Günter Seekatz übergibt Kunstwerk an den Bürgermeister

Maler Günter Seekatz (von links), Bürgermeister Dirk Lukrafka und CDU-Fraktionsvorsitzender Manfred Bolz mit dem Kunstwerk.
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  • hochgeladen von Maren Menke

Ein besonderes Geschenk machte Günter Seekatz nun nicht nur Bürgermeister Dirk Lukrafka, sondern der ganzen Stadt Velbert. Sein 1,60 x 1 Meter großes Kunstwerk soll ab sofort im Rathaus die Blicke auf sich ziehen.Das wird es sicherlich, nicht nur wegen der beeindruckenden Größe, auch wegen der vier besonderen Motive, die abgebildet sind: Bei allen handelt es sich um alte Ansichten aus Velbert, und alle zeigen die Alte Kirche, nur eben aus vier unterschiedlichen Perspektiven. Häuser, die inzwischen nicht mehr stehen und Wege, die so auch nicht mehr durch das Stadtzentrum führen, hat der Künstler mit Acryl- und Ölfarbe fein und detailliert auf die Leinwand gebracht. Rund 50 Stunden Arbeit stecken in dem Kunstwerk, das Seekatz als Geschenk überreichte.

Insgesamt 65 Jahre war Günter Seekatz, der in Birth wohnt, als freiberuflicher Künstler beschäftigt. Einer seiner Auftraggeber ist auch Manfred Bolz, den viele nicht nur als Fraktionsvorsitzenden der CDU, sondern auch als leidenschaftlichen Sammler alter Velberter Ansichten kennen. "Ich habe vor einiger Zeit ein Gemälde gesehen, dass mich an eine meiner alten Velberter Ansichten erinnert hat", so Bolz. Begeistert davon suchte er Kontakt zu dem Künstler und fand so Günter Seekatz, der inzwischen weitere Werke für den CDU-Fraktionschef angefertigt hat.

Seekatz hat in seiner beruflichen Karriere generell vor allem Auftragsarbeiten ausgeführt. "Am liebsten waren mir dabei immer Ostsee-Motive, aber auch Ansichten von den Großstädten dieser Welt, zum Beispiel Rom oder New York", erzählt der 89-Jährige. Insgesamt sind so 5.000 bis 6.000 Werke entstanden. Umso mehr freut der gebürtige Langenberger sich darüber, nun größere Freiheiten bei der Wahl seiner Motive zu genießen und auch seine Heimat auf die Leinwand bringen zu können.
Die vier Vorlagen für das Kunstwerk, das er nun dem Bürgermeister überreichte, stammen natürlich von Manfred Bolz - alte Velberter Ansichten, die jeweils die Alte Kirche aus verschiedenen Perspektiven zeigen. "Hier war früher die Milchstraße", zeigt der Künstler. "Dort gab es einst eine kleine Kunsthandlung. Der Inhaber war der erste, der mir eins meiner Werke abkaufte."

Wo genau im Rathaus nun das große Gemälde des Velberters Platz findet wird, steht noch nicht ganz fest. "Es soll auf jeden Fall gut zur Geltung kommen", so Bürgermeister Dirk Lukrafka. Unter anderem halte er die Wand vorm Trauzimmer im ersten Obergeschoss für geeignet, aber auch ganz oben vorm großen Saal oder unten direkt im Eingangsbereich würde es von vielen Besuchern gesehen werden.
Dass es gesehen wird, ist dem 89-jährigen Künstler wichtig. "Ich male schließlich nicht, damit bei mir Zuhause zahlreiche unbetrachtete Bilder rumstehen." Er kritisiert, dass es in der Stadt der Schlösser und Beschläge zu wenig Ausstellungsmöglichkeiten gibt. "Das war leider schon immer so - wir Künstler bräuchten einen Raum, in dem wir unsere Werke präsentieren können." Den könnte es vielleicht schon bald geben, informiert der Bürgermeister. Derzeit gibt es Planungen, aus dem Forum Niederberg an der Oststraße ein Bürgerforum zu machen; am kommenden Dienstag, 19. Dezember, um 17 Uhr ist das auch wieder Tagesordnungspunkt in der Ratssitzung. "Die aktuelle Planung sieht auch einen 60 bis 70 Quadratmeter großen, lichtdurchfluteten Raum vor, der sich gut für Ausstellungen eignen würde", so der Obere der Stadt. Bis das soweit ist, können sich Bürger aber erstmal im Rathaus am Anblick des besonderen Kunstwerkes erfreuen.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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