Landesregierung bewilligt laut CDU 100.000 Euro
"Bürgerradweg" statt Straßenbahn zum Flughafen

Seit April 2012 verrotten die Straßenbahngleise zwischen Hauptfriedhof und Flughafen. Foto: PR-Foto Köhring
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Sich auf Informationen aus der Landesregierung berufend, verkündet die CDU Mülheim, dass die Stadt 100.000 Euro zur Finanzierung des geplanten "Bürgerradweges" von der Zeppelinstraße bis zum Flughafen Essen/Mülheim erhält.

„Das Fahrrad, das E-Bike oder auch Pedelecs gehören zur modernen und umweltfreundlichen Mobilität. Dafür brauchen wir auch ein gut ausgebautes Netz an Radwegen. Da wollen wir auch in Mülheim vorankommen, trotz der katastrophalen Finanzlage unserer Heimatstadt“, erklärt die CDU-Fraktionsvorsitzende Christina Küsters.

Die CDU-Fraktion freut sich sehr, dass damit eine Voraussetzung für ein verbessertes Radwegenetz von Stadtmitte zum Flughafen Essen/Mülheim erfüllt und damit ein noch attraktiveres Angebot für Fahrradfahrer geschaffen werden kann. Bei dem im städtischen Investitionsprogramm festgestellten Mittelbedarf von 548.850 Euro für diese Infrastrukturmaßnahme ist die Förderzusage des Landes in Höhe von 100.000 Euro ein erster wichtiger Baustein für die Realisierung dieses Bürgerrad-Projektes. Es fehlen aber zum Beispiel noch die Erklärung der Bezirksregierung zur Freistellung von Bahnbetriebszwecken und der Baubeschluss selbst, so Christina Küsters.

Rudert die Bezirksregierung zurück?

Dazu müsste die Bezirksregierung faktisch zurückrudern. Ohne Abstimmung mit ihr hatte die damalige Mülheimer Verkehrsgesellschaft im April 2012 eigenmächtig den Schienenverkehr zwischen Hauptfriedhof und Flughafen eingestellt. Mit dieser Maßnahme wurde seinerzeit auch der geltende Gebietsentwicklungs- und regionale Flächennutzungsplan unterlaufen. In diesem war als Ziel ausgegeben, einen gut fünf Kilometer langen Lückenschluss zwischen der Straßenbahn-Endhaltestelle am Flughafen und der U11 an der Messe Essen zu bauen.

„Mit dem Radwegebauprogramm mit einem Gesamtvolumen von 12,4 Millionen Euro in diesem Jahr für Radwege an Landessstraßen, auf stillgelegten Bahnstrecken und für Bürgerradwege können wir Planungen kurzfristiger umsetzen und die Radwegeinfrastruktur in Mülheim auch schneller verbessern. Denn jeder Kilometer Radweg, den wir jetzt bauen, bedeutet ein großes, umweltfreundliches Plus in der Nahmobilität und damit mehr Freiheit, Flexibilität und Lebensqualität“, wirbt der Landtagsabgeordnete für Essen und Mülheim, Fabian Schrumpf (CDU), für die Umsetzung dieses Förderprogrammes.

Zur endgültigen Nicht-Reaktivierbarkeit einer Straßenbahnlinie und eines städteübergreifenden ÖPNV´s sagt er ebenso nichts, wie zum geplanten "Kahlschlag" (der Lokalkompass berichtete) im hiesigen Tram- und Busnetz.

Autor:

Marc Keiterling aus Mülheim an der Ruhr

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