Speed-Exhibition: Kunst in faszinierendem Ambiente

Eine ungewöhnlichen Ausstellung aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Foto: Daniela Mady
  • Eine ungewöhnlichen Ausstellung aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Foto: Daniela Mady
  • hochgeladen von Daniela Schlutz

Rees. Beeindruckend und ungewöhnlich war die Speed-Exhibition, die am vergangenen Samstag in der Logistik-Halle „Herrmann“ der Firma Kersten stattfand. Ein Ereignis, das Vielen sicher nicht nur durch seine künstlerische Vielfalt, sondern auch durch den besonderen Ausstellungsort in bleibender Erinnerung bleiben wird.

Knapp 80 Künstler aus Rees, Isselburg und Emmerich, aus dem Ruhrgebiet bis hin zur Eifel präsentierten Malerei, Installationsobjekte, Fotografie, Skulpturen und Vieles mehr in einem außergewöhnlichen Ambiente zwischen meterhohen Metallregalen und unzähligen Kartons. Schnell und unkompliziert gelang es den Teilnehmern der Ausstellung, sich zu arrangieren und ihre Arbeiten zu positionieren. Sogar bis nach Kambodscha hatte sich die Speed-Exhibition herum gesprochen, denn unter den Werken befand sich auch eine Fotografie des Reesers, Michael Scholten, der mittlerweile dort lebt und arbeitet.
Während es die Isselburger Künstlerin Sabine Karlen vorzog, die Sonne zu genießen und sich mit ihrer Arbeit vor der Halle nieder zu lassen, suchten sich die übrigen Künstler ein Plätzchen im Inneren des Gebäudes. „Ist es nicht toll, wie sich die Halle in so kurzer Zeit verwandelt“, schwärmte Georg Kersten, der die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt hatte.
Brigitte Schloßmacher-Thissen aus Rees, die selbst mit zwei Bildern vertreten war, kommentierte, man müsse genauer hinsehen, um die einzelnen Arbeiten überhaupt ausfindig machen zu können. Anders als in einem Museum, in dem der Fokus automatisch auf die Kunst gerichtet sei.

Wenn es auch so gut wie unmöglich war, alle Werke im limitierten Zeitrahmen von nur vier Stunden in ihrer Vielfalt zu erfassen, so schien dennoch niemand gehetzt und es entstanden zahlreiche Gespräche zwischen Künstlern und Besuchern, aber auch unter den Künstlern selbst. Der gebürtige Reeser, Andreas Denstorf, der mit seinen farbintensiven Drucken selbst Anziehungspunkt war, lobte die Veranstaltung vor allem wegen der Gelegenheit, sich so vielfältig von den Arbeiten anderer inspirieren lassen zu können. Neben der Aktionskünstlerin Heike Löwentraut, die mit einer überdimensional großen Maske bestückt, selbst zum Kunstobjekt wurde, gab es auch Musik, die die Ausstellung bereicherte. So blieben zahlreiche Besucher vor der Klanginstallation von Klaus Rittmüller aus Rees stehen, der Tage zuvor Originaltöne während des Betriebes in der Lagerhalle aufgenommen hatte. Helmut Rath und Jörg Wellmann aus Mehrhoog entlockten ihren Didgeridoos wunderbare Klänge, während Julius und Niklas Brüntink aus Rees im hinteren Teil der Halle ein intimes Gitarrenkonzert gaben, für das sie verdienten Beifall ernteten. Auch ließen sie es sich nicht nehmen, Leo, dem Sohn von Maria Baumann, die bisher eher für ihre Arbeiten aus Ton bekannt ist und am Samstag mit einem gigantischen Löwenzahn aus Metall beeindruckte, ein Geburtstagsständchen zu bringen. Nachdem die Reeserin vor zwei Jahren an der Speed-Exhibition in Xanten teilgenommen hatte, kam sie auf die Idee, das Kunstereignis auch in Rees stattfinden zu lassen. In Zusammenarbeit mit ihren beiden Künstlerkollegen und Freunden, Michael Sting und Sibylle van Ackeren, und unterstützt durch Familie und zahlreiche andere Helfer, hatte sie die Speed-Exhibition überhaupt erst möglich gemacht.

Und ein Hauch von Farbe und Musik lag selbst dann noch in der Luft, als die letzten Besucher den Heimweg angetreten und die Künstler mit ihren Werken die Halle längst verlassen hatten.

Autor:

Daniela Schlutz aus Rees

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