Am Grab von Ben Gurion - Pestalozzi-Realschüler sind zum vierten Mal in Israel und Palästina unterwegs

Die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi-Realschule besichtigen zusammen mit Tourleiter Shmulik Lahar die Felsenfestung Masada. Sie war die letzte Zuflucht der Israeliten beim Aufstand gegen die römischen Besatzer im Jahr 66 n. Chr. Foto: Büro Hellen/Guido Frebel
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  • Die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi-Realschule besichtigen zusammen mit Tourleiter Shmulik Lahar die Felsenfestung Masada. Sie war die letzte Zuflucht der Israeliten beim Aufstand gegen die römischen Besatzer im Jahr 66 n. Chr. Foto: Büro Hellen/Guido Frebel
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Israel, die Vierte. Seit Dienstag touren 20 Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi-Realschule durch das Heilige Land. Damit setzen das Land Nordrhein-Westfalen und der Verein „Begegnungen – Schutzräume für Kinder“ / Peter Maffay Stiftung den trilateralen Jugendaustausch mit Teenagern aus Israel und den palästinensischen Gebieten fort.
Zu Beginn ihrer Reise besuchte die Gruppe, die von Schulleiterin Silvia Zens und Fachleiterin Stefanie Alkier-Karweick begleitet wird, das Rabin Center in Tel Aviv, die dem 1995 ermordeten Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin gedenkt. Anhand seines Lebens wird die Geschichte des Staates Israel erklärt.
Am zweiten Tag startete die Gruppe in den Süden des Landes und badeten im Toten Meer. Seit Jahren versuchen die Israelis und Jordanier, die zu gleichen Teilen Anspruch auf das Tote Meer erheben, das massive Problem der Wasserknappheit in den Griff zu bekommen. Hierüber referierte auch Tourguide Dr. Shmulik Lahar, der seit vier Jahren die Betreuung der Gruppen vor Ort übernimmt. Er erklärte den Schülern bei einem Beschum im Nationalpark En Gedi die Maßnahmen zum Schutz der Natur, die der Staat Israel unternimmt. Zudem erklärte er den Jugendlichen die biblischen Ereignisse in der Wüste rund ums Tote Meer. Hier wurden auch die berühmten Bibelrollen gefunden, die heute im „Schrein des Buches“ in Jerusalem ausgestellt sind.
In der Wüste verbrachten die Teenager dann auch die zweite Nacht, bevor sie am Donnerstag die Felsenfestung Massada besuchten. Auch das Grab des ersten Ministerpräsidenten Israels, David Ben Gurion, im Kibbutz Sede Boqer stand auf dem Besuchsprogramm. Dort diskutierte die Gruppe intensiv über die deutsch-israelischen Beziehungen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in zunächst geheimen Gesprächen zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer und Ben Gurion geknüpft wurden.
Dieses Thema wollten die Schüler auch beim Gespräch mit dem neuen deutschen Botschafter in Israel, Andreas Michaelis, besprechen. Er ist seit September auf Mission in Tel Aviv und widmet sich besonders der Konfliktlösung zwischen Israelis und Palästinensern. Pam Barczak (15), eine der Schülerinnen der Klasse 10a: „Ich habe mir Israel nicht so vielfältig vorgestellt. Es ist eine tolle Erfahrung hier zu sein, und wir haben in kurzer Zeit so viel erlebt.“
Am Wochenende 3.4. Dezember stehen erstmals Begegnungen mit den Jugendlichen aus Israel und den palästinensischen Gebieten auf dem Programm. Bis zum Gegenbesuch im kommenden Jahr in Wattenscheid sollen alle drei Gruppen ihr Wissen über die Region und das Gegenüber vertiefen.
Die Schüler von der Graf-Adolf-Straße nutzen dafür eine wöchentliche Doppelstunde im Schulunterricht und werden für das kommende Jahr ein Theaterstück zum Thema Völkerverständigung erstellen. Dazu erhalten sie Unterstützung durch das Ensemble des Mondpalasts in Wanne-Eickel.
Schulleiterin Silvia Zens: „Wir freuen uns, auch in diesem Jahr wieder dabei sein zu können. Es ist faszinierend zu erleben, wie instensiv sich die Jugendlichen mit den Konflikten im Nahen Osten auseinandersetzen und plötzlich die aktuellen politischen Entwicklungen aus einem anderen Blickwinkel verfolgen. In Zeiten aufkeimenden Rechtsextremismus‘ hilft diese Maßnahme, Toleranz zu schaffen.“
Die Schirmherren des Austauschs sind Rockmusiker Peter Maffay und Ute Schäfer, NRW-Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport.
Bis zum 6. Dezember lernt die Gruppe das Land kennen. Am Tag vor der Abreise besucht die Gruppe die palästinensische Verwaltungshauptstadt Ramallah.

Die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi-Realschule besichtigen zusammen mit Tourleiter Shmulik Lahar die Felsenfestung Masada. Sie war die letzte Zuflucht der Israeliten beim Aufstand gegen die römischen Besatzer im Jahr 66 n. Chr. Foto: Büro Hellen/Guido Frebel
Während der Programmpausen konnten die Schüler(innen) auch auf dem Kamel reiten. Foto: Büro Hellen/Guido Frebel | Foto: Büro Hellen/Guido Frebel
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Lokalkompass Wattenscheid aus Wattenscheid

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