Borussia Commondale:
Kinder in Südafrika vor Corona schützen

Abstandhalten ist natürlich auch bei der Ausgabe von Masken und Desinfektionsmitteln Pflicht.
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  • Abstandhalten ist natürlich auch bei der Ausgabe von Masken und Desinfektionsmitteln Pflicht.
  • Foto: Muzi Hlatshwayo
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Die Corona-Pandemie hält auch die Menschen in Südafrika in Atem. Das trifft das aus Dortmund finanziell unterstützte Fußballprojekt „Borussia Commondale“ sehr hart, denn das Virus hat die normalen Abläufe komplett über den Haufen geworfen. Statt Kindern und Jugendlichen über den Fußball ein Stück soziale Sicherheit zu geben und ihnen Werte wie Eigenverantwortung, Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit zu vermitteln, dreht sich derzeit alles um bestmöglichen Infektions- und Gesundheitsschutz. Das schreibt Projektleiter Muzi Hlatshwayo in seinem jüngsten Quartalsbericht an Rolf-Arnd Marewski, den Vorsitzenden des hiesigen Fördervereins.
„Wir tun alles, um den Kontakt zu unseren Kindern und Jugendlichen zu halten und sie vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. Masken und Desinfektionsmittel heranschaffen, den Kindern den richtigen Umgang damit zeigen und ihnen die notwendigen Verhaltensregeln beibringen – das sind im Moment unsere wichtigsten Aufgaben“, teilt er weiter mit. Die Mühen scheinen belohnt zu werden, denn trotz landesweit hoher Infektionszahlen sind in Commondale und Umgebung nur recht wenig Coronafälle bekannt geworden.
Caddy defekt – Förderverein bittet um Spenden
Eine bedauerliche Nachricht übermittelte Hlatshwayo leider auch: der 2011 vom Land Nordrhein-Westfalen finanzierte VW Caddy ist mit einem kapitalen Motorschaden ausgefallen. Ein Angebot beziffert die Kosten für einen Ersatzmotor mit einjähriger Garantie auf rund 32.000 Rand (etwa 1.800 Euro).
„Der Förderverein wird alle Hebel in Bewegung setzen, um den Freundinnen und Freunden in Südafrika die Finanzierung der Reparatur zu ermöglichen. Denn davon hängt letztlich die Fortsetzung unseres Projektes ab. Ohne Auto sind wegen der großen Entfernungen zwischen den Siedlungen weder der Transport von Menschen und Material noch die soziale Arbeit zu bewältigen“, erklärt Marewski. Er bittet Dortmunderinnen und Dortmunder, die helfen wollen, um eine (steuerlich absetzbare) Spende auf folgendes Konto:

Förderverein Borussia Commondale e. V.,
Sparkasse Dortmund, IBAN DE94 44050199 02410225 79.

Zum Projekthintergrund:
Die Idee zum Projekt „Borussia Commondale“ entstand 2010 im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, als eine Delegation aus Dortmund die dortigen Organisatoren beriet. Dabei traf Rolf-Arnd Marewski, damals Leiter des Dortmunder Fanprojektes, in Commondale den Streetworker Muzi Hlatshwayo. Der beklagte sich darüber, dass man die Kids in der armen, wirtschaftsschwachen und von HIV/AIDS gebeutelten Region kaum noch erreiche. Marewskis Rat: „Gründe einen Fußballverein. Damit erreichst du die Kinder wieder, gibst ihnen eine Tagesstruktur und kannst das soziale und pädagogische Potential des Sports für eine positive Veränderung nutzen.“ Das war die Geburtsstunde von Borussia Commondale! Einige Monate später, am 30. März 2011, wurde in Dortmund der „Förderverein Borussia Commondale“ aus der Taufe gehoben, um die Projektziele in Südafrika von hier aus zu unterstützen. Männer der ersten Stunde waren u. a. der damalige Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der südafrikanische Honorarkonsul Hans-Jörg Hübner, der bekannte Sportreporter Manni Breuckmann, Borussen-Legende Siggi Held und Schausteller-Urgestein Hans-Peter Arens. Der Verein hat heute 90 Mitglieder; der Jahresbeitrag liegt bei erschwinglichen 20,00 Euro.
In normalen Zeiten erreicht Hlatshwayo mit seinem Team von Coaches inzwischen über 2.400 Kinder und Jugendliche jährlich und rund 1.500 davon mehr oder weniger regelmäßig. Man spielt mit zwei Mannschaften in einer regionalen Jugendliga. Darüber hinaus gibt das Projekt in Zusammenarbeit mit der südafrikanischen NGO Thol’ulwazi-Thol’impilo (TTN) auch Hilfestellung bei der HIV-Prophylaxe und bei verschiedenen Gesundheitsangeboten (Bluthochdruck, Diabetes) für Erwachsene. Für all das müssen teilweise erhebliche Strecken zurückgelegt werden.

Abstandhalten ist natürlich auch bei der Ausgabe von Masken und Desinfektionsmitteln Pflicht.
Die aus mehreren Siedlungsbereichen bestehende Gemeinde Commondale liegt rund 400 km südlich des Krüger Nationalparks und 350 km südöstlich von Johannesburg.
Autor:

Udo Bullerdieck aus Dortmund-Süd

Webseite von Udo Bullerdieck
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