R(h)eine-Macher unterwegs

Gruppenbild mit Ape - da war ein Teil der Truppe bereits nach Hause entschwunden...
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Der ASG hat aufgerufen - und alle bzw. ganz viele machten wieder mit. Nachdem freitags bereits einige Schulen kräftig angepackt hatten, machten sich (Jugend-)Feuerwehrleute, Aktive vom Technischen Hilfswerk (THW) und Jagdgenossenschaft, Taucher, Angler Paddler und selbstverständlich auch wieder die Naturschutzjugend auf den Weg, um dem Dreck in der Stadt beizukommen. Nachdem im letzten Jahr viele Beteiligte meinten, es sei sauberer geworden, schlugen diesmal die Dreckspatzen wieder besonders hart zu. Allein die 23 Aktiven von der NAJU sammelten diesmal viereinhalb Kubikmeter Abfall, Schrott, Bauschutt usw.

In den Vorwochen hatte die NAJU im Umfeld ihrer Krötenzaun-Baustellen bereits sauber gemacht. Am eigentlichen Aktionstag ging es samstags in den Wald am Lippeglacis und an den Wendehammer der Rudolf-Diesel-Straße. Je ein Auto- und Motorradreifen, zwei Grills, erstaunlich viel Bonbon-Papier, Teppichboden, Fußleisten und sonstiger Bauschutt fanden sich im Wald und am Straßenrand. An allen Einsatzorten fanden sich insgesamt über 150 Flachmänner, Wodka- und Eierlikör-Fläschchen - das hatten die jungen Leute von der NAJU so massiv auch noch nie erlebt. Besonderes Highlight: eine zertrümmerte Autobatterie und ein uralter Computerbildschirm fanden sich im Brombeergestrüpp.

Fastfood und Dreckspatzen

Die Flächen rund um den Wendehammer bei Real boten mal wieder ein wüstes Bild. Wohl nicht nur der Wind hatte Serviettenreste, Saucentöpfchen, Plastiktüten und sonstigen Dreck über die Äcker verteilt. Angesichts des eiskalten Windes war die NAJU an diesem zweiten Einsatzort zwar nur noch etwa eine halbe Stunde aktiv - doch auch so kam genug Dreck zusammen. Der kam übrigens nicht nur vom nächstgelegen Fastfood-Anbieter; der Wendehammer wird offenbar auch von Liebhabern eines ebenfalls nicht weit entfernt residierenden Hähnchenbraters zwecks Nahrungsaufnahme aufgesucht. Warum der Abfall im Anschluss nicht im bereitstehenden überdimensionalen Papierkorb landet, sondern aus dem offenen Fenster des Autos entleert wird, blieb allen Müllsammlern völlig unverständlich.

Heiße Suppe gegen die Kälte

Als Belohnung für die fleißigen Helfer aller beteiligten Vereine und Organisationen wartete am Betriebshof des ASG die Gulaschkanone mit einem warmen Mittagessen, das der Weseler Ratskeller gestiftet hat. Nach dem frostigen Einsatz wussten dies alle fleißigen Helfer als Zeichen der Wertschätzung ganz besonders zu schätzen.

Autor:

Uwe Heinrich aus Wesel

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