Coronavirus
IHK fordert Maßnahmen

Das Coronavirus wird mehr Auswirkungen haben, als man bisher sieht. Denn auch die Wirtschaft vermeldet erste Einbußen.
  • Das Coronavirus wird mehr Auswirkungen haben, als man bisher sieht. Denn auch die Wirtschaft vermeldet erste Einbußen.
  • Foto: pixabay / Grafik Sikora
  • hochgeladen von Jenny Musall

Daran hat noch niemand gedacht. Was bedeutet der Cornavirus für die Wirtschaft? Dieser Frage ist die IHK Mittleres Ruhrgebiet in den letzten Tagen nachgegangen.

Die Wirtschaft im mittleren Ruhrgebiet hält ein staatliches Förderprogramm wegen der Auswirkungen des Coronavirus für unverzichtbar. Dies ist ein zentrales Ergebnis einer aktuellen Umfrage der IHK Mittleres Ruhrgebiet, an der sich in den letzten Tagen 595 Unternehmen aus Bochum, Herne, Witten und Hattingen beteiligt haben. Insbesondere in der Gesundheits- und Freizeitwirtschaft sowie in der Mobilitäts- und Logistikbranche sehen Unternehmen jetzt schon ihre Existenz gefährdet.

Unabhängig von der Branche mahnen die Unternehmen Überbrückungskredite, steuerliche Entlastungen für 2020, die Stundung von Beiträgen zur Sozialversicherung, finanzielle Unterstützung bei der Lohnfortzahlung, aber auch konkret staatliche Zuschüsse bei hohen Umsatzeinbußen und unbü-rokratische Hilfen bei der Kinderbetreuung ihrer Mitarbeiter – bei Schließung von Kindertagesstätten – an.


"Das Virus bedroht Existenzen"


„Die hohe Beteiligung an unserer Umfrage zeigt, dass das Coronavirus den Nerv der Unternehmen trifft. Und die Botschaft der Wirtschaft im mittleren Ruhrgebiet ist eindeutig: Politik, hilf uns, sonst können wir die Folgen dieser Krise nicht schultern. Dieses Virus droht Existenzen und Arbeitsplätze zu kosten. Wir brauchen die Unterstützung des Staates“, so die klare Forderung von IHK-Hauptgeschäftsführer Eric Weik.

Schon zum jetzigen Zeitpunkt vermeldet jedes dritte Unter-nehmen Umsatzeinbrüche, jedes zweite rechnet kurz- bis mittelfristig damit. In der Gesundheits- und Freizeitwirtschaft, die insbesondere von der Absage von Veranstaltungen, Mes-sen und Tischreservierungen betroffen ist, und in der Mobili-täts- und Logistikbranche, deren Fuhrparkt nicht mehr ausge-lastet ist oder deren Shuttleverkehr zum Erliegen kommt, liegt die Betroffenheit derzeit noch höher als in anderen Branchen.

Unternehmen verspüren Lieferengpässe

Lieferengpässe verspürt fast jedes Unternehmen jetzt schon – aber insbesondere Unternehmen, die Produkte, Halbzeuge oder Normteile aus dem Ausland beziehen, sehen ihre Produktion in naher Zukunft gefährdet. Aktuell sind Lieferungen speziell aus China, Italien und der Türkei hoch problematisch oder fallen ganz aus.

Was die Perspektive der Unternehmen nicht zuletzt verdüstert: die Sorge, dass Folgeaufträge wegbrechen können. Heißt: dass das Coronavirus nicht nur aktuell, sondern noch lange Zeit seine Spuren hinterlassen wird. Weik: „Das Virus auf allen Ebenen zu meistern ist eine nationale Aufgabe. Das muss jedem klar sein.“

Autor:

Jenny Musall aus Bochum

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

5 folgen diesem Profil

1 Kommentar

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen