Velbert: Zeitdokumente und Belegstücke für neue Ausstellung gesucht

Tönisheide am 24. Mai 1943: Die Hälfte eines Doppelhauses steht nicht mehr - ein britischer Bomber ist in den frühen Morgenstunden darauf gestürzt.
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  • hochgeladen von Maren Menke

Die neue Sonderausstellung des Bergischen Geschichtsvereins/Abteilung Velbert-Hardenberg mit dem Thema "Der Luftkrieg 1939 bis 1945 - speziell dessen Auswirkungen in Velbert, Langenberg und Neviges" wird ab dem 13. September im Deutschen Schloss- und Beschlägemuseum (Oststraße 20) zu sehen sein.

Zentraler Gegenstand sind die mindestens vier in Tönisheide, Langenberg und in Neviges nachgewiesenen Abstürze alliierter Flugzeuge. Dabei werden die Ziele der jeweiligen Angriffe mit deren schrecklichen Auswirkungen ebenso dokumentiert, wie die persönlichen Schicksale der Besatzungsmitglieder. Von zwei Flugzeugen werden zudem viele durch ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger geborgene Fundstücke gezeigt. "In der Ausstellung thematisiert werden zudem andere lokale Elemente dieses Luftkrieges, wie Luftschutz und Bunkerbau, die Rolle der Flugabwehr und der Einsatz Velberter und Heiligenhauser Schüler als Flakhelfer", so Dr. Jutta Scheidsteger, Vorsitzende des Geschichtsvereins.

Die Ausstellung befindet sich bereits in der Aufbauphase. Mitorganisator Jürgen Lohbeck ist dabei weiter auf der Suche nach Zeitdokumenten und Belegstücken mit lokalen Bezügen, die sich in Privatbesitz erhalten haben und nun die Ausstellung bereichern könnten: Originalfotos aus der Kriegs- und frühen Nachkriegszeit, Dokumente und andere Belegstücke - nicht nur zu den Flugzeugabstürzen, sondern auch zu den anderen genannten Themen. "Gerade aus dem Bereich ,Luftschutz', der damals ja allgegenwärtig war, könnten sich in privater Hand möglicherweise Artefakte wie Luftschutz-Hausapotheken, Wasser-Handpumpen und Ähnliches befinden." Fotos und Dokumente würden bevorzugt leihweise zur Digitalisierung gesucht, können auf Wunsch aber auch zum Verbleib an das Stadtarchiv Velbert weitergeleitet werden, um dort der Nachwelt erhalten zu bleiben. Andere Objekte sollten für die Ausstellung ausgeliehen werden.

Mitbürger, die hierzu etwas beisteuern möchten, können sich an den Vorstand des Bergischen Geschichtsvereins (Tel. 02051/985144) oder direkt an Jürgen Lohbeck (Tel. 02052/928440) wenden.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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