Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr
Update: Verfeindete Familien greifen sich an

Unna/Kamen. Am Freitag, 3. Mai, kam es fast zeitgleich, gegen 12.20 Uhr und gegen 12.30 Uhr, im Rahmen einer seit Jahren bestehenden Fehde zweier verfeindeter Familien aus dem ehemaligen Jugoslawien, zu gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr in den Städten Kamen und Unna. Ein 36-jähriger Fahrzeugführer aus Castrop-Rauxel befuhr mit seinem Fahrzeug den Kreisverkehr in Höhe der Kreisverwaltung Unna. Im Bereich der beiden Kreisverkehre, also dem Kreisverkehr im Bereich der Kreisverwaltung und dem Kreisverkehr Hammer Straße / Viktoriastraße, wurde er von einem weißen Kastenwagen genötigt, anzuhalten. Unvermittelt stiegen 2 Personen aus dem weißen Kastenwagen, wovon eine Person mit einem Baseballschläger auf das Fahrzeug des 36-jährigen einschlug und dieses beschädigte. Der 36-jährige versuchte nun zu flüchten, indem er den Rückwärtsgang einlegte. Hier wurde er allerdings von einem weiteren Fahrzeug, einem silberfarbenen Mercedes, gerammt. Der 36-jährige konnte jedoch mit seinem Fahrzeug über die Viktoriastraße flüchten, wobei der weiße Kastenwagen und der silberne Mercedes die Verfolgung aufnahmen. Im Rahmen der Verfolgung, welche über den Kreisverkehr Hammer Straße / Viktoriastraße und im weiteren Verlauf wieder zurück zum Kreisverkehr der Kreisverwaltung Unna ging, wurde das Fahrzeug des 36-jährigen von dem weißen Transporter gerammt. Von dort aus flüchtete der 36-jährige umgehend zur Polizeiwache nach Unna. In den Fahrzeugen des weißen Kastenwagens und silberfarbenen Mercedes befanden sich Mitglieder der verfeindeten Familie des 36-jährigen.

In Kamen befuhr ein 31-jähriger Fahrzeugführer aus Kamen die Unnaer Straße in Fahrtrichtung Kamen. Im Bereich zwischen der Kreuzung Schattweg und der Kreuzung Zollpost, versuchte ein schwarzer Audi das Fahrzeug des 31-jährigen abzudrängen. Noch während der Fahrt soll ein Mitfahrer des schwarzen Audis mit einem Baseballschläger auf das Fahrzeug des 31-jährigen eingeschlagen haben. Die Abdrängversuche scheiterten, sodass der 31-jährige zur Autobahn-Polizeiwache im Bereich der Zollpost flüchten konnte. Ob es zu Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer im Rahmen dieser "Verfolgungsszenen" gekommen ist, kann zum momentanen Stand der Ermittlungen nicht gesagt werden. In beiden Fällen sollen die Geschädigten zudem mit Schusswaffen bedroht worden sein. Verletzt wurde allerdings niemand.

Im Rahmen der Ermittlungen konnten alle beteiligten Fahrzeuge aufgefunden und sichergestellt werden. Zudem konnten 6 tatbeteiligte Personen, alle Mitglieder der verfeindeten Familie, vorläufig festgenommen werden. Polizeilich konnten diverse Schlag-, Hieb- und Stichwaffen aufgefunden und sichergestellt werden. Schusswaffen konnten bislang nicht aufgefunden werden. Die polizeilichen Ermittlungen und Maßnahmen dauern zur Zeit noch an.

Alle vorläufig festgenommenen Personen wurden auf Anordnung der Justiz aus polizeilichem Gewahrsam entlassen.

Zeugen, die Angaben zu den geschilderten Straftaten machen können oder selbst davon betroffen waren, werden gebeten sich mit der Polizei in Unna unter der Rufnummer 02303 921 3120 oder 921 0 in Verbindung zu setzen.

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