A40-Ausbau soll 2022 starten — Anwohner machen sich Sorgen

Michael Banken von „Straßen.NRW.“ erklärt an einer Themeninsel die Baumaßnahmen. Foto: RuhrText
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Die A40 soll zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg und der Anschlussstelle Essen-Frohnhausen von vier auf sechs Streifen ausgebaut werden. Etwa 300 Besucher nutzten am Montagabend die Möglichkeit, sich von der Maßnahme, die der Landesbetrieb Straßenbau NRW durchführen wird, in einer Bürger-Informationsveranstaltung in der Aula der Gustav-Heinemann-Schule ein Bild zu machen.

Frank Hinterlandt, Leiter des Projektes, sowie Mitarbeiter von „Straßen.NRW.“ standen den Interessierten und von der Baumaßnahme betroffenen Besuchern an „Themeninseln“ mit Hilfe von Plänen und vielen Zahlen Rede und Antwort. Die allgemeinen Informationen zum A40-Ausbau wurden in Vortragsform weitergegeben. Anschließend hatten die Besucher die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder auch Anregungen zu geben.

Der A40-Ausbau wird in drei Abschnitte unterteilt — von Duisburg-Kaiserberg bis Dümpten, von Dümpten bis Heißen und von Heißen bis Essen-Frohnhausen. Diese Strecke nutzen jeden Tag 80 bis 90 000 Kraftfahrzeuge. Prognosen, die im Moment bis ins Jahr 2025 reichen, sagen aus, dass der Verkehr weiter zunehmen werde. Daher wurde die betroffene Strecke, die größtenteils durch Mülheim führt, im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 in der höchsten Kategorie als Maßnahme „des vordringlichen Bedarfs — Engpassbeseitigung“ aufgenommen. Die Anzahl der Staus sowie Lärm- und Schadstoffbelastungen sollen durch den Ausbau der 12,3 Kilometer langen Strecke, deren Verlauf sich grundsätzlich nicht ändern wird, dezimiert werden. Im Zuge des Ausbaus ist zudem geplant, mehrere Brücken zu erneuern. Hierzu zählen das Bauwerk über dem Ruhrschifffahrtskanal mit einer Länge von 200 Metern und die Ruhrbrücke (523 Meter) sowie die 168 Meter lange Hardenbergbrücke. Die Anschlussstellen sollen nach jetzigem Stand der Vorplanungsphase ohne Eingriff ins untergeordnete Netz aus- oder umgebaut. Frank Hinterlandt erklärte zudem, dass das veraltete Entwässerungssystem im Zuge der baulichen Maßnahmen erneuert werden soll.

Individuelle Folgen

Noch befindet sich die Planung in der so genannten Voruntersuchungsphase. Das Planfeststellungsverfahren soll ab 2019 durchgeführt werden. Mit dem Baubeginn darf ab 2022 gerechnet werden.

„Unter den A40-Anwohnern dürfte niemand sein, für den es nach der Fertigstellung des Ausbaus lauter wird. Ganz im Gegenteil: Es müsste eher leiser werden“, sagt Andreas Kambach, beim Landesbetrieb Straßenbau Fachmann beim Thema Lärmschutz.

Dieter Wiechering, Vorsitzender des Planungsausschusses der Stadt Mülheim, führte im dritten Teil der Informationsveranstaltung durch das Frage-und-Antwort-Spiel. Viele Besucher blicken voller Sorge auf das rund 193 Millionen Euro teure Projekt. Sie rechnen mit Rückstau, wenn die A40 in Richtung Dortmund wieder von drei auf zwei Streifen wechselt sowie mit einem größeren Verkehrsaufkommen durch die Attraktivitätssteigerung der Strecke. Noch mehr LKW’s könnten durch Styrum, Dümpten, Winkhausen und Heißen brettern. Ein Tempolimit wurde als Anregung genannt. Die Anwohner machen sich auch darüber Gedanken, ob sie einen Teil ihres Grundstückes verlieren werden.

Insbesondere diese individuellen Folgen und Beeinträchtigungen — so Projektleiter Frank Hinterlandt — werden sehr ernst genommen. Es soll Einvernehmlichkeit mit möglichst allen Beteiligten und Betroffenen erzielt werden. In dieser frühen Planungsphase wirbt er dafür, dass sich möglichst viele Mülheimer mit ihren Anregungen und Sorgen an die Regionalniederlassung Ruhr im Landesbetrieb Straßenbau NRW wenden sollen — Telefon (02 01) 7 29 81, Mails an frank.hinterlandt@strassen.nrw.de.

Michael Banken von „Straßen.NRW.“ erklärt an einer Themeninsel die Baumaßnahmen. Foto: RuhrText
Sehr gut besucht war die Informationsveranstaltung. Projektleiter Frank Hinterlandt erläutert den Ausbau. Foto: RuhrText
Autor:

Marcus Lemke aus Mülheim an der Ruhr

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