Iserlohner fährt rund 1.800 Kilometer, um Spenden für den Verein "Hope" zu sammeln
Mit dem Klapprad von Iserlohn nach Mallorca

Michael Klammt fährt mit einem Klapprad  von Iserlohn nach Mallorca, um Spenden für die vom Lockdown gebeutelten Insulaner zu sammeln.
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  • Michael Klammt fährt mit einem Klapprad von Iserlohn nach Mallorca, um Spenden für die vom Lockdown gebeutelten Insulaner zu sammeln.
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Michael Klammt ist seit drei Wochen unterwegs und zwar mit einem Klapprad von Iserlohn nach Mallorca. Rund 800 Kilometer hat der 56-Jährige schon hinter sich und ist immer noch nicht müde.
"Ganz im Gegenteil, ich fühle mich fit wie ein Turnschuh", lacht er und radelt weiter in Richtung Süden. Immer der Nase nach. Ein verrückter Typ, aber absolut symphatisch. Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen.
Michael Klammt ist kein Mensch, der sich leicht in eine Schublade stecken lässt. Schon immer hat er das gemacht, was ihm gerade am besten gefällt (wir berichteten). Und genau darum ist er jetzt zu seiner selbst erfundenen "Hope Tour" aufgebrochen. Michael  will mit den Kilometern, die er quer durch Europa fährt, Spendengelder für den Verein Hope eintreiben. Dieser Verein kümmert sich um Mallorquiner, die auf der Urlaubsinsel durch die Corona-Pandemie in Not geraten sind. Jeder vierte Spanier (10 Millionen von 47 Millionen Einwohnern) lebe mittlerweile an der Armutsgrenze - so steht es jedenfalls auf der Homepage des Vereins.

Und Michael Klammt hat eine ganz besondere Beziehung zu Mallorca, denn er hat dort vor Jahren eine Bar betrieben und kann sich daher vorstellen, dass die Gastronomen und deren Mitarbeiter im Lockdown hart zu kämpfen hatten.
Die Tour auf seinem alten Drahtesel macht ihm großen Spaß. Gestartet ist er vor drei Wochen im strömenden Regen in Iserlohn. Doch kaum hatte er die Grenze nach Luxemburg überschritten, kam die Sonne hervor. "So ist das nun mal im Leben", meint er. "Es geht mal rauf und mal runter." 
Wenn eine größere Steigung kommt, die Michael mit seinem Rad nicht schafft, muss er auch schon mal schieben. "Das macht mir nichts aus. Ich habe es nicht eilig." 

Die Fahrradtour geht von Iserlohn bis nach Barcelona, von dort aus setzt Michael Klammt mit der Fähre nach Mallorca über.
  • Die Fahrradtour geht von Iserlohn bis nach Barcelona, von dort aus setzt Michael Klammt mit der Fähre nach Mallorca über.
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Für den Iserlohner ist die Tour mit einer Pilgerreise zu vergleichen. Jeden Abend kehrt er irgendwo ein, tagsüber ist er mit der Natur und sich allein. Auf seinem Weg hat er in Hotels, in Jugendherbergen, einmal sogar in einem Schloss und in einer Zelttonne auf einem Campingplatz übernachtet. Manchmal sind die Radwege nicht so toll oder das Navigationsgerät führt ihn in die Irre. Michael Klammt zuckt dann die Schultern: "Was soll´s, muss ich eben umkehren."

Jede Nacht schläft er woanders: Mal in einer Zelttonne auf dem Campingplatz...
  • Jede Nacht schläft er woanders: Mal in einer Zelttonne auf dem Campingplatz...
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Über solche Unwegsamkeiten regt sich der 56-Jährige nicht auf. Auch als er in einer ländlichen Region mal kein Wasser mehr hatte, geriet er nicht in Panik. "Irgendwann kam ich an einer Fabrik vorbei und dort hat eine nette Dame mir Leitungswasser in meine Trinkflasche gefüllt.“
Mit seinem Klapprad hatte er noch keine technischen Probleme. Es läuft und läuft. Genauso wie sein Körper, dem die lange Reise nichts auszumachen scheint. "Ich hatte auf der Reise bisher weder Muskelkater, noch schmerzt der Rücken. Mir geht es ausgesprochen gut."
In drei Wochen will er in Barcelona eintreffen. Von dort aus geht es mit der Fähre nach Mallorca.

… oder auch schon mal in einem Schloss.
  • … oder auch schon mal in einem Schloss.
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Wir berichten weiter - hier an dieser Stelle im Lokalkompass. 

Spendenkonto

Wer die Aktion von Michael Klammt unterstützen will, kann gerne spenden:
Spendenkonto – HOPE Mallorca e.V.
Bank Cajamar Santanyí
IBAN: ES96 3058 4516 4327 2000 8258
BIC: CCRIES2AXXX
Stichwort: "Danke Mallorca"

Autor:

Anja Jungvogel aus Stadtspiegel Kamen

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