Kurzfilmtage eröffnet

Sie haben einen Bildungsauftrag, sollen die Kultur stärken und darüber hinaus sind sie auch noch - je nach Sichtweise - ein Wirtschaftsfaktor: Die Internationalen Kurzfilmtage, die am Donnerstagabend von Ministerin Ute Schäfer eröffnet worden sind.
Wunderbare Worte fanden die Redner. Ute Schäfer beispielsweise, wies auf den Bildungsfaktor der Kurzfilmtage besonders im Kinder- und Jugendsektor hin: „Die Zuschauer von heute sind auch das Publikum von morgen.“ Außerdem betonte sie, wie wichtig die Förderung solcher Unternehmungen sei.
Als wahrnehmbaren kommunalen Wirtschaftsfaktor bezeichnete Oberbürgermeister Klaus Wehling die Internationalen Kurzfilmtage und verwies weiter darauf, dass Oberhausen im Ranking der kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen - touristisch gesehen - an einem der obersten Plätze liege.
Für den Leiter der Kurzfilmtage, Dr. Lars Henrik Gass dagegen, ist der Kurzfilm als „willkürliche Begrenzung von Zeit betrachtet, ganz und gar sinnlos.“ Ein Kurzfilm sei - wirtschaftlich gesehen - irrelevant. Doch liege da die Chance für eine künstlerische Erneuerung des Films. Gass‘ Meinung nach sei man besser beraten, Filmförderung stärker nach künstlerischen Kriterien anzulegen, genau wie das auch für andere Künste getan werde. „Bis zu zu einem bestimmten Grad ist es bestimmt wirtschaftlich sinnvoll, Filme zu fördern, um den Standort zu stärken“, glaubt Gass. Doch von Wirtschaftlichkeit sei man dabei weit entfernt. Und auch zur Filmförderung fand der Kurator deutliche Worte „Durch den Einfluss des Fernsehens auf die Filmförderung entstehen viele Filme, die aussehen wie Fernsehen. Und die Filme, die so entstehen, mögen für die Quote geeignet sein, aber mit Filmkultur hat das nichts zu tun.“

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