dass sich keine Menschen mehr in dem brennenden Gebäude befanden und die Evakuierungsmaßnahmen vorbildlich durchgeführt worden sind. Das es sich um eine Einsatzstelle mit hohem Personalbedarf handeln musste, konnten die Einheiten bereits während der Anfahrt erkennen, da die Rauchsäule weithin sichtbar war. Die Brandschützer konnten, nachdem alle Personen das Gebäude verlassen hatten, umgehend mit der Brandbekämpfung beginnen. Aus mehreren Rohren vom Boden aus und über zwei Drehleitern wurden die Flammen, die sich sehr schnell ausbreiten konnten, bekämpft. Die Dachkonstruktion, über die sich die Flammen über das betroffene Gebäude ausbreiten konnten, stellte für die Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung dar, immer wieder loderten neue Flammen auf. Um die Glutnester unter der Dachhaut effektiv bekämpfen zu können, musste diese mühsam geöffnet und abgetragen werden. Nach den durchgeführten Maßnahmen, wurde der Bereich flächendeckend mit einem Schaumteppich ausgelegt. Damit die aufwendigen Arbeiten konsequent und ohne Zeitverzögerung durchgeführt werden konnten, wurden immer wieder neue Personalressourcen nachgeführt.

Grosseinsatz der Feuerwehren

Ein ständiger Austausch des Personals konnte somit ständig gewährleistet werden. Aus diesem Grund waren nicht nur Kameradinnen und Kameraden aus dem Dorstener Stadtgebiet im Einsatz, sondern auch aus dem übrigen Kreisgebiet. Zur Spitzenzeit waren ca. 130 Kräfte zeitgleich im Einsatz. Diese kamen von den Löschzügen Wulfen, Lembeck, Hervest I, Holsterhausen, Hervest-Dorf, Altstadt, Altendorf-Ulfkotte und der hauptamtlichen Wache. Der Löschzug Rhade stellte, während der gesamten Einsatzdauer, den Grundschutz sicher.

Marler Rettungskräfte halfen 

Große Unterstützung erhielt die Feuerwehr Dorsten von Einheiten aus Haltern am See, Gladbeck, Marl, Datteln, Recklinghausen, Castrop-Rauxel und Waltrop. Um rettungsdienstliche Belange sicherzustellen, war der Leitende Notarzt des Kreises Recklinghausen, der Notarzt aus Marl und Rettungswagen der Feuerwehren Dorsten und Marl an der Einsatzstelle. Mitarbeiter der Kreisleitstelle Recklinghausen waren mit einem Einsatzleitwagen vor Ort und unterstützten die Einsatzleitung. Die Versorgungseinheit versorgte alle Einsatzkräfte mit einer warmen Mahlzeit und Getränken. Die Polizei sperrte die Einsatzstelle großflächig ab. Nach jetzigem Stand (23:30 Uhr) stellt der Löschzug Wulfen eine Brandwache, dass Areal wird vom THW ausgeleuchtet. Zur Brandursache können keine Angaben gemacht werden, die Feuerwehr verweist auf die Ermittlungen der Polizei. Verletzt wurde niemand. Aktuell befindet sich die Taucherstaffel der Feuerwehr Dorsten in Recklinghausen und unterstützt die dortige Feuerwehr, der Löschzug Hervest I sichert den Grundschutz für das übrige Stadtgebiet an der Feuer- und Rettungswache.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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