Velbert könnte Straßenbeleuchtung prüfen
Sparen am Laternenlicht

Um sich an den Energiesparmaßnahmen aller zu beteiligen, hat die Stadt Velbert auch die Möglichkeit, prüfen zu lassen, ob am Leuchten der Laternen gespart werden könne.   | Foto: Uli Bangert
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  • Um sich an den Energiesparmaßnahmen aller zu beteiligen, hat die Stadt Velbert auch die Möglichkeit, prüfen zu lassen, ob am Leuchten der Laternen gespart werden könne.
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Kann man auch an der Straßenbeleuchtung sparen oder geht das auf Kosten der Sicherheit? Darüber wird zur Zeit heftig diskutiert, auch in den sozialen Netzwerken. Klar, dass sich einige Sorgen machen, ob man dann noch in den dunklen Monaten sicher nach Hause kommt. Andere fühlen sich an die neunziger Jahre erinnert, als Baurat Voigt jede zweite Straßenlaterne ausschalten ließ.

Auf der anderen Seite solle aktuell an jedem Kilowatt gespart werden. Wir fragten bei der Stadt nach, wohin die Reise geht.

"Die Straßenbeleuchtung dient der allgemeinen Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden. Obwohl es keine gesetzliche Beleuchtungspflicht gibt, regeln die einschlägigen technischen Normen zum Beispiel die Beleuchtung an Fußgängerüberwegen", teilt Nora Weichelt von der Stadt Velbert mit. "Des Weiteren ist die Verkehrssicherung an gefährlichen Kreuzungen, Treppen und sonstigen Einbauten zu beachten."

Das Ausschalten einzelner Abschnitte beziehungsweise jeder zweiten Leuchte, so die Stadtsprecherin, werde wegen starker Lichtschatten-Kontraste kritisch gesehen. "Dies kann zum Verstoß gegen das technische Regelwerk führen."

Stattdessen gibt es heutzutage die Möglichkeit, mit anderen Beleuchtungsmitteln Strom zu sparen. Darauf verweist auch die Stadt: "So wurden Teile der Beleuchtungen auf LED-Technik umgestellt, die zudem in den Nachtstunden bis auf 50 Prozent gedimmt werden. Weitergehende Maßnahmen werden im Hinblick auf die technischen Möglichkeiten sowie die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und die rechtlichen Rahmenbedingungen weiter geprüft."

Wie viele Laternen mit LED-Technik?

Das warf natürlich die Frage auf, wie viele Laternen auf LED-Technik umgestellt wurden und in wieweit bemessen werden kann, wieviel Strom denn nun dadurch eingespart werde.

Eine Antwort seitens der Stadt blieb bis Redaktionsschluss aus. Dazu teilte Stadtsprecher Blißenbach mit, das müsse seitens der Technischen Betriebe Velbert und der Stadtwerke noch recherchiert werden. "Die Recherchen dauern noch an!"

Das am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss vorgelegte Paket für Energiesparmaßnahmen sei gut aufgenommen worden. Darin wurde unter anderem empfohlen, die Heizungstemperatur in öffentlichen Gebäuden in der Heizperiode generell auf 19 Grad Celsius zu beschränken.

Um sich an den Energiesparmaßnahmen aller zu beteiligen, hat die Stadt Velbert auch die Möglichkeit, prüfen zu lassen, ob am Leuchten der Laternen gespart werden könne.   | Foto: Uli Bangert
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Autor:

Harald Landgraf aus Dinslaken

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