Gehört ein OB auf die größte europäische Fachmesse für Immobilien und Investitionen?

Oberbürgermeister Ulrich Scholten besuchte die Expo Real in München nicht. Foto: PR-Foto Köhring
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Die Expo Real ist die größte Fachmesse für Immobilien und Investitionen in Europa. Mülheim wurde dort vom 7. bis zum 9. Oktober unter anderem von Jürgen Schnitzmeier (Wirtschaftsförderung) und Dezernent Peter Vermeulen vertreten. Andere Ruhrgebietsstädte waren in München auch durch ihre Oberbürgermeister vertreten.

Bochums OB Thomas Eiskirch weilte vor Ort, als der Technologiekonzern Bosch auf dem Gelände des früheren Bochumer Opel-Werks in Bochum-Laer die Schaffung von bis zu 2.000 neuen Arbeitsplätzen bekannt gab. Oberhausens Stadtoberhaupt, Daniel Schranz, führte laut Medienberichten vielversprechende Gespräche auf der Expo.

Hartmanns harte Kritik an Scholten

Mülheims OB, Ulrich Scholten, blieb der Messe fern. Dies kritisiert der Vorsitzende der BAMH-Fraktion, Jochen Hartmann. Schon in der Ratssitzung am 11. Oktober habe man eine erste Anfrage dazu an Scholten gerichtet, jedoch lediglich eine unzureichende Antwort erhalten. „Die gebratenen Tauben fliegen einem nicht in den Mund. Ein kraftvoller Oberbürgermeister muss proaktiv auf mögliche Investoren zugehen. Das aber vermisse ich bei Scholten“, so Hartmann. Während Oberhausens OB nach eigenen Angaben 30 Gespräche mit Investoren geführt habe, habe Scholten versucht, die Funktionäre seiner Partei wegen seiner Affäre zu beruhigen. Auf gleich zwei Parteiveranstaltungen habe er das Wort geführt.
„Scholten hatte nach dem Ruhenlassen seines Parteiamtes angekündigt, sich um die Stadt kümmern zu wollen", führt Hartmann aus. Davon könne aus seiner Sicht aber keine Rede sein. So berichten die Medien, dass die Metropole Ruhr auf der Messe ein interessantes Gesprächsformat entwickelt habe. Die Revier-Oberbürgermeister konnten ihre Stadt dabei potentiellen Investoren vorstellen. „Scheinbar hat Scholten aber ein ´Speed-Dating´- so heißt die Veranstaltung- nicht nötig“, schlussfolgert Hartmann, der dies für ein "Trauerspiel" hält. Bereits im Rat habe der Oberbürgermeister bei einer Nachfrage zum Thema „möglicher Weggang Tengelmann“ das nötige Fingerspitzengefühl vermissen lassen. Scholten erklärte am 11. Oktober, dass man traditionell mit der Familie in guten Gesprächen sei und schon rechtzeitig informiert werde (der Lokalkompass berichtete).
Hartmann: „Die Mülheimer Wirtschaft muss spüren, dass sie in der Verwaltung und vor allem im Oberbürgermeister einen verlässlichen Partner hat, der sich für den Standort Mülheim zerreißt. Daran fehlt es diesem Oberbürgermeister, der allein mit seiner Affäre beschäftigt ist.“

Oberbürgermeister Ulrich Scholten besuchte die Expo Real in München nicht. Foto: PR-Foto Köhring
Der Vorsitzende der BAMH-Fraktion, Jochen Hartmann, erkennt einen Oberbürgermeister, "der allein mit seiner Affäre beschäftigt ist". Foto: Archiv
Autor:

Marc Keiterling aus Mülheim an der Ruhr

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