7:0! BVB zerlegt Aufsteiger Nürnberg in seine Einzelteile

Freude pur! Marco Reus (r.) zeigte eine starke Partie gegen den 1. FC Nürnberg. Beim 7:0 über den Aufsteiger schoss der Nationalspieler zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor.
  • Freude pur! Marco Reus (r.) zeigte eine starke Partie gegen den 1. FC Nürnberg. Beim 7:0 über den Aufsteiger schoss der Nationalspieler zwei Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor.
  • Foto: Stephan Schütze
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Borussia Dortmund ist mit einem furiosen 7:0 (2:0) gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg auf Platz zwei der Bundesliga-Tabelle gestürmt. Tabellenführer Bayern München stolperte wegen eines Torwartfehlers von Manuel Neuer gegen den FC Augsburg, während der FC Schalke 04 auch das fünfte Spiel verlor und Tabellenletzter bleibt.

Aufsteiger Nürmberg wollte mit einem Abwehrbollwerk in Dortmund bestehen. Doch der Plan wurde nach nicht einmal neun Minuten über den Haufen geworfen. Zu dem Zeitpunkt vollstreckte Shootingstar Jacob Bruun Larsen eine starke Vorarbeit von Christian Pulisic ebenso eindrucksvoll zum ersten Treffer für den BVB. Dennoch sah es zur Halbzeitpause noch lange nicht nach einem Kantersieg für die Gastgeber aus, die zu diesem Zeitpunkt „nur“ 2:0 führten.

Weil die Gäste aber wie schon zu Beginn des Spiels auch den Wiederanpfiff verschliefen, stand es nach 49 Minuten 3:0 und nach 58 Minuten 4:0. Marco Reus hatte zum zweiten Mal am späten Mittwochabend getroffen, nachdem er selbst das dritte Tor vorbereitet hatte.

Mario Götze stand wieder nicht im BVB-Kader

Weil der BVB zwischen der 74. und 88. Spielminute noch drei weitere Male traf, stand am Ende eine aus Nürnberger Sicht desaströse 7 auf der Anzeigentafel. Der BVB hingegen, bei dem Mario Götze wieder einmal nicht im Kader stand und dieser somit weiterhin auf seine ersten Bundesliga-Minuten in dieser Saison warten muss, hatte gleich doppelten Grund zur Freude.

Denn der Abstand zu Platz eins wurde auf nur noch zwei Zähler Rückstand verkürzt. Der FC Bayern erreichte gegen den FC Augsburg nur ein 1:1, weil ausgerechnet der sonst so fehlerlose Nationaltorwart Manuel Neuer sich einen Patzer erlaubte, der zum späten Ausgleich des FCA führte. Neuer ließ einen Eckball durch seine Hände gleiten, ehe über zwei Augsburger Stationen anschließend das runde Leder im FCB-Netz zappelte.

Leon Goretzka: Erst Linksverteidiger, dann verletzt

Seltenheitswert hatte definitiv auch der Einsatz von Leon Goretzka als Linksverteidiger. Trainer Niko Kovac, der seit wenigen Wochen wegen Transfers und Verletzungen nur noch einen sehr kleinen Kader zur Verfügung hat, hatte rotieren lassen und Stammkräfte geschont. Wie zuletzt auch schon. Doch nicht nur, dass dieses Experiment misslang - vor Goretzka spielte Serge Gnabry. Goretzka musste zur Halbzeitpause auch noch angeschlagen ausgewechselt werden. Für ihn spielte dann David Alaba, der aber keine entscheidenden Akzente mehr setzen konnte.

Solche Luxusprobleme hätte der Ex-Klub von Goretzka gerne. Der FC Schalke 04 ist in einer tiefen Krise und verlor auch beim SC Freiburg. Das 0:1 war die fünfte Niederlage im fünften Bundesligaspiel dieser Saison. Damit bleibt der S04 der einzige Klub aus dem Oberhaus, der noch keinen einzigen Zähler hat. Platz 18 ist somit weiterhin die logische Folge.

Fünf Spiele, fünf Niederlage: S04 in tiefer Krise

Dabei zeigten die Königsblauen in den ersten 45 Minuten den wahrscheinlich besten Auftritt in dieser Saison. Trainer Domenico Tedesco hatte alle Register gezogen. Er stellte die Abwehrreihe auf eine ungewohnte Viererkette um, setzte vier Neuzugänge ein und unter anderem Naldo auf die Bank! Doch die „Knappen“ trafen in der ersten Halbzeit zweimal „nur“ den Pfosten. Zudem wurde ein Treffer von Cedric Teuchert zurecht wegen Abseits zurückgenommen.

In der zweiten Halbzeit aber ein völlig anderes Bild. Nicht nur, dass der SC Freiburg bereits in der 52. Minute zum 1:0 traf. Die Gastgeber waren fortan wesentlich bissiger, während der S04 plötzlich ein anderes Gesicht zeigte und gar keine Torchance mehr kreierte. Schwacher Trost für die Schalke-Fans: Im Gegensatz zu den vergangenen zehn Jahren sitzt der Chef-Trainer weiter fest im Sattel und es entsteht keine abermalige Trainer-Diskussion an.

VfL Bochum verliert gegen das Team der Stunde

So fest sitzt Ilija Gruew zwar nicht im Sattel. Doch der Trainer des MSV Duisburg konnte sich immerhin darüber freuen, dass seine Mannschaft in einem turbulenten Spiel beim Aufsteiger Magdeburg mit einem späten Treffer zum 3:3-Ausgleich noch wenigstens etwas belohnen konnte. Dennoch: Die „Zebras“ warten auch nach dem 7. Spieltag in der 2. Liga nach wie vor noch auf den ersten Sieg und zieren deswegen wenig verwunderlich das Tabellenende.

Den Sprung nach ganz oben hingegen verpasste der VfL Bochum. Die Bochumer mussten sich dem Team der Stunde mit 0:1 geschlagen geben. Dynamo Dresden gewann auch die dritte Partie in Folge unter dem neuen Trainer Maik Walpurgis, profitierte dabei aber auch von einem schwächeren Auftritt des VfL.

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