Motorsport
Zweiter Streich in einer Woche: erneuter DTM-Triumph von Robin Frijns

Nico Müller im Audi RS 5 DTM
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  • Nico Müller im Audi RS 5 DTM
  • Foto: Thomas Simon / Motorracetime.de
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Die Nico-Müller-Show geht weiter: Nachdem der Meisterschaftsführende sich beim Lauf der DTM vor einer Woche in Assen mit zwei dritten Plätzen zufrieden geben musste, dominierte der Schweizer im Audi RS 5 DTM das erste Rennen auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings souverän. Mit mehr als 15 Sekunden Vorsprung gewann Müller vor Verfolger René Rast. Für Müller ist es bereits der siebte DTM-Sieg seiner Karriere. Damit nicht genug: Auf dem 5,148 km langen Grand-Prix-Kurs in der Eifel holte Müller im Samstagsrennen sogar den motorsportliche „Hattrick“: Pole Position, Sieg und schnellste Runde im Rennens – besser geht es nicht. Hinter Titelverteidiger Rast kam BMW-Pilot Marco Wittmann ins Ziel. Für den zweimaligen DTM-Champion ist es die 35. Podiumsplatzierung seiner Laufbahn.

Der Start verlief ohne Veränderungen an der Spitze: Polesitter Müller kam gut weg und verteidigte seine Führung ohne Probleme gegen den Zweitplatzierten Rast. Der von Platz drei gestartete Niederländer Robin Frijns setzte sich gegen Wittmann durch. Mike Rockenfeller, von Rang fünf ins Rennen gegangen, versuchte sein Glück mit einem frühen Pflichtboxenstopp und kam bereits in Runde acht zum Reifenwechsel. Zeitweilig auf Platz zwei fahrend, fehlte dem Ex-Meister am Ende jedoch zunehmend der Grip, so dass er letztlich als Vierter ins Ziel kam.

Für den Aufreger des Tages sorgte Robin Frijns, der vor einer Woche seinen ersten DTM-Siege erzielt hatte. Der Niederländer lieferte sich über weite Strecken des Rennens einen äußerst spannenden Zweikampf mit René Rast um Platz zwei lieferte. Besonders brisant: Beide Piloten liegen in der DTM-Tabelle direkt hintereinander, es ging also nicht nur um die Position im Rennen, sondern auch um den zweiten Platz der Meisterschaft. In Runde 27 setzte Frijns dann alles auf eine Karte und versuchte sich mit einem extrem späten Bremsmanöver in der ersten Kurve innen an Rast vorbei zu quetschen. Doch die Aktion ging schief, denn Frijns’ Audi sprang beim Anbremsen hart über die Randsteine, und de Niederländer konnte einen spektakulären Dreher nicht mehr verhindern. Der direkt hinter ihm fahrende Marco Wittmann war in diesem Fall im wahrsten Sinne des Wortes „der lachende Dritte“, während Frijns immerhin noch Platz fünf ins Ziel rettete.

Robin Frijns im Audi RS 5 DTM
  • Robin Frijns im Audi RS 5 DTM
  • Foto: Thomas Simon / Motorracetime.de
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Für Überraschungen ist die DTM immer gut: Audi-Pilot Robin Frijns feierte beim zweiten Rennen auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings unter strahlend blauem Himmel den zweiten DTM-Sieg seiner Karriere. Zweiter wurde Titelverteidiger René Rast vor Ex-Meister Mike Rockenfeller, der zum ersten Mal in der aktuellen Saison einen Podiumsplatz erzielte. Mit Abt Sportsline, Team Rosberg und Phoenix Racing waren erstmals in dieser Saison alle drei Audi-Werksteams auf dem Podium vertreten.

Dabei hatte zunächst alles nach einem weiteren Triumph von Markenkollege und Polesitter Nico Müller ausgesehen, der das Samstagsrennen in überlegener Manier für sich entschieden und das ganze Wochenende dominiert hatte. Auch der Start verlief für den Schweizer ohne Probleme, Müller kam gut vom weg vom Startplatz eins und konnte die hinter ihm lauernde Konkurrenz in Person von Frijns und Rast auf Distanz halten. Das Blatt wendete sich, als Müller in Runde elf seinen Pflichtstopp absolvierte. Robin Frijns kam nur eine Runde später an die Box und brannte danach eine schnelle Runde nach der anderen in den Asphalt des erstmalig 5,148 Kilometer langen Grand-Prix-Kurses, der erstmals seit 2001 wieder bei einem DTM-Rennen befahren wurde und der allen Piloten viel Fahrspaß bescherte. Müller hingegen kämpfte zunehmend mit einem technischen Problem an seinem Audi RS 5 DTM und musste zunächst Frijns und schließlich noch drei weitere Markenkollegen passieren lasen. Der Meisterschaftsführenden blieb im Ziel nur der fünfte Rang.

Aus dem BMW-Lager zeigte der Südafrikaner Sheldon van der Linde die beste Leistung. Der Sieger vom Sonntagsrennen in Assen vor einer Woche überquerte die Ziellinie als Sechster und war damit bester Pilot eines BMW M4 DTM. Die Markenkollegen Timo Glock, Philipp Eng und Jonathan Aberdein hatten sich unterhaltsame Positionskämpfe im Mittelfeld geliefert, allerdings ohne zur Audi-dominierten Spitzengruppe aufschließen zu können.

Siegerehrung DTM Rennen 2 auf dem Nürburgring
  • Siegerehrung DTM Rennen 2 auf dem Nürburgring
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Nach dem zehnten von 18 Saisonrennen führt Nico Müller mit 195 Punkten weiterhin souverän die Gesamtwertung an. Verfolger Frijns (176) verkürzt durch seinen zweiten DTM-Sieg den Abstand zu Müller auf 29 Zähler. René Rast (159 Punkte) ist Dritter vor Duval (85), Rockenfeller (79) und van der Linde (72). Weiter geht es in der DTM schon am kommenden Wochenende (18. bis 20. September), wiederum auf dem Nürburgring, dann aber auf der 3,6 Kilometer kurzen Sprintvariante.

DTM / TSP / Motorracetime.de

Autor:

Cornelia Simon aus Duisburg

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