Max Beckmanns Weg nach Amerika

„Quappi mit Papagei“ gehört zu den Beständen des Kunstmuseums und ist Teil der Beckmann-Ausstellung. | Foto: PR-Foto Köhring/PK
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Max Beckmanns künstlerische Phase des Umbruchs, beginnend mit der Machtübernahme der Nazis und seiner Auswanderung in die Staaten, zeichnet die Kabinettausstellung im Kunstmuseum, Synagogenplatz 1, nach.

Unter dem Titel „Max Beckmann. Von Europa nach Amerika“ kombinieren Kunstmuseum und Sammlung Ziegler Beckmann-Werke aus eigenem Bestand mit den Leihgaben von Zeichnungen aus dem Nachlass von Mathilde Q. Beckmann (Museum der bildenden Künste Leipzig).

„1933 ist ein entscheidender Einschnitt im Leben Beckmanns. Bereits im April verliert er seine Professur an der Städelschen Kunstschule in Frankfurt/Main“, sagt Dr. Beate Reese, Leiterin des Kunstmuseums.
Zwei Jahre bleibe der „deutsche Picasso“, wie die französische Presse ihn nennt, danach noch in Deutschland. Nach der Beschlagnahmung von 590 Arbeiten und der Eröffnung der Ausstellung „Entartete Kunst“ 1937 verlässt der von den Nazis verfemte Künstler das Land und geht ins Exil nach Amsterdam. 1947 wandert er in die USA aus.

„In der Ausstellung präsentieren wir überwiegend Zeichnungen, die nach 1933 entstanden sind“, so Dr. Reese. In ihnen werde die Vielfalt der Techniken deutlich, die der Künstler beherrschte. Viele der Werke zeigen ungefilterte Einblicke in das Privatleben Beckmanns.

Ausgestellt sind auch die Vorzeichnung und die Umsetzung des Werkes „Fischer am Strand“ sowie das Gemälde „Quappi mit Papagei“, die im Bestand des Museum sind. „Die Zeichnungen gewähren aber auch einen Einblick in den unmittelbaren Prozess der Ideenfindung“, erklärte Dr. Reese. Auf einigen seien die Farbangaben für die spätere Ausarbeitung zu lesen.

Rund 30 Skizzen, Entwürfe, Aquarelle und Zeichnungen sind in der Ausstellung von Sonntag, 1. September, bis zum 24. November zu sehen. Das Kunstmuseum am Synagogenplatz 1 ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Autor:

Dirk-R. Heuer aus Hilden

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