JU Kreis Wesel will Zukunftsthemen angehen

JU Kreisvorstand mit Frank Berger (3. v. r.)
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Am vergangenen Samstag traf sich der Vorstand der Jungen Union Kreis Wesel mit dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Kreistag, Frank Berger. Berger gehört dem Kreistag seit 1999 an und ist seit Juni 2014 CDU-Fraktionsvorsitzender.

Auf dem Programm standen Themen wie Breitbandausbau, öffentliche Verkehrsmittel und der Kreishaushalt. Deutschland bildet mit China, Japan und den USA die Spitze der Volkswirtschaften auf unserer Erde, doch hinken wir was den Breitbandausbau angeht hinterher. Dabei sieht Berger den „urbanen Raum klar bevorzugt“, doch hat der ländliche Raum im Gegensatz zu den großen Städten, den Vorteil, dass viele freie Flächen die Ansiedlung von Gewerbe ermöglichen, doch hänge diese Entwicklung auch mit dem Vorhandensein einer modernen digitalen Infrastruktur zusammen. Dabei müsse so Berger „auch der Zahn gezogen werden, dass Digitalisierung nur ein Thema der Jungen Generation sei, denn technischer Fortschritt und die sozialen Netzwerke machen es möglich, dass Senioren mit ihren Kindern und Enkeln in Kontakt bleiben, selbst wenn diese weit weg wohnen.“

Darüber hinaus könnte durch eine schnellere Datenübertragung auch die Eigenständigkeit im Alter länger erhalten bleiben, so wäre es möglicherweise nicht mehr notwendig für kleinere Arztbesuche Lange Wege auf sich zu nehmen, die Sprechstunde könnte so über ein PC-Kamera stattfinden. Doch ist der Kreis Wesel, auch dank des Breitbandkoordinators Karl Hofmann und der HSB-Media GmbH, auf einem sehr guten Weg. So ist das schnelle Internet im Kreis Wesel, laut Breitbandatlas im Schnitt zu mehr als 75-95% verfügbar. Im Angesicht möglicher Diesel-Fahrverbote in Innenstädten, wurde die Situation des öffentlichen Nahverkehrs im Kreis Wesel thematisiert.

Die Streckenabdeckung wird von der NIAG übernommen, an der der Kreis Wesel mit 43% beteiligt ist. Dabei ist die NIAG „das einzige Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs, das eigenwirtschaftlich fährt“, führte Berger aus. Auch die Unzufriedenheit der Bürger, vor allem auf dem Land wurde eingehend diskutiert. Bezugnehmend auf die Diesel-Debatte waren sich die Anwesenden einig, dass diese nicht nur eine Katastrophe für den Wirtschaftsstandort Deutschland, sondern auch für Bürgerinnen und Bürger darstellt, die im Vertrauen in die Industrie einen Diesel gekauft haben. Die Möglichkeit auf E-Mobilität umzusteigen wurde ebenfalls sehr ausführlich besprochen und zu Ende gedacht. So wurde sich über die nötigen Veränderungen in der Ladeinfrastruktur sowie in den Werkstätten, den Ausbildungen im Automobilsektor sowie der Herstellung und Entsorgung der Batterien von E-Autos ausgetauscht.

Den Abschluss bildete das Thema Haushalt, wobei die Struktur und die Zusammensetzung des Kreishaushaltes erläutert wurden. Darüber hinaus ging Berger auch auf die neuen Belastungen ein die der Kreishaushalt aber auch die kommunalen Haushalte seit einiger Zeit aushalten müssen.
„Es ist wichtig, dass die Junge Union im Kreis Wesel Zukunftsthemen besetzt und versucht junge Politik in Bereiche zu bringen, die auf den ersten Blick verstaubt scheinen. Mit guten Worten ist die Arbeit jedoch nicht getan. Als politische Jugendorganisation ist es auch unsere Aufgabe an Themen dran zu bleiben und hin und wieder den Fokus darauf zu lenken. Deshalb werden wir uns in der nächsten Zeit mit dem Breitbandkoordinator des Kreises und mit der NIAG in Verbindung setzen, um mit ihnen in einen Dialog treten.“, so JU-Kreisvorsitzender Frederik Paul.



Autor:

Marc Bootmann aus Wesel

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