GE-WO verordnet allen Mietern professionelle Gebäudereinigung
Es war einmal... Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Förderung der Mitglieder!

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Dies waren einmal, die Grundideen der Wohnungsgenossenschaften. Die Genossenschaftsidee wurde sogar in die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen. Doch in Zeiten von Immobilienspekulation und Mietpreisbremse, kann oder will sich ein Wohnungsunternehmen mit solchen Werten nicht unnötig belasten. In einem Rundschreiben an alle Mieter und Mitglieder, kündigt die GE-WO eine professionelle Gebäudereinigung für einen Festpreis von 14,00 €/monatlich pro Wohnung für die nächsten drei Jahre an. Die Kosten sollen dann ab März 2019 zu den Betriebskosten gerechnet werden. Streitigkeiten sollen so zukünftig vermieden werden, ob dem wirklich so ist werden wir sehen.

Denn Ausfälle bei Serviceleistungen der GE-WO Wohnungsgenossenschaft gibt es immer wieder, zu letzt war es der Winterdienst, der erst zu spät und dann gar nicht mehr kam. Bei den anderen Serviceleistungen, sieht es ähnlich aus, entweder halbherzig, fehlerhaft oder nicht ausgeführt.
Hauptsache der Flur ist geputzt, der Müll im Vorgarten interessiert nicht, könnte man denken, wenn man die Bilder vor Ort sieht. Die Mieter in der Tannenbergstraße müssen täglich Müll in den Vorgärten entfernen, obwohl es einen Hausmeister und eine Firma für Gartenarbeiten gibt, die anscheinend nicht für den Vorgarten zuständig sind.

Auch hinter der Häuserreihe, in den Gärten der Anwohner, sieht es nicht so aus, als würde eine professionelle Arbeit durch eine Firma ausgeübt werden. Wildwuchs an der Mauer, ungeschnittene Bäume stehen neben abgestorbene Sträucher, die schon das zweite Jahr unbeachtet bleiben. Direkt neben dem Sandkasten wurde ein Rizinus oder auch Wunderbaum genannt gepflanzt, dessen Samen hochtoxisch sind und die Einnahme einiger, weniger Samen kann nicht nur für Kinder tödlich sein. Doch einmal jährlich wird auch dieser Strauch wie alle Sträucher zurück geschnitten. 

Geht man ins Haus, fällt einem gleich auf, das hier renoviert wurde. Bei genauerem hinsehen sind auch hier, fehlerhaft ausgeführte Arbeiten zu sehen. Das ganze Treppenhaus wurde erst 2018 renoviert und schon blättert an verschiedenen Stellen die Farbe ab. Vor der Renovierung hatte die Wohnungsgenossenschaft schon einmal versucht, eine Grundreinigung über die Mieter abzurechnen, doch manche Mieter weigerten sich diese zu bezahlen, da es offensichtlich einen grösseren Renovierungsbedarf gab als Verunreinigungen.
Während den Renovierungsarbeiten sind dann auch so einige andere Fehler passiert. Die Gegensprechanlage wurde den Mietern, auf die Türrahmen oder ungünstig direkt daneben montiert und die Außenbeleuchtung leuchtet die ganze Nacht und kann nicht über Bewegungsmelder oder Schalter gesteuert werden. Im Sommer werden dadurch Insekten angelockt, die mit Beginn der Dunkelheit, zu Hunderten den Eingangsbereich belagern. So sieht es aus, wenn die GE-WO ihre professionelle Dienstleister oder Monteure losschickt. 

Nach abgeschlossener Arbeit wird in der Regel, diese Arbeit begutachtet und "abgenommen", so aber nicht bei der GE-WO, da wird nichts begutachtet und deshalb auch so fehlerhaft ausgeführt. Nun sind also externe Dienstleister für die Sauberkeit in den Häuser verantwortlich und nehmen den Mietern den letzten Rest an Eigenverantwortung. So verabschiedet sich die Grundidee der Genossenschaft und läßt es noch kälter werden...Förderung der Mitglieder, Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung!

Autor:

Christian Salewski aus Oberhausen

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