SPD-Abgeordneter Schneider kritisiert Salzbergbau-Betreiber
„Unternehmen ernten, was sie gesät haben!“

Der deutliche Protest der Bürger gegen einen weiteren Abbau von Salz unter Rheinberg, Xanten und Alpen verwundert den SPD-Landtagsabgeordneten René Schneider nicht. „Die Bergbautreibenden haben es jahrelang versäumt, Partner der Menschen zu sein, die unter den Folgen des Abbaus leiden. Es fehlte an Offenheit und Kulanz bei der Schadensregulierung. Esco erntet deshalb nur, was es gesät hat“, sagt Schneider.

Dass es auch anders geht, hat die Solvay unlängst bewiesen. Das Werk in Rheinberg-Borth ist seit Jahrzehnten im Austausch mit seinen Nachbarn. Stets transparent und großzügig, wenn es um zusätzliche Wünsche der Menschen geht. „Auch deshalb hatte die Solvay wenig Probleme damit, ein Holzkraftwerk genehmigt zu bekommen. Die Menschen haben schlicht Vertrauen in die handelnden Personen“, erklärt der SPD-Abgeordnete, der seit 2012 die Entwicklungen beobachtet. Ganz anders agierten Cavity und Esco, die Salzbergbau betreiben bzw. jahrzehntelang betrieben haben und deshalb in der Verantwortung stehen, Bergschäden auch zu beseitigen. „Hier haben die Betroffenen erlebt, wie immer wieder Verantwortung abgestritten und eine Schlichtungsstelle rundheraus abgelehnt wurde. Das schadet jetzt der Akzeptanz für den weiteren Salzabbau“, stellt Schneider nüchtern fest. Der Abgeordnete bedauert die Entwicklung, denn Salz werde dringend benötigt und das Bergwerk in Rheinberg sei ein großer und wichtiger Arbeitgeber in der Region. Insofern wünsche er sich inständig, dass die Verantwortlichen endlich zur Vernunft kämen.

„Esco und Cavity sollten endlich einer Schlichtungsstelle für Salzbergbaugeschädigte beitreten und damit ein erstes Signal geben, dass sie faire Nachbarn sein wollen“, fordert Schneider. Sollte Esco dem vielfach geäußerten Wunsch nicht nachkommen, sieht der Abgeordnete die Möglichkeit, eine Schlichtungsstelle verbindlich zu machen. Sie könnte als Nebenbestimmung in den aktuell beantragten Rahmenbetriebsplan aufgenommen werden.

Autor:

René Schneider aus Kamp-Lintfort

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