Bahn frei! Teilstück der A44 wurde eröffnet

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Die neue A44 zwischen der A3 und der B227 in Velbert soll eine der größten Lücken im nordrhein-westfälischen Autobahnnetz schließen. Gestern wurde feierlich das 4,6 Kilometer lange Teilstück eröffnet und für den Verkehr freigegeben.
 
Zahlreiche Gäste kamen zu der Eröffnung des ersten Teilstücks der A44. Nachdem das Flatterband durch die Vertreter aus der Politik feierlich durchgeschnitten worden war, kam es zu angeregten Gesprächen zwischen den Anwesenden. Bei einem Imbiss tauschte man sich aus.
Nach rund 50 Jahren Planung und acht Jahren Bauzeit konnte gestern feierlich der erste Teilabschnitt der A44 zwischen Ratingen und Velbert eröffnet werden. Viele Gäste, vor allem aus Politik und Wirtschaft, ließen sich dieses Ereignis nicht entgehen.

Seit April 2010 wurden auf dem von Straßen.NRW geplanten Ostabschnitt sechs Brücken gebaut, darunter die beiden je 208 Meter langen Talbrücken "Laubecker Bach" und "Ganslandsiepen". Zum Schutz der Anlieger wurden zudem insgesamt 1.570 Meter Lärmschutzwände errichtet. Straßen.NRW investierte insgesamt 110 Millionen Euro in den 4,6 Kilometer langen Teilabschnitt der Autobahn.

Teilnahme zahlreicher Ehrengäste

Entsprechend freudig und aufgeregt begrüßte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin von Straßen.NRW, die zahlreichen Gäste. Darunter waren neben den Bürgermeistern der Städte Velbert, Heiligenhaus, Wülfrath und Ratingen unter anderem der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer, Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, der Landtagsabgeordnete Martin Sträßer, Thomas Hendele, Landrat, sowie der ehemalige Bundestagsabgeordnete und A44-Befürworter der ersten Stunde Heinz Schemken.

Gerhard Rühmkorf vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur richtete ebenfalls seine Worte an die interessierten Zuhörer: "Wir eröffnen hier nicht nur eine Autobahn, sondern auch eine Ortsumgehung, die zu einer deutlichen Entlastung im Heiligenhauser Stadtkern sorgen wird." Die Bauzeit von acht Jahren sei natürlich relativ lange gewesen, räumte er ein. "Das ganze Projekt wurde 2010 allerdings auch noch unter anderen finanziellen Rahmenbedingungen begonnen." Dass der Zeitplan überschritten wurde, könne man deutlich an dem großen Schild erkennen, das mit der Fertigstellung im Jahr 2016 wirbt, erläuterte Gerhard Rühmkorf und fügt scherzhaft hinzu: "Das haben wir doch fast geschafft!"

Mit dem zweiten Teilabschnitt, für den nochmal eine ähnlich hohe Investition nötig ist, soll es allerdings nicht wieder so lange dauern. "Unser anvisiertes Ziel ist es, Ende 2020 fertig zu sein", informierte Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW). "Es wird natürlich nicht leicht sein, dass zweite Stück zu planen." Viele Gegner und Kritiker habe es in den vergangenen Jahren gegeben, zahlreiche Aktenordner mit Beschwerden und Klagen wurden angelegt, Diskussionen geführt und mehr - so der Verkehrsminister. "Ich freue mich, dass mit dem heutigen Tag auch die zahlreichen Befürworter ein Gesicht bekommen." Einer von ihnen sei Heinz Schemken, der für sein Engagement rund um den Bau der A44 und um die bessere Anbindung an Velbert und Heiligenhaus mehrfach gelobt wurde.

"Heute ist ein glücklicher Tag", ergänzte Landrat Thomas Hendele. "Kein perfekter Tag, aber ein glücklicher." Von einem perfekten Tag würde er sprechen, wenn die gesamte Autobahn mit der Schnapszahl 44 für den Verkehr freigegeben ist, nun aber wolle man sich an dem bedeutenden Fortschritt mit dem ersten Teilabschnitt erfreuen.
Gesagt, getan: Nachdem das schwarz-rot-goldene Flatterband feierlich durchgeschnitten und Teile davon an die interessierten Bürger verteilt worden waren, kam es zu vielen angeregten Gesprächen zwischen den Anwesenden. Bei einem Imbiss tauschte man sich aus und spekulierte, wie der Verkehr hier ab sofort fließen wird.
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