Ehemaliger Praktiker in Dümpten: Aus für Werkers Welt und (vorerst) FitX

Ursprünglich wollten sich die 3.700 Quadratmeter große Halle, in der bis vor ein paar Wochen noch der Praktiker-Baumarkt zu finden war, "Werkers Welt" und "FitX" teilen. Daraus wird nun nichts mehr.
  • Ursprünglich wollten sich die 3.700 Quadratmeter große Halle, in der bis vor ein paar Wochen noch der Praktiker-Baumarkt zu finden war, "Werkers Welt" und "FitX" teilen. Daraus wird nun nichts mehr.
  • Foto: PR-Foto Köhring/KP
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Mit Dirk-R. Heuer

1.500 Quadratmeter große Pläne hatte Hartmut Buhren für den ehemaligen Praktiker-Baumarkt am Heifeskamp in Dümpten. Eigentlich wollte der Geschäftsführer des hagebaumarktes an der Weseler Straße an dem Standort eine „Werkers Welt“-Filiale, also einen Nahversorger-Baumarkt, eröffnen.

Weil aber der Betreiber des hagebaumarktes in der Nachbarstadt Oberhausen, ebenfalls Franchisenehmer, die benötigte Zustimmung verweigert und Buhren es nicht auf einen Rechtsstreit ankommen lassen möchte, sieht er jetzt von seinem Vorhaben ab. Hintergrund: Wenn auf einem Gebiet zwischen zwei Geschäften eine neue Filiale eröffnet werden soll, muss jeweils um Erlaubnis gefragt werden.
Die übrigen rund 2.200 Quadratmeter Fläche wollte Grundstückseigentümer Heinz Teichmann an die FitX-Kette vermieten. Nach dem Scheitern des Baumarktes wollte Teichmann die gesamte Fläche an FitX vermieten. Nötig wäre dafür aber eine planungsrechtliche Befreiung von den Beschränkungen des bestehenden Bebauungsplanes. Dem erteilte der Planungsausschuss gestern allerdings vorerst eine Absage wie die MW am Mittwochmorgen erfuhr. Der Eigentümer solle erst einmal ein Gesamtnutzungskonzept für das Areal vorlegen, hieß es.
Auch vor Ort regte sich Widerstand: „Kommt ein weiterer Großanbieter (wie ‚FitX‘) dazu, ist ein Überangebot zu befürchten“, hatte die SPD-Dümpten am vergangenen Freitag mitgeteilt. Erste Gespräche zwischen Dieter Spliethoff, Mitglied im Fraktionsvorstand der SPD Mülheim, und den hiesigen Vereinen ergaben, dass diese sich durchaus Gedanken um ihre Zukunft machen.

Nahezu identisches Angebot wie die Vereine

Weil FitX ein „nahezu identisches Angebot wie die Vereine“ plane, sei zu befürchten, dass durch Mitgliederweggang „die Einnahmeseite“ wegbrechen könnte. Dabei ist genau diese für die Vereine überlebenswichtig. Denn nur so könnten laufende Kosten, Ausbildungskosten für Trainer oder die Förderung von Sportlern getragen werden. „Dass die Vereine einen entscheidenden Beitrag zum gesellschaftlichen Leben im Stadtteil leisten, liegt auf der Hand. Werden die schmalen Einnahmemöglichkeiten weiter zurückgedrängt, droht auf Sicht ein Verlust von Kultur im Stadtteil“, fasst Spliethoff, der mit den Dümptener Vereinen kurzfristig ein Treffen einberaumte, in einer Mitteilung zusammen.
In direkter Konkurrenz steht auch das Mülheimer Studio von Injoy an der Schultenhofstraße. Geschäftsführer Rainer Eisermann ist wenig begeistert von dem neuen Mitbewerber. „FitX geht mit Dumpingpreisen an den Markt und wollen ihn möglicherweise komplett übernehmen. Betroffen sind vor allem die Vereine, die ebenfalls Fitness anbieten.“ Injoy arbeite viel mit Krankenkassen und Ärzten zusammen. Aber er würde einen Mitbewerber merken. Nach Angaben Eisermanns sei im dortigen Bebauungsplan ein Fitness-Studio nicht vorgesehen. „Ich wünsche mir an dem Standort wieder einen Baumarkt.“

Autor:

Lisa Peltzer aus Dinslaken

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