Velberter Autor schreibt über großen Urahn der Schlossindustrie

Geschichte und Geschichten über eine Berufsgruppe, die die Stadt Velbert ganz bedeutend prägte, sind Inhalte des neuen Buches "De Schlotschmet - Der Schlossschmied", das Friedhelm Kopshoff nun gemeinsam mit dem Scala Verlag veröffentlicht hat. Wie der Titel schon erahnen lässt, greift die Neuerscheinung nicht nur inhaltlich etwas von der Historie der Stadt der Schlösser und Beschläge auf, sondern macht auch die Velberter Mundart zum Thema.
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  • Geschichte und Geschichten über eine Berufsgruppe, die die Stadt Velbert ganz bedeutend prägte, sind Inhalte des neuen Buches "De Schlotschmet - Der Schlossschmied", das Friedhelm Kopshoff nun gemeinsam mit dem Scala Verlag veröffentlicht hat. Wie der Titel schon erahnen lässt, greift die Neuerscheinung nicht nur inhaltlich etwas von der Historie der Stadt der Schlösser und Beschläge auf, sondern macht auch die Velberter Mundart zum Thema.
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Friedhelm Kopshoff informiert über das Leben und den Alltag der Schlossmacher in Velber

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Als Sohn eines Schlossmachermeisters erlebte Friedhelm Kopshoff von klein auf mit, wie der Alltag und das Leben dieser Berufsgruppe früher aussah. Ein wertvolles Wissen, über das heutzutage die wenigsten Velberter verfügen, wie er bedauert.
Dass Velbert die Stadt der Schlösser und Beschläge ist, ist durchaus bekannt. Doch wer waren die fleißigen Männer, die die Stadt derart prägten und die Schloss- und Beschlagindustrie zu dem machten, was sie heute ist?
Antworten auf diese Frage gibt das neue Buch "De Schlotschmet - Geschichte und Geschichten vom Schlossmacher", das Friedhelm Kopshoff nun mit dem Scala Verlag veröffentlicht hat. Auf 152 Seiten und mit vielen Bildern und Zeichnungen von früher, wird dem Leser näher gebracht, wie das, was heute in modernen Industrie-Werkstätten hergestellt wird, einst in kleinen Schmieden seinen Anfang nahm.

"Ich hatte jede Menge Material zu diesem Thema", so der Autor, der mit "De Schlotschmet" bereits sein fünftes Buch über Velberter Lokalgeschichte im Scala Verlag veröffentlicht. "Nicht nur mein Vater war in der Branche tätig. Viele Familienmitglieder verdienten als Schmied, Dreher oder Former ihr Geld." Das Leben und Wirken dieser Bürger zu erläutern und der jüngeren Generation zu übermitteln, wie sich alles entwickelte, sei ihm ein wichtiges Anliegen gewesen. Rund ein Jahr arbeitete er an dem Buch, das ab sofort im örtlichen Einzelhandel erhältlich ist. "Unterstützung gab es vom Bergischen Geschichtsverein, von Dr. Ulrich Morgenroth, dem Leiter des Deutschen Schloss- und Beschlägemuseums, und natürlich vom Verlag", so Kopshoff.

Schlotschmet prägte die Stadt Velbert

Noch heute tritt der Schlotschmet in der Stadt Velbert als wichtiger Namensgeber auf: "Sei es als Denkmal in der Innenstadt, als Name einer Apotheke oder als Schlotschmet-Plakette, die für besondere Verdienste verliehen wird", so Dr. Jutta Scheidsteger, Verlegerin des Scala Verlages und erste Vorsitzende des Bergischen Geschichtsvereins/Abteilung Hardenberg. "Das Buch enthält übrigens auch eine Namensliste derer, die diese Plakette verliehen bekommen haben", ergänzt sie. Und nicht nur das: Ein Kapitel ist der Velberter Mundart gewidmet. Hier können Leser gezielt nachsehen, was ein "Truhenschlot" (Truhenschloss) oder ein "Riegelkopp" (Riegelteil) ist.

Über zig Jahrzehnte hin ist so manches über und um den Schlotschmet in Wort und Schrift kundgetan worden. "Wie zum Beispiel durch Eduard Schulte", so der Autor. "Er lebte von 1851 bis 1929 und verfasste Gedichte in Velberter Platt über das Haushandwerk." Auch diese sind - zum besseren Verständnis mit Übersetzung ins Hochdeutsche - in seinem Buch zu finden. "Das habe ich nicht nur gemacht, um das Schriftgut zu bewahren, es ist lokalhistorisch auch ein hohes Kulturgut", sagt er und betont, wie sehr er es bedauert, dass nur noch wenige die Velberter Mundart verstehen geschweige denn sprechen können. Als Mitglied der Offers-Kompeneï ist es natürlich sein Ziel, diese zu erhalten. "Unser Durchschnittsalter liegt bedauerlicherweise bei über 80 Jahren. Jüngere Leute interessierten sich einfach nicht mehr für die Sprache von früher."

So ist seine Hoffnung, das Thema mit seinem Buch "De Schlotschmet" so spannend und amüsant aufbereitet zu haben, dass das Interesse vieler geweckt wird. "So findet sich unter den Geschichten viel Interessantes über Leben und Wirken vom Schlotschmet, vor allem aus früheren Zeiten", informiert Dr. Jutta Scheidsteger. Der Autor geht zudem darauf ein, warum gerade in Velbert Schlösser gemacht werden und wie diese früher zu Fuß und auf Rückentragen nach Remscheid gebracht wurden. "Sehr eindrucksvoll sind auch die Ansichten der Arbeitsstätten, angefangen von den ländlichen Schmieden bis hin zu den hochmodernen Fabrikationsstätten von Weltruf."

Urahn der heimischen Schlossindustrie

Nicht nur Autor Friedhelm Kopshoff, sondern auch die Verlegerin Dr. Jutta Scheidsteger wünscht sich, dass mit diesem Buch für den Schlotschmet - dem großen Urahn der heimischen Schlossindustrie - ein ehrendes Andenken geschaffen wurde.

Information:
-Titel: "De Schlotschmet - Geschichte und Geschichten vom Schlossmacher"
-Autor: Friedhelm Kopshoff
-Seiten: 152, Hardcover
-Auflage: 400
-ISBN: 978-3-9819265-1-4

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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