Neuer Galoppverein will die Rennbahn retten

Der vorläufige Vorstand des neugegründeten Vereins glaubt an die Rennbahn als Publikumsmagnet.
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Mit der Gründung eines neuen Vereins wollen die Befürworter des Mülheimer Galoppsports nun die Rennbahn am Raffelberg retten. Auf einer gut besuchten Info-Veranstaltung kündigten sie Unterstützung der Stadt an.

Kurz vor dem Beginn mussten sogar noch Stühle herbeigeschafft werden, damit alle Besucher einen Platz fanden. Die Informationsveranstaltung des „Rennclubs Mülheim an der Ruhr“ im Klubhaus der Mülheimer Rudergesellschaft stieß bei über 80 Teilnehmern auf äußerst großes Interesse.

Rennclub Mülheim? So heißt der am 2. Dezember in der Waldschänke am Blötter Weg auf Anraten des Insolvenzverwalters neu gegründete Verein, der vorläufig von Karl-Dieter Ellerbracke als Präsident, Ulrich Zerrath als Finanzvorstand sowie Hans Bierkämper (Anlage), Dr. Manfred Bergmann (Rechtsanwalt), Günther Gudert (Sport & Organisation) und Werner Krüger (Investitionen) geführt wird. Auf der ersten Mitgliederversammlung soll der Vorstand bestätigt und die Satzung beschlossen werden.

Viel wichtiger ist aber, ob der neue Verein auch eine Verfügungsgewalt über die Rennbahn bekommt. Über die Insolvenz des alten Mülheimer Rennvereins Raffelberg wird wohl erst am 1. Februar entschieden. Schon am kommenden Montag soll aber ein wegweisendes Gespräch mit Verantwortlichen der Stadt, unter anderem dem Kämmerer und dem Oberbürgermeister, stattfinden. Nach Aussagen des Vorstandes werde der ebenfalls anwesende Insolvenzverwalter der Stadt empfehlen, mit dem neuen Klub weiterzuarbeiten.

„Es werden vor allem drei Dinge zu klären sein“, erklärt Karl-Dieter Ellerbracke. Wie tragen sich Renn- und Trainingsbetrieb? Was ist in die Anlage zu investieren? Und vor allem: Was passiert mit dem Darlehen von 1,54 Millionen Euro, dass im Falle einer Insolvenz des alten Vereins an die Stadt zurückfallen würde. Das neue Präsidium ist unter dem Strich aber frohen Mutes. „Wir bekommen von der Stadt mehr Unterstützung als es die Bevölkerung glaubt“, sagt Günther Gudert.

Da der Rennclub noch keine Verfügungsgewalt über die Bahn hat, konnten für 2018 auch noch keine Rennen angemeldet werden. Es wurden aber bereits vier Termine reserviert. Alle vier Veranstaltungen würden vom französischen Wettanbieter PMU unterstützt, so dass der Verein keine Rennpreise zu bezahlen hätte. Nach dem ohne Rücksprache eingereichten Insolvenzantrag wird der alte Verein keine Berechtigung für Renntage mehr bekommen. Das bestätigte Peter Michael Endres, Berater des Vorstandes, Präsident in Düsseldorf und Mitglied im Präsidium des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen.

Den Jahresbeitrag von 160 Euro müssen die Mitglieder im Übrigen erst bezahlen, wenn der Rennclub Mülheim tatsächlich aktiv werden kann. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand, der am Mittwoch jede Menge Neuanmeldungen entgegennehmen konnte.

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