Es geht um 1.000 Arbeitsplätze im Vest
Marler Rat entscheidet am Montag über Beteiligung an gate.ruhr

Für die erste Realisierungsphase ist mit Kosten von zirka 30 Millionen Euro zu rechnen.
  • Für die erste Realisierungsphase ist mit Kosten von zirka 30 Millionen Euro zu rechnen.
  • Foto: RAG Montan Immobilien GmbH / Th. Stachelhaus
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Es geht um rund mögliche 1000 neue Arbeitsplätze, die im Vest jede Stadtspitze fröhlich stimmen würden. Dieses Ziel ist mit der Entwicklung des ehemaligen Bergwerksgelände Auguste Victoria zum Industrie- und Gewerbegebiet gate.ruhr angepeilt. Nur bei großen Plänen und Absichtserklärungen soll es nicht bleiben, jetzt werden erste Entscheidungen getroffen.
Denn nach dem Abschluss der Machbarkeitsstudie entscheidet der Rat der Stadt Marl in seiner Sitzung am Montag, 25. März, über die Gründung einer Projektgesellschaft, die das Areal erschließen und gate.ruhr vermarkten soll.
Wie der Stadtspiegel berichtete, wollen auf dem ehemaligen Zechengelände die RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI), die als Flächenentwickler den Strukturwandel in der Region mitgestaltet, und die Stadt Marl zukunftsfähigen Unternehmen das Tor zum Ruhrgebiet und zu den europäischen Märkten öffnen.
Da der Rat der Stadt das Projekt nachdrücklich unterstützt, geht Bürgermeister Werner Arndt davon aus, dass auch die Gründung der gemeinsamen Projektgesellschaft große Zustimmung finden wird. Die Gründung der Projektgesellschaft wird aktuell im Hause RAG MI final abgestimmt. Ihre Gründung ist auch Voraussetzung für die Beantragung und Bewilligung von Fördergeldern. Noch in diesem Monat will die Projektgesellschaft bei der Landesregierung einen Förderantrag stellen.

Schon Firmen-Anfragen

Die Erschließung des ehemaligen Zechengeländes zum Industrie- und Gewerbegebiet gate.ruhr erfolgt in zwei Abschnitten. In der ersten Realisierungsphase soll zunächst eine 14 Hektar große Fläche nördlich und südlich der zum Chemiepark führenden Nordstraße erschlossen und die Carl-Duisberg-Straße mit zwei Kreisverkehren und neuen Radwegen verkehrlich ertüchtigt werden, berichtete Baudezernentin Andrea Baudek. „Wir sind fest entschlossen, noch in diesem Jahr mit der Erschließung und im nächsten Jahr mit der Vermarktung der ersten Flächen zu starten“.
Für die erste Realisierungsphase von gate.ruhr rechnen die RAG MI und die Stadt Marl mit Kosten von rund 30 Millionen Euro. Abzüglich der zu erwartenden Verkaufserlöse, der in Aussicht gestellten Landesförderung und des Finanzierungsanteils der RAG MI bleibt für die Stadt Marl ein finanzieller Aufwand von zirka. 8,9 Millionen Euro für die erste Realisierungsphase. Der Aufwand ist bis zum Jahr 2037 in jährlich unterschiedlichem Umfang zu leisten.
„Der zusätzliche Finanzaufwand wird das positive Ergebnis unserer Haushaltsplanung schmälern, aber unseren Haushalt nicht aus der Kurve tragen“, bestätigt Kämmerer Michael Dinklage. „Die Genehmigungsfähigkeit des städtischen Haushalts in den kommenden Jahren wird durch die Mehraufwendungen für gate.ruhr nicht gefährdet“.

Investition in die Zukunft

Die Investition in gate.ruhr ist aus Sicht der Stadt Marl eine nachhaltige Investition in die Zukunft. Sie erwartet, gestützt auf ein ausführliches Gutachten, nach Abschluss der ersten Realisierungsphase Folgeinvestitionen von 50 bis 100 Millionen Euro, eine deutliche Stärkung der Kaufkraft in Marl, eine Steigerung des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte um bis zu 6 Millionen Euro pro Jahr und ein Wachstum der einzelhandelsrelevanten lokalen Kaufkraft um 1,5 Prozent.
Die beiden Projektpartner erreichen schon heute konkreten Nachfragen zu den künftigen Industrie- und Gewerbeflächen. Dr. Manfred Gehrke, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung: „Nach der aktuellen Weltmarktlage gibt es ein hohes Interesse an den Flächen, die gate.ruhr in zentraler Lage im Ruhrgebiet schaffen wird."

Autor:

Lokalkompass Marl aus Marl

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