Alte Dreherei ist jetzt via QR-Code erlebbar
Sprechendes Denkmal

Die Alte Dreherei erzählt ihre Geschichte ab sofort selbst! In der Podcast-Reihe "Das Sprechende Denkmal" erhält das Baudenkmal eine Stimme und gibt den Hörerinnen und Hörern neben Wissenswertem aus der Geschichte auch Botschaften für heute mit auf den Weg. Die in dieser Woche angebrachten QR-Codes ermöglichen Interessierten, sich die Podcasts praktisch im Vorbeigehen auf dem Smartphone anzuhören. Darüber freuen sich Martin Menke (links) und Axel Weber.
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  • Die Alte Dreherei erzählt ihre Geschichte ab sofort selbst! In der Podcast-Reihe "Das Sprechende Denkmal" erhält das Baudenkmal eine Stimme und gibt den Hörerinnen und Hörern neben Wissenswertem aus der Geschichte auch Botschaften für heute mit auf den Weg. Die in dieser Woche angebrachten QR-Codes ermöglichen Interessierten, sich die Podcasts praktisch im Vorbeigehen auf dem Smartphone anzuhören. Darüber freuen sich Martin Menke (links) und Axel Weber.
  • Foto: PR-Fotografie Köhring
  • hochgeladen von Nina van Bevern

"Mein Gebälk ist phänomenal, es stützt meine deutschlandweit einzigartige Holzdachkonstruktion. Seit 1991 stehe ich deshalb als Baudenkmal der Industriekultur unter Denkmalschutz. Ich bin die Alte Dreherei in Mülheim an der Ruhr und habe eine bewegte Geschichte. Das können Sie gerne wörtlich nehmen..." Mit diesen Worten startet ein neuer Podcast, der via QR-Code einen ersten Einblick in die Historie des Alten Dreher vermittelt. Das Ganze ist eine Initiative von WestLotto und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Kooperation mit dem Trägerverein "Haus der Vereine in der Alten Dreherei".

Drei Schilder geben ab sofort den Hinweis auf "Das sprechende Denkmal". Jeweils eins an den Eingängen des Baudenkmals über die beiden Zugwege und eins an der Ecke zum Radschnellweg. Wer hier mit dem Rad oder zu Fuß vorbeikommt, kann eine kleine Pause einlegen und sich über den aufgedruckten QR-Code unterhaltsam informieren lassen.

Unterhaltung für die ganze Familie

Wer jetzt Angst vor einer langweiligen Geschichtsstunde hat, dem sei versichert, dass man für den Ausflug in die Vergangenheit weder viel Zeit noch Fachwissen benötigt. In kurzweiligen rund fünf Minuten wird die Geschichte der Alten Dreherei familienfreundlich wiedergegeben, der Sprecher nimmt dabei die Stelle des Denkmals ein.

Warum ausgerechnet die Alte Dreherei?

Axel Weber, Unternehmenskommunikation WestLotto, klärt auf: "Als staatliches Unternehmen haben wir den gesellschaftlichen Auftrag, einen Teil der Einnahmen gemeinnützigen Zwecken zurückzuführen. So unterstützen wir zum Beispiel die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Im Rahmen der Aktion 'Das sprechende Denkmal' suchen wir Denkmäler, die Werte vermitteln und Haltung beweisen, so wie die Alte Dreherei in Mülheim an der Ruhr. Dieser Ort ist aus geschichtlicher Sicht sehr interessant für die Stadt, aber das, was die Ehrenamtlichen hier in den vergangenen Jahren geleistet haben und noch leisten möchten, ist mindestens genauso wichtig. Die Alte Dreherei ist ein Sinnbild für Zusammenhalt und genau das wollen wir unterstützen!

Einzigartige Holzdachkonstruktion

Die dreischiffige Halle des Eisenbahnausbesserungswerkes verfügt über eine in Deutschland einzigartige Holzdachkonstruktion. Als Baudenkmal der Industriekultur steht es beim Sprechenden Denkmal nun in einer Reihe mit steinernen Zeitzeugen wie dem Bundesbüdchen in Bonn, Burg Hülshoff in Havixbeck, dem Bahnhof Belvedere in Köln oder dem Radioteleskop Stockert in Bad Münstereifel."

Ehemaliges Ausbesserungswerk der Deutschen Bundesbahn

Das ehemalige Ausbesserungswerk der Deutschen Bundesbahn, das 1874 erreichtet wurde, wurde bis 1959 für die Wartung von Lokomotiven und Güterwagen genutzt. Heute dient das Industriegebäude mit einer Grundfläche von über 2.000 Quadratmetern als Begegnungs- und Kulturstätte. Dem Trägerverein, der das Baudenkmal im Jahr 2008 übernommen hat, gehören über 30 Mülheimer Vereine an. Die Ehrenamtlichen haben das Gebäude mit viel Liebe und Eigenarbeit instand gesetzt und nutzen es selbst als Veranstaltungsfläche. Die Arbeit vor Ort ist aber noch lange nicht abgeschlossen, aktuell wird die nebenan liegende, sogenannte Lokrichthalle restauriert. Das Ziel: Das Nebengebäude soll den Vereinen künftig als Werkstatt dienen und die Alte Dreherei als reiner Veranstaltungsraum in seiner vollen Pracht zur Geltung kommen.

Bedeutende Industriearchitektur

Die Industriearchitektur ist so bedeutsam, dass hier regelmäßig ausländische Gäste aus dem internationalen Bauorden gastieren. Im Mai wird es wieder so weit sein. Dann werden in der Alten Dreherei Feldbetten aufgebaut und die freiwilligen Helfer arbeiten täglich acht Stunden an und in den alten Gemäuern.

Autor:

Nina van Bevern aus Essen-Werden

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