Zockerei der Stadt Bochum geht weiter: Reichen 30 Mio. Euro Verlust noch nicht?

Zockerei in Bochum. SPD und Grüne verspielen hier die Zukunft der Bochumer Bürger.
  • Zockerei in Bochum. SPD und Grüne verspielen hier die Zukunft der Bochumer Bürger.
  • hochgeladen von Christian Loose

Die Alternative für Deutschland, kurz AfD hat am 10.04.2014 einige Fragen im Stadtrat gestellt. Wir informierten hier.

Wir werden einige der Antworten im Laufe der Zeit analysieren. Fangen wir zunächst mit den Antworten zu den Spekulationsgeschäften an. (1)

Erschreckend war insbes. bei der Beantwortung der Fragen durch Kämmerer Dr. Busch (Grüne), dass er die Fragen so „souverän“ beantwortete (WAZ). Ja, als Berufspolitiker hat er tatsächlich jede Scham vor seinen Taten, die zu enormen Verlusten von Steuergeldern geführt haben, verloren. Er hat sich „souverän“ von den einfachen Bürgern entfernt.

Analyse zu den Spekulationsgeschäften – Teil I Fremdwährungskredite:

Die Antworten ergaben, dass die Stadt Bochum Anfang 2010 Kredite in Höhe von 220 Mio. Schweizer Franken (CHF) aufgenommen hat. Die Stadt Bochum hat damals für die 220 Mio. CHF 150 Mio. Euro eintauschen können.(2) Grund für die Kreditgeschäfte war, dass für Kredite in Schweizer Franken ein geringerer Zinssatz zu zahlen war, als für Kredite in Euro. Dafür nimmt der Kreditnehmer jedoch das Wechselkursrisiko in Kauf. Das heißt er zockt darauf, dass der Wechselkurs stabil bleibt oder sich zumindest nicht stark ändert.

Wäre der Wechselkurs stabil geblieben, hätte die Stadt Bochum neben den Zinsen den Kredit zum Ende der Laufzeit (z.B. in 5 Jahren) zu 150 Mio. Euro (=220 Mio. CHF) zurückgezahlt. Die Stadt hätte natürlich einen festen Wechselkurs absichern können. Dies hat sie nicht getan, sondern sich bewusst fürs Zocken ausgesprochen.

Wie schon vor dem Abschluss dieses Spekulationsgeschäftes blieb der Wechselkurs jedoch nicht stabil, sondern hat sich weiter dramatisch verschlechtert. Grund ist die anhaltende Eurokrise. Immer mehr Menschen möchten ihr Geld lieber in der Schweiz anlegen und kaufen dafür Schweizer Franken.(3) Hätte Bochum rund ein Jahr später im August 2011 den Kredit zurück bezahlen müssen, so wären 214 Mio. Euro (ohne Zinsen) fällig geworden, d.h. es wäre ein Verlust i.H.v. 64 Mio. Euro eingetreten!

Glücklicherweise hat die Schweizer Nationalbank im September 2011 verkündet, notfalls unbegrenzt Euro zu kaufen, um den Kurs zu stabilisieren. Dadurch hat sich der Wechselkurs wieder ein Stück weit zu Gunsten des Euros verbessert.

Beim aktuellen Wechselkurs müsste Bochum jedoch immer noch 180 Mio. Euro zurück bezahlen (statt der 150 Mio. Euro). Der aktuelle Verlust beträgt somit immer noch 30 Mio. Euro!

Kein Marktbeobachter kann voraus sagen, ob die Schweizer Nationalbank die Politik des stabilen Wechselkurses auf Dauer durchhalten kann, bedeutet es doch, dass die Schweizer immer mehr Euro kaufen müssten, wenn die Menschen weiterhin ihr Geld in Schweizer Franken anlegen möchten.

Nun gibt es zwei Strategien, wie mit dem Geschäft umgegangen werden kann:
1. Zum einen könnten die gewählten Politiker in Bochum den 30 Mio. Euro-Verlust akzeptieren und den Kredit nun zurückbezahlen. Oder Sie schließen zumindest eine Wechselkurssicherung ab.
2. Zum anderen könnte weiter gezockt werden und der Verlust verkleinert oder vergrößert werden (wie im August 2011).

Der Kämmerer entschied sich für Letzteres und bestätigte dies in der Ratssitzung. Das Zocken geht also weiter! Dr. Busch behauptete in der Stadtratssitzung kühn, dass die Absicherung des Wechselkurses zu teuer sei. Wie teuer es werden kann, wenn der Wechselkurs nicht abgesichert ist, hat sich ja bereits gezeigt. Sein Motto scheint zu sein: Wenn Du bereits das Auto beim Pokern verloren hast, dann verdopple, um es zurück zu gewinnen.

Für uns Bürger gibt es jetzt nur zwei Hoffnungen: Entweder haben wir Glück, dass der Wechselkurs sich nicht wieder verschlechtert oder es kommen redliche Politiker in den Stadtrat, die solche Zockereien unterbinden. Die Alternative für Deutschland möchte diese Zockereien stoppen!

Liebe Bürgerinnen und Bürger, was würden Sie mit 30 Mio. Euro machen?
1. Kita-Plätze bauen
2. Straßen sanieren
3. Zocken

Die Antwort vom Berufspolitiker Dr. Busch (Grüne) kennen wir ja bereits. Wir sind auf Ihre Antworten gespannt. Bitte teilen Sie uns hier oder über unsere Kontaktmöglichkeiten(Betreff „30 Mio. Euro“) auf unsere Homepage mit, was Sie mit 30 Mio. € in Bochum machen würden.

Ihre Alternative für Deutschland in Bochum

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Fußnoten
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(1) Die Analyse des spekulativen Kreditgeschäfts wurde durchgeführt von Christian Loose. Christian Loose ist gelernter Bankkaufmann und hat ein Studium der Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten „Bankbetriebslehre“ und „Finanzierung“ und Zusatzfach „Energie- und Umweltökonomik“ in Hagen und Münster erfolgreich abgeschlossen. Er war mehrere Jahre an der Fernuniversität in Hagen mit den Schwerpunkten Banken und Finanzierung tätig. Er untersuchte dabei auch die Zinswetten der Stadt Hagen. Für wissenschaftlich interessierte Leser sei auf folgenden Artikel verwiesen: Stark, Gunnar und Loose, Christian (2007) Exotische Zinsderivate im kommunalen Schuldenmanagement – Eine Analyse der jüngsten CMS-Spread-Ladder-Swap-Geschäfte. Finanzbetrieb, S. 610-618.
(2) Das entspricht einem Wechselkurs von rund 1,46, d.h. ein Euro entsprach damals 1,46 Schweizer Franken
(3) Der Wechselkurs brach dadurch bis zu einem Kurs von 1,03 (August 2011) ein.

Autor:

Christian Loose aus Bochum

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